Blablacar führt Gebühren ein - wie reagieren die Nutzer?

Marius Buhl

Wer ab 2016 über Blablacar Mitfahrgelegenheiten sucht, muss dafür bezahlen. Das kündigte das Unternehmen in der Berliner Zeitung an. Zuletzt ging diesen Schritt die deutsche Plattform mitfahrgelegenheit.de - die Nutzer waren sauer:



Die Nachricht dürfte Studenten verärgern: Die Mitfahrzentrale Blablacar führt in Deutschland Gebühren ein. Das sagte der Geschäftsführer Olivier Bremer der Berliner Zeitung. Die Gebühren seien von der Länge der Strecke abhängig, schreibt die Zeitung. Für eine durchschnittliche Langstrecke wie etwa Hamburg - Köln müssten Mitfahrer künftig zwei bis drei Euro zahlen. Freiburg und München trennt eine ähnliche Entfernung - womit ein ähnlicher Preis wahrscheinlich ist.


Eingeführt wird damit auch ein neues Bezahlsystem. Ab Januar können Kunden bei Blablacar auf manchen Strecken per Kreditkarte oder PayPal zahlen. Im Laufe des nächsten Jahres will Blablacar diesen Service dann auf ganz Deutschland ausweiten, erst dann werden auch die Zusatzgebühren fällig.

Zuletzt führte Mitfahrgelegenheit.de Gebühren ein - die Nutzer protestierten heftig, in der Folge kaufte Blablacar Mitfahrgelegenheit.de.

Geschäftsführer Oliver Bremer rechtfertigte den Schritt gegenüber der Berliner Zeitung. Er sagte: "Wir passen uns mit der Onlinezahlung mit Reservierungsgebühren dem an, was Reisende von der Bahn und Fernbussen ohnehin kennen", sagte Bremer. "Das Produkt wird durch die Onlinezahlung komplett revolutioniert."

In Frankreich hat Blablacar diesen Schritt schon gemacht - dort habe sich die Zahl der Nutzer seit der Einführung der Gebühren verfünffacht. Wie die Nutzer in Deutschland reagieren, wird das kommende Jahr zeigen.

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[Bild: © william87 - Fotolia.com]