Bishop Allen: Bezaubernder Indiepop im Swamp

Christian Beller

Es gibt da diese eine Szene in "High Fidelity": John Cusack sitzt in seinem Plattenladen und legt "Dry The Rain" von der Beta Band auf. Sofort fragt ein Kunde, von wem das Stück ist. So ähnlich ist das auch wenn irgendwo Bishop Allen läuft. Fast immer kommt jemand an und will wissen wer das ist. Morgen kann man live im Swamp herausfinden, wer sich hinter dem bezaubernden Indiepop verbirgt.



Bishop Allen, das sind Justin Rice und Christian Rudder, langjährige Freunde, die einst zusammen auf dem Bishop Allen Drive in Cambridge lebten. Von Massachusetts zogen sie nach New York, wo die Band gegründet wurde. Innerhalb von 2 Jahren spielten die beiden, nur unterstützt von einem Drumcomputer, ihre erste Platte „Charm School“ ein. Fast unbemerkt erschien das Debütalbum im Jahr 2003, fand dann aber schnell viele Anhänger. In Musikblogs und Internetforen wurden sie lange als Geheimtipp gehandelt und zur „best unsigned Band in America“ gekürt.




Nach vielen Live-Auftritten, bei denen sie von befreundeten Musikern unterstützt wurden, haben sie sich im letzten Jahr zum Ziel gesetzt, jeden Monat eine EP mit vier neuen Songs zu veröffentlichen.

Wo bei anderen Bands die Kreativität gerade mal dazu ausreicht, ein Album in drei Jahren aufzunehmen, gelang es Bishop Allen im letzten Jahr tatsächlich, jeden Monat eine neue Veröffentlichung mit großartigen Songs und tollem Artwork über ihre Internetseite zu vertreiben. Nur im August gab es anstatt der Vier-Song-EP ein ganzes Live-Album.

Das aktuelle Album „The Broken String“, welches inzwischen zum Glück auch hierzulande erhältlich ist, fasst neun Songs des Mammut-Projekts vom letzten Jahr zusammen und fügt noch ein paar neue Stücke hinzu. Eine Platte voll von wundervollen Melodien, sympathischem Indie-Folk-Pop und jeder Menge Ohrwürmern.



Und nachdem nun auch Sony „Click Click Click“ für eine Kamera-Werbung für sich entdeckt haben, dürfte der Geheimtipp-Status bald nicht mehr zu halten sein.

Ein Grund mehr morgen ins Swamp zu gehen, denn in so intimer Umgebung wird man Bishop Allen bestimmt nicht noch einmal sehen können – in Freiburg schon gar nicht.

Im Rahmenprogramm gibt es außerdem noch ein Pop Society Christmas Special mit passender Musik von Tweepop und Indiefolk bis hin zu alternativ-weihnachtlichen Klängen.

Mehr dazu:

Was: Bishop Allen (Im Anschluss: Pop Society Special)
Wann: Samstag, 15. Dezember 2007, 21 Uhr
Wo: Swamp, Freiburg
Eintritt: 9€