"Christopher Street Day"

Bis zu 8000 CSD-Teilnehmer ziehen friedlich durch die Innenstadt – Verkehrschaos bleibt aus

Fabian Vögtle

Mit bis zu 8000 Teilnehmern verlief der "Christopher Street Day" in Freiburg am Samstag ohne Zwischenfälle. Wegen Differenzen zwischen Stadt und Organisationsteam war die Parade im Vorfeld in die Schlagzeilen geraten.

Um kurz nach 15 Uhr startete die CSD-Parade auf dem Platz der Alten Synagoge. Von dort zogen nach Angaben der Polizei bis zu 8000 Teilnehmer zunächst zum Bertoldsbrunnen und von dort über die Kaiser-Joseph-Straße weiter in Richtung Siegesdenkmal.


Rund 30 Gruppen und ein Dutzend Wagen

Tausende von Zuschauern verfolgten in der Altstadt entlang der Strecke das bunte Spektakel. An dem Umzug nehmen rund 30 verschiedene Gruppen und Vereine teil. Ein gutes Dutzend Wagen mit Musikanlagen und Plakaten waren dabei. Die Community von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und weiteren Unterstützern demonstriert unter anderem gegen Ausgrenzung und Diskriminierung sowie für sexuelle Vielfalt.

Laut Polizeisprecher Dirk Klose gab es auf der Strecke keine Vorkommnisse. "Die Parade verlief ohne Störungen und die Stimmung war gut", sagte Klose, der mit seinen Kollegen den circa vierstündigen Umzug begleitete, am Samstagabend am Rande der Abschlusskundgebung auf dem Stühlinger Kirchplatz.

Auch der Verkehr in der Innenstadt brach bis zum Nachmittag nicht zusammen. Einzig am Parkhaus am Karlsbau sowie an manchen Straßen, die der Umzug kreuzte, mussten einige Autofahrer bis zu 45 Minuten auf die Ausfahrt warten.

Kein Verkehrskollaps bis am Nachmittag

Die Straßenbahnen fuhren am Nachmittag wie zuvor angekündigt zwischenzeitlich nicht über den Bertoldsbrunnen. Fahrzeuge der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung säuberten unmittelbar am Zugende die Schienen, Straßen und Gehwege.

Im Vorfeld gab es Streit um die Routenführung. Die CSD-Organisatoren wollte die Parade über die Kaiser-Joseph-Straße führen, die Stadtverwaltung hatte Sicherheitsbedenken. Nach einer Klage entschied das Verwaltungsgericht am Mittwoch unter Berufung auf die Versammlungsfreiheit, dass die Teilnehmer durch die Kajo ziehen dürfen.

Auf dieser Strecke ziehen die CSD-Teilnehmer durch die Stadt: