Unfall

Betrunken, ohne Führerschein, mit Kind im Auto – die Polizei ermittelt

Simone Höhl

Er war betrunken, hatte ein Kind auf dem Beifahrersitz und baute einen Unfall: Das wirft die Freiburger Polizei einem Fahrzeughalter ohne Führerschein vor und ermittelt.

Ein Auto ist am Samstag gegen 17.45 Uhr im Freiburger Norden von der Tullastraße zu schnell in die Hans-Bunte-Straße eingebogen. Der Peugeot 206 knallte auf eine Verkehrsinsel – und wurde stehen gelassen. Als die Polizei kam, saß niemand mehr im Auto. "Die Airbags waren ausgelöst, das hat wohl kräftig geknallt", sagt Polizeisprecher Jerry Clark.





Die Beamten fuhren zum Fahrzeughalter nach Hause. Der 36-Jährige stritt ab, mit dem Auto gefahren zu sein, doch Zeugen und Beweismittel sagen der Polizei zufolge etwas anderes: Sie geht davon aus, dass er zur Unfallzeit am Steuer saß – und neben ihm seine neunjährige Tochter. "Wir sind uns ziemlich sicher, es spricht alles gegen ihn", sagt Clark.

Mehr als zwei Promille

Sowohl der Vater als auch die Tochter waren leicht verletzt. Unter anderem gibt es Spuren des Sicherheitsgurtes am Körper, erklärte Clark. Dabei kann es sich um Abschürfungen oder Prellmarken handeln. Der 36-Jährige hatte wegen eines früheren Verkehrsdeliktes gar keinen Führerschein mehr. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr als 2 Promille. Die Rechtsmedizin wertet nun eine Blutprobe aus.

Die Polizei ermittelt wegen Trunkenheit im Verkehr, Unfallflucht, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Körperverletzung. Vor dem Unfall war der Peugeot vermutlich bereits längere Zeit mit auffälliger Fahrweise in Freiburg unterwegs und könnte weitere Schäden verursacht haben. Kurz nach 15 Uhr war der Polizei ein Auto in der Mooswaldallee gemeldet worden, sagt der Sprecher. "Wir hatten schon Ausschau gehalten, aber das Fahrzeug noch nicht entdeckt."

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0761/ 882-3100 entgegen.