Betreiber verkaufen Freiburger Burger-Foodtruck 'Streat Kitchen' nach Augsburg

Johanna Wagner & Marius Buhl

Seit Ende 2014 verkaufte der Foodtruck "Streat Kitchen" Pulled Pork Burger in Freiburg. Nun haben die Betreiber ihren Foodtruck nach Augsburg verkauft. Gegründet wurde der Foodtruck vor zwei Jahren auch mit dem Geld vieler Freiburger Spender:



Der Foodtruck "Streat Kitchen" verkauft zukünftig keine Pulled Pork Burger mehr in Freiburg. Die Betreiber Claire Allgeier und Craig Walsh haben den Foodtruck samt Facebookseite verkauft - an den 23-jährigen Maximilian Eller aus Augsburg. Der neue Besitzer will zwar das Konzept seiner Freiburger Vorgänger beibehalten - er hat den Wagen aber bereits umbenannt. Er heißt jetzt "Jim's Große Klappe" und wird vor allem in Augsburg und auf Food Truck-Festivals unterwegs sein.


Bereits Mitte April hatten Claire Allgeier und Craig Walsh die Entscheidung auf ihrer Facebook-Seite verkündet. User und ehemalige Gäste reagierten traurig auf den Weggang. Einer schrieb:

wtf? was ist denn hier passiert? wann? wieso? ich versteh die welt nicht mehr. Streat Kitchen wo seid ihr??? Warum sagt ihr uns nichts davon? Und was macht dieser Jim mit eurem Wagen? So viele Fragen...!

Auf Anfrage sagte Allgeier, dass sie parallel noch ein Studium absolviert habe - zur Berufsschullehrerin. "Nun bin ich fertig und muss ins Referendariat. Da kann es sein, dass ich überall, zum Beispiel in Heidelberg lande". Deshalb wollten sie und Partner Walsh sich nicht die Zukunft verbauen.

Neubesitzer Eller sagte zudem, der kleinen Familie sei der Stress mit dem Foodtruck zu groß geworden - also hätten sie verkauft. Wieviel er für den Foodtruck bezahlt hat, wollte er nicht sagen.

Damals gaben viele Amerikaner aus Freiburg Geld für den Truck

Streat Kitchen verkaufte seit 2014 Burger in Freiburg. Um sich den Traum zu verwirklichen, riefen Allgeier und Walsh damals zu einer Crowdfunding-Aktion auf.

Sie schrieben:

Mit der Unterstützung unseres Projekts können die Freiburger nicht einfach nur Sponsoren, sondern vielmehr Teil eines neuen, lokalen Unternehmens werden.

Fast 5.000 Euro nahmen die Gründer durch die Aktion ein. Vor allem in Freiburge lebende US-Amerikaner hätten viel Geld gegeben, sagte Allgeier damals. Geld, ohne das sie den Truck wohl nie hätten kaufen können. Fühlen sie sich diesen Spendern nun nicht mehr verpflichtet?

"Das ist alles ausbezahlt", sagt Allgeier. "Für jeden Sponsor gab es ja Gegenleistungen - zum Beispiel T-Shirts oder Essensgutscheine". Bisher habe sich jedenfalls noch niemand beschwert.

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[Foto: Marius Buhl]