Berufsziel Fachangestellte für Medien und Informationsdienste?

fudder-Anzeige

Das Freiburger Universitätsklinikum ist das größte Ausbildungsunternehmen der Region. In einer Sonderveröffentlichung auf fudder präsentiert es eine Vielzahl interessanter Ausbildungsberufe. Heute beschreibt Auszubildende Vicky Pfirsig ihre Ausbildung zur Fachangestellten für Medien und Informationsdienste.



Ich heiße Vicky Pfirsig und bin Auszubildende im 2. Lehrjahr im Medizincontrolling des Universitätsklinikums Freiburg, wo ich zur  „Fachangestellten für Medien und Informationsdienste“ ausgebildet werde. Dieser Beruf kann in einer von fünf Fachrichtungen erlernt werden: Bibliothek, Information und Dokumentation, Bildagentur, Archiv und Medizinische Dokumentation. Ich habe mich, wie sich schon am Arbeitgeber erkennen lässt, für die Fachrichtung der Medizinischen Dokumentation entschieden. In der Berufsschule werden  aber alle Fachrichtungen gemeinsam unterrichtet, so dass wir nach Ausbildungsende  in einer anderen Fachrichtung arbeiten können.


Die Ausbildung findet im Medizincontrolling des Universitätsklinikums und in der Berufsschule in Calw statt (Hermann-Gundert-Schule). In der Schule werden die Grundlagen und theoretischen Dinge aller oben genannten Fachrichtungen vermittelt, zum Beispiel wie man in Datenbanken recherchiert, Medien  erschließt oder  Dokumentationsträger aufbewahrt. In der Zeit am Universitätsklinikum stehen praktische Aufgaben im Vordergrund. Ich lerne, wie Krankheiten und Prozeduren richtig verschlüsselt werden und wie Daten in den speziellen Datenbanksystemen geprüft, dokumentiert oder geändert werden. Es werden die Grundlagen der Medizinischen Fachsprache vermittelt, um beispielsweise  Arztbriefe lesen zu können und für viele weitere Dinge.

Bei Fragen ist bei uns im Medizincontrolling immer jemand vor Ort, den ich um Unterstützung bitten kann. Zu unseren  Aufgaben gehört es beispielsweise, eine Auswertung zu erstellen, wenn eine Führungskraft aus dem Klinikum bei uns anruft und wissen möchte, wie viele Patienten in den letzten drei Monaten mit einer bestimmten Krankheit auf einer bestimmten Station lagen. Dann wird eine Datenbankabfrage erstellt, mit der die gewünschten Informationen aus der Datenbank des Universitätsklinikums herausgefiltert werden können. Etwa drei Viertel der Arbeitszeit verbringe ich an meinem Schreibtisch am PC. Im restlichen Viertel finden verschiedene interne und externe Schulungen, Besprechungen und andere Projekte statt.

Im ersten Moment hört es sich vielleicht ein bisschen langweilig an, soviel Zeit vor dem PC zu verbringen, aufgrund der interessanten Themen ist es das aber nicht. Es gibt nicht viele Stellen, an denen die Ausbildung zur Fachangestellten für Medien und Informationsdienste in der Fachrichtung Medizinische Dokumentation absolviert werden kann. Daher war es für mich nicht schwierig zu entscheiden, in welchem Betrieb ich meine Ausbildung gerne machen möchte, und ich bin froh darüber, dass gerade das Universitätsklinikum Freiburg diesen Ausbildungsberuf anbietet, denn hier gibt es einige Vorteile, die ich in anderen Betrieben vielleicht nicht so hätte. So gibt es verschiedene Projekte, die von Azubis geleitet und organisiert werden.

Ich habe im ersten Ausbildungsjahr an einem Projekt teilgenommen zur Organisation der Abschlussfeier für die Azubis, die ihre Ausbildung beendet haben.

Mehr dazu:

Das Freiburger Universitätsklinikum ist ein Krankenhaus der sogenannten Maximalversorgung. Sämtliche Fachrichtungen der Medizin sind hier durch eigene Fachkliniken und Institute vertreten. Es ist eine der größten medizinischen Einrichtungen in Europa. Über 10.000 Beschäftigte garantieren eine Versorgung auf höchstem Niveau. Dieses Niveau wird unter anderem dadurch nachhaltig sicher gestellt, indem das Freiburger Universitätsklinikum seine Rolle als Ausbildungsunternehmen sehr erfolgreich ausübt und als wichtigen Bestandteil der Firmenphilosophie versteht.