Berufsberatung: Uni plant "Haus der Studierenden"

Claudia Kornmeier

Anfang September haben die Mitarbeiter des Career Centers an der Uni Freiburg ihre Arbeit eingestellt. Die Uni dementierte eine endgültige Schließung und sprach von Umstrukturierung. Bis zu Beginn des Wintersemesters 2009/2010 wollte die Uni einen klaren Plan haben und die Studenten informieren. Das Wintersemester ist nun bald vorbei. Was ist aus den Plänen geworden?



„Ab dem Wintersemester 2010/2011 werden alle Service- und Beratungseinrichtungen der Universität in einem „Haus der Studierenden“ zusammengefasst“, sagt Rudolf Dreier, Pressesprecher der Freiburger Uni.


Welche Einrichtungen neben dem Career Center genau davon betroffen sind, sei noch nicht klar. „Die Abstimmung mit den intern betroffenen Abteilungen und die Verhandlungen mit externen Kooperationspartnern laufen derzeit noch. Da es sich dabei um eine sehr komplexe Angelegenheit handelt, in die viele verschiedene Stellen involviert sind, können wir noch keine abschließenden Auskünfte geben.“

Die Umstrukturierung ist auch mit baulichen Maßnahmen verbunden. Das Haus in der Sedanstraße, in dem die Studienberatung und bis September auch das Career Center ansässig waren, wird umgebaut. „Im Sinne eines Bürgerbüros“, sagt Rudolf Dreier. Die Serviceangebote an die Studenten sollen nicht mehr hinter vielen einzelnen Bürotüren versteckt bleiben. „Jeder soll sein Anliegen sofort loswerden können.“ Wegen des Umbaus hat sich auch der Starttermin für das „Haus der Studierenden“ – beziehungsweise des „Service Center Studium“ wie es auf der Website heißt – verschoben. Ursprünglich war eine Eröffnung zum Sommersemester 2010 geplant.

Grund für die Änderungen sei allerdings nicht nur der Wille gewesen, das Serviceangebot zu verbessern. Finanzielle Einsparungen seien wegen der Geschwisterregelung nötig geworden. Einrichtungen wie das Career Center seien bei ihrer Eröffnung zunächst durch Landesprogramme finanziert worden.

Nachdem diese Programme ausliefen, habe die Universität die Einrichtungen aus zentralen Mitteln, das heißt auch aus Studiengebühren, finanziert. „Mit dem Wegfall eines Teils der Studiengebühren wurde die schon länger geplante Umstrukturierung der Serviceeinrichtungen auch zum Zwang“, sagt Rudolf Dreier. „Aber wir haben das gleichzeitig als eine Chance betrachtet, das Angebot zu verbessern.“

Bis zum Wintersemester werden bestimmte Angebote in abgespeckter Form als Übergangslösung angeboten. Nähere Informationen sind auf der Website des Career Centers zu finden. Die Firmenkontaktmesse Heads&Hands führt das Studentenwerk weiter durch. Der nächste Termin ist im Mai.