Berufe bei AHP Merkle: Die Zerspanungsmechanikerin

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Im vierten Teil stellen wir Euch die 19-jährige Tina B. aus Kiechlinsbergen vor. Sie bastelt gerne und wird bald ihre Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin bei AHP Merkle abschließen.



Wie bist Du auf die Idee gekommen, den Beruf des Zerspanungsmechanikers zu ergreifen?

Mein Papa ist Zimmermann und hat bei uns zuhause eine kleine Werkstatt – mit Drechsel und allerlei Werkzeug. Ich hab ihn oft in der Werkstatt besucht, zugeschaut oder bei ihm Werkzeug zum Basteln ausgeliehen. Holz und Holzverarbeitung hat mich immer fasziniert. Dass ich nun ein Beruf in der Metallbearbeitung ergriffen habe, daran ist letztendlich ein Ferienjob in der Fertigung schuld...

Wie bist Du auf die Firma AHP Merkle aufmerksam geworden?

Das war auch während meines Ferienjobs! Während dieser Zeit ist in mir der Entschluss gereift, dass ich einen fertigungstechnischen Beruf erlernen möchte. Ein Kollege hat mir AHP Merkle als Ausbildungsbetrieb empfohlen und den Tipp gegeben, dass dort auch Praktika angeboten werden. Letzteres habe ich dann auch gemacht. Fast 25 Tage in der Lehrwerkstatt – während ich die 1-jährige Metall Fachschule in Emmendingen besucht habe.

Wie wichtig sind handwerkliche Fähigkeiten in Deinem Beruf und welche Rolle spielen Maschinen?

Beides ist natürlich sehr wichtig! Maschinen sind in der Fertigung unersetzbar. Mit Hilfe von Maschinen und Werkzeugen kann das Metall so verarbeitet werden, wie man es von Hand niemals schaffen würde. Handwerkliches Geschick ist tagtäglich gefragt: Im Umgang mit Material und Werkzeugen oder beim Bedienen und Einrüsten der Maschinen. Es geht nicht ohne.

Warum ist die Arbeit mit Metall so cool?

Metall hat mich echt überzeugt. Wie gesagt, anfangs wollte ich ja etwas mit Holz machen. In der Zwischenzeit finde ich Metall spannender. Es lässt sich auf vielfältige Art und Weise bearbeiten und zerspanen. Gemeint ist damit Fräsen, Bohren, Drehen, Schleifen und Polieren... Man kann aber auch das Materialgefüge verändern. Bei AHP Merkle härten wir zum Beispiel die Kolbenstangen der Hydraulikzylinder. Das macht die Oberfläche härter, widerstandsfähiger und weniger empfindlich.

In welchem Lehrjahr bist Du gerade und wie lange dauert Deine Ausbildung?

Die Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin geht insgesamt 3,5 Jahre. Ich habe dieses Jahr die praktische und schriftliche Prüfung abgelegt. Ende Januar folgt dann noch das Fachgespräch. Dann bin ich Zerspanungsmechanikerin!

Welche Berufsschule besuchst Du und was ist Dein Lieblingsfach?

Das ist die GHSE (Gewerbliche und hauswirtschaftlich-sozialpflegerische Schulen) in Emmendingen. In den ersten beiden Lehrjahren hatten wir Technisches Zeichnen. Das hat mir Spaß gemacht. Aber auch Werkstoffkunde finde ich spannend. Zum Beispiel dachte ich immer, dass ein Stück Aluminium kälter als ein Stück Holz sei. In Wirklichkeit ist es aber gleich warm oder kalt, es kommt einem nur kälter vor, da es dem Körper Wärme entzieht.

Beschreibe die 3 wichtigsten Eigenschaften, auf die es in Deinem Beruf ankommt.

Räumliches Vorstellungsvermögen, handwerkliches Geschick, aber besonders „Zuhören“ und „Aufnehmen“. Denn nur so lernt man dazu und kann Tipps und Empfehlungen wahrnehmen, für die eigene Arbeit einbringen und sich so verbessern. Wahrscheinlich ist das aber immer wichtig, egal was für einen Beruf man erlernen möchte!

Was gefällt Dir an Deiner Ausbildung besonders gut?

Zwei Sachen. Zum einen sind das die Kollegen und der Ausbildungsleiter bei AHP Merkle. Das fiel mir schon während meines Praktikums auf. Als Neuling erfährt man bei AHP Merkle von allen Seiten Hilfe und Unterstützung. Das ist großartig! Als ich im 2. Lehrjahr war, haben wir in der Azubi-Lehrwerkstatt eine nagelneue Fräsmaschine bekommen – nur für uns Azubis und nur zum Üben und Lernen! Herr Merkle sagte damals: „Wenn man gute Fachkräfte haben möchte, muss man sich diese selbst heranziehen.“ Das hat mich sehr beeindruckt.

Was würdest Du anderen Mädchen raten, die sich vielleicht nicht trauen, einen solch technischen Beruf zu ergreifen, obwohl sie es sich eigentlich wünschen?

Naja, es ist nicht immer leicht –  die eine oder andere Stichelei muss man schon ertragen können. Klar...! Ich glaube jedoch es lohnt sich mutig zu sein, sich für das zu entscheiden, worauf man wirklich Lust hat. Egal was die anderen denken. Mir war immer klar dass ich was Handwerkliches machen möchte, alles andere wäre nur ein fauler Kompromiss gewesen. Das hat mich stark gemacht und auch bestätigt. Wenn ich mit meiner Ausbildung fertig bin, möchte ich genau das machen, was ich gelernt habe – und am Liebsten Zerspanungsmechanikerin bei AHP Merkle!

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