Bertoldsbrunnen: Heute 47 Fahrräder abgeschleppt

Carolin Buchheim

Seit heute setzt die Stadt das Radabstellverbot rund um den Bertoldsbrunnen durch: Heute wurden 47 Räder entfernt. Wer sein Rad zwischen Rathausgasse und Martinstor, der Buchhandlung Rombach und dem VAG-Pluspunkt parkt, riskiert 35 bis 46 Euro Abschleppkosten.



Bei den Abschlepp-Einsätzen am späten Vor- und frühen Nachmittag sowie am frühen Abend kam es zu keinen nennenswerten Störungen. In einer Pressemitteilung nennt die Stadt die Zahl der abgeschleppten Räder "geringer als befürchtet" und kündigt für die kommenden Tage weitere Abschleppaktionen des Gemeindevollzugsdienst und der Abfallreinigung Freiburg an; Als Zeitpunkt wird die Mittagszeit genannt. Auch an den Wochenenden soll verstärkt kontrolliert und abgeschleppt werden.


Das Radabstellverbot am Bertoldsbrunnen gilt bereits seit dem 1. September dieses Jahres und liegt in einem Beschluss des Gemeinderats zum Schutz der Fußgänger am Bertoldsbrunnen begründet. Seit Ende September hatte die
Stadtverwaltung mit hinweisenden Papier-Banderolen auf das Stören der Räder und ihre bevorstehende Entfernung aufmerksam gemacht. Mitte Oktober wurden entsprechende Schilder (siehe oben) aufgestellt– und heute, nach Beginn des neuen Semester, wurde begonnen, das Verbot durchzusetzen.

So wird abgeschleppt

Der Gemeindevollzugsdienst kennzeichnet abgestellte Räder im Verbotsbereich (Bereich zwischen Rathausgasse und Martinstor, und Buchhandlung Rombach und VAG-pluspunkt). Direkt im Anschluss und ohne weitere Vorwarnung werden diese Räder von Mitarbeitern der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg auf LKW verladen und in die Fahrradstation Mobile am Hauptbahnhof abtransportiert.

Das Festketten der Räder verhindert deren Entfernung nicht, denn bei angeschlossenen Rädern werden die Schlösser per Bolzenschneider oder Flex aufgebrochen.

Mein Rad wurde abgeschleppt, was nun?

Eigentümer abgeschleppter Räder können ihr Rad im Fahrradparkhaus Mobile gegen Besitznachweis (Schlüssel oder Kaufquittung) abholen, nachdem sie die
Gebühren für die Aufbewahrung (16,50 Euro) und Entfernung (je nach Aufwand) bezahlt haben. Insgesamt kostet die Rückgabe des Rads zwischen 35 und 46 Euro. Dazu kommen die Kosten für das aufgebrochene Schloss. Nicht abgeholte Räder werden versteigert.

Wo kann ich mein Rad jetzt noch parken?

Die Stadt ist der Ansicht, dass die Innenstadt auch "weiterhin für Radler gut erreichbar" sei, und verweist auf Radabstellplätze entlang der Bertoldstraße (bis zum Rotteckring) und südlich des Martinstors. Auch außerhalb dieser Plätze (und des Abstellverbotes) können Fahrräder abgestellt werden, solange sie niemanden behindern.

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