Berti Vogts will Dennis Aogo

Markus Hofmann

Wird der SC Freiburg bald einen weiteren Nationalspieler haben? Der Online-Dienst der britischen BBC berichtete gestern, dass Berti Vogts (l.), neuerdings Nationaltrainer von Nigeria, ein Auge auf Dennis Aogo (r.) geworfen hat.



Vogts möchte Aogo für die anstehenden Qualifikationsspiele zum Afrika-Cup (2008) in den Kader Nigerias berufen. Aogo, so Vogts Worte, sei ein hoffnungsvolles Talent, das Nigerias Nationalteam verstärken würde. Der Freiburger Mittelfeldspieler reagierte Stolz auf die Ankündigung. Die BBC zitiert Aogo mit den Worten: "Für mich würde ein Traum wahr werden, für Nigeria zu spielen. Ich glaube, mein Vater wäre sehr stolz auf mich." Seyi Olajengbesi, Aogos nigerianischer Teamkamera beim Sport-Club, habe ihm schon viel vom Heimatland seines Vaters (der aus dem Südwesten Nigerias stammt) berichtet.


Zwar ist Aogo, der eine deutsche Mutter hat und in Karlsruhe geboren wurde, bereits unter anderem für die deutsche U21-Nationalelf auf internationaler Ebene zum Einsatz gekommen. Die neuen Statuten des Weltverbands FIFA machen es jedoch möglich, dass Aogo trotzdem im Erwachsenenbereich für das A-Team Nigerias aufläuft.

Der nigerianische Verband hat laut SC-Pressesprecher Martin Braun noch nicht Kontakt mit dem Sport-Club aufgenommen. Von Berti Vogts' Plänen weiß Braun nur aus einer Zeitung. Aogo ist vertraglich über die laufende Spielzeit hinaus an den SC Freiburg gebunden. Die Entscheidung, ob Aogo eine mögliche Einladung des nigerianischen Verbandes annehmen soll (womit Einsätze in der deutschen Nationalmannschaft ausgeschlossen wären) möchte der SC Freiburg Dennis Aogo selbst überlassen. Martin Braun: "Ich glaube nicht, dass man einen Spieler dahingehend als Verein beeinflussen sollte."