Ermittlungen

Berichte über Geldkoffer und Geheimfach im Mordfall Haid

Carolin Buchheim

Sechs Wochen dauern die Ermittlungen im Fall Niklas E. – der 24-Jährige starb durch Kopfschüsse. Aus Justizkreisen heißt es, der Fall "sprenge die Dimensionen dessen, was man aus Freiburg kennt".

Die Polizei Freiburg hält sich bedeckt, was den Stand der Ermittlungen im Mordfall Haid angeht: Aktuelle Medienberichte zum Fall wollten Verantwortliche nicht kommentieren – es gebe keinen neuen Sachstand. Aus gut informierten Justizkreisen heißt es indes, der Fall "sprenge die Dimensionen dessen, was man bisher aus Freiburg" kenne.


Vor sechs Wochen wurde die Leiche des 24 Jahre alten Niklas E. am Rand des Gewerbegebiets Haid aufgefunden. Der Freiburger war mit zwei Kopfschüssen getötet worden. Zwei Männer wurden seitdem festgenommen: Am 6. August klickten zunächst bei einem 39-jährigen Anwalt aus Freiburg die Handschellen. Gegen ihn wird auch wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und Geldwäsche ermittelt. Der Schwarzwälder Bote berichtet nun, dass beim Vater des Anwalts, der in einem Ortsteil von Emmendingen wohne, ein Koffer mit Bargeld gefunden worden sei, den dieser für den Sohn aufbewahrt habe. Nach BZ-Informationen handelt es sich um Banknoten in einem niedrigen sechsstelligen Wert.

Polizei und Staatsanwaltschaft halten sich weiter bedeckt

Zudem sei in der Sache auch eine Schreinerei im Kreis Emmendingen durchsucht worden – Grund soll ein Möbelstück mit einem Geheimfach gewesen sein, das der Schreiner für den Anwalt gefertigt habe. Der Schreiner soll den Ermittlern gezeigt haben, wo sich ebendieses befinden. Was in dem Geheimfach gefunden wurde, sei aber nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft Freiburg habe diese Ermittlungen "weder bestätigen noch dementieren" wollen.

Am 16. August wurde ein 33-Jähriger im Stadtteil Haslach festgenommen. Bei ihm soll es sich laut dem Medienbericht um den früheren Betreiber eines Swinger-Clubs im Freiburger Umland handeln, der wegen kleinerer Delikte polizeibekannt war. Kolportiert wird weiterhin, dass der Anwalt ihn mit der Tat beauftragt haben könnte.

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