Bequemlicher Gino

Bianca Fritz

Das ist Gino-Latino, vier Jahre alt. Er ist wohl der meistfotografierte Hund Basels. Wahrscheinlich sind viele Passanten neidisch auf seinen gemütlichen Schlafplatz vor dem Schmuckladen Artconnection in der Steinenvorstadt.



Das sagt das Herrchen, Schmuckgeschäftbesitzer Mario Provenzano:
"Gino wohnt tagsüber hier, mit mir. Die Kunden, die täglich in meinen Schmuckladen kommen, sind ihm völlig egal. Was aber nicht auf Gegenseitigkeit beruht – er wird bestimmt zehnmal am Tag fotografiert, wie er auf seinem Sofa liegt und schläft.




Sogar im Fernsehen war er schon zu sehen: Bei der Euro 08 sollte Gino als Beispiel dafür herhalten, wie verschlafen Basel ist. Aber dann ist er aufgewacht.



Wahrscheinlich ist gerade ein anderer Hund vorbei gelaufen. Dann wacht Gino nämlich immer auf. Ach, da vorne kommt Max!
(Gino stürzt sich bellend auf den viel größeren schwarzen Hund).
Was nach Mord aussieht, ist in Wahrheit große Liebe.

Wenn es draußen zu heiß oder zu kalt ist, hat Gino drinnen im Geschäft noch einen Platz auf einem rot-schwarzen Kissen mit einem roten Plüschherz. Bei mir zuhause schläft er auf einer kleinen Zebra-Hunde-Couch. Und bevor sie jetzt fragen: Nein, ich habe keine Kinder! (lacht)

Ach, eines möchte ich Ihnen noch zeigen. Gino kann nämlich auch tanzen. ,Gino! Gehen wir nen Kaffee trinken?" (Der Hund streckt den Hintern in die Höhe und legt den Kopf auf den Boden. Dann springt und bellt er, bevor er sich im Kreis dreht.) Sehen sie? Er kommt eben ganz nach mir."