Beim Teddy Bear Toss kannst du Kuscheltiere regnen lassen

Jule Markwald

Mittlerweile ist es Tradition: Schon zum fünften Mal findet diesen Sonntag, 18. Dezember beim EHC Freiburg der Teddy Bear Toss statt. Was das Ganze soll und weshalb ausgerechnet beim toughen Sport Eishockey plötzlich Kuscheltiere so eine große Rolle spielen:

Auf der Eisfläche geht es zur Sache: Harte Pässe, durch die Luft zischende Pucks, die Fans singen und feuern an. Dann ein Pfiff und plötzlich fängt es an, Kuscheltiere zu regnen. Jedes Jahr vor Weihnachten passiert genau das in der Freiburger Franz-Siegel-Halle. Beim traditionellen Teddy Bear Toss wird die erste Spielunterbrechung genutzt, um hunderte Kuscheltiere von den Rängen auf die Eisfläche zu werfen. Ein fantastisches Bild mit einem guten Zweck als Hintergrund.


Wenn die flauschigen Tierchen nämlich von dem EHC-Nachwuchs eingesammelt wurden, werden sie professionell gereinigt und schließlich zur Zentrale von "Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help" nach Frankfurt geschickt. Von dort aus werden die Kuscheltiere dann zu Kindern in Not versendet – in Flüchtlingslager an der türkisch-syrischen Grenze beispielsweise. Oder an mangelernährte Kinder in Rumänien. Dort sollen sie ein Lächeln auf Kindergesichter zaubern.

Wie der Eishockeysport selbst, kommt auch die Tradition mit den fliegenden Teddybären aus Kanada. Wann und wo genau zum ersten Mal Stofftiere auf die Eisfläche flogen, ist nicht überliefert. Mittlerweile überbieten sich die Vereine der nordamerikanischen Jugendligen allerdings mit ihren Sammelzahlen. Der aktuelle Rekord einer Mannschaft aus Calgary liegt bei knapp 29.000 eingesammelten Stofftieren. Davon ist der EHC Freiburg noch ein wenig entfernt. Beeindruckend sind die eingesammelten Berge an Kuscheltieren trotzdem.

Dieses Jahr findet der Teddy Bear Toss beim Derby mit den Heilbronner Falken statt. Beim letzten Heimspiel vor Heiligabend, am Sonntag 18. Dezember um 18.30 Uhr, darf also mit einem Kuscheltier im Anschlag auf der Tribüne auf den ersten Pfiff des Spiels gewartet werden. In den vergangenen beiden Jahren kamen so mehr als 2600 Stofftiere zusammen. Und das entspricht, zurückhaltend gerechnet, einem Spendenvolumen von 40.000 Euro pro Saison.