Beim Schwabentor eröffnet ein E-Zigaretten-Geschäft

Laura Wisser

Zigaretten sind ungesund, nerven die Mitmenschen und stinken. Die E-Zigarette nicht - sagen zumindest ihre Befürworter. Für die hat nun ein neues Geschäft gegenüber vom Café Atrlantik aufgemacht. Was es dort gibt und wer es betreibt:



Dampfen statt rauchen – so heißt die Devise beim neuen Laden "E-Garette", der von nun an im Schwabentorring 8, schräg gegenüber vom Lokal "Atlantik", sogenannte Elektrozigaretten samt Zubehör verkauft. Auf 50 Quadratmetern findet dort der "Dampfer" alles, was er braucht. "Die meisten unserer Kunden sind ehemalige Raucher oder aber Raucher, die damit aufhören wollen", erzählt Eigentümer Christophe Grofer.


Seit der Eröffnung seines ersten Ladens in Saint Louis im Elsass hat der 33-jährige Franzose mit drei Partnern mehr als 15 Geschäfte unter dem Namen "E-Garette" eröffnet – beiderseits des Rheins. "In Frankreich ist Dampfen aber deutlich etablierter als hierzulande. Die Deutschen fremdeln noch etwas", sagt der Unternehmer.

Begründet seien Bedenken gegenüber dem Produkt jedoch nicht, behauptet er. Dampfen sei deutlich weniger schädlich als Rauchen, fügt er hinzu, weil kein Teer eingeatmet werde. Die elektrische Zigarette verbrenne keinen Tabak, sondern verdampfe eine Flüssigkeit, das sogenannte Liquid. Diese enthalte in den meisten Fällen einen Anteil Nikotin und ist in den verschiedensten Aromen erhältlich. Aus mehr als 60 verschiedenen Sorten kann man im Laden von Christophe Grofer auswählen.

Probieren ist kostenlos. Das Sortiment reicht von verschiedenen Fruchtsorten über Eukalyptus, Kaffee und Karamell bis hin zum klassischen Tabakgeschmack. Den Nikotingehalt könne man dabei selbst bestimmen und bis zu null Prozent herunterfahren. Ob das Dampfen wirklich weniger gesundheitsschädlich ist als konventionelles Rauchen, darüber sind sich Experten indes uneins. Zu den Auswirkungen von Aromastoffen und Propylenglykol, aus dem die Liquids hauptsächlich bestehen, gibt es verschiedene Meinungen. Manche beklagen das Fehlen von Langzeitstudien.

Der Tabakindustrie wiederum komme diese Verunsicherung gelegen. "Schädlicher als klassisches Rauchen kann es jedenfalls nicht sein", sagt eine Kundin. Zudem sei es billiger und man stinke nicht nach Rauch. Seit zwei Jahren dampfe sie bereits. Bisher habe sie ihren Bedarf im Internet gekauft. Doch der neue Laden ist ihr lieber. Hier werde man persönlich beraten.

"Ich hoffe, ihr könnt euch halten", sagt sie zum Abschied. Die Chancen dafür seien gut, erklärt Grofer. In Freiburg hat er einen Angestellten, ein Zweiter wird bald hinzukommen. Außerdem hat Grofer bereits Pläne für einen weiteren Laden in Freiburg.

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