Hindernislauf

Beim "Mudiator" müssen die Läufer diesmal auch durch Eis

Sina Gesell

Schlammig und anstrengend wird’s am Samstag, wenn mehr als 3000 Sportler beim "Mudiator" an den Start gehen. Vergangenes Jahr war die Strecke länger als angekündigt – was diesmal besser werden soll erklärt der Veranstalter im Interview.

Wenn es Anzeichen gibt, dass die Anstrengung wegen der Hitze zu groß wird, würden wir notfalls den Lauf absagen.
BZ: Herr Schnürle, beim ersten "Mudiator" war die Strecke mehr als drei Kilometer länger als angekündigt. Haben Sie diesmal genauer nachgemessen?
Schnürle: Wir hatten auch letztes Jahr angekündigt, dass die Strecke acht Kilometer plus x ist. Es gibt immer Läufer, die verlassen sich drauf, dass es exakt acht Kilometer sind. Andere haben sich gefreut, weil sie so über ihre Grenzen gegangen sind. Ganz genau können wir auch diesmal die Streckenlänge nicht festlegen. Wenn wir die Strecke anlegen und wir noch Stellen für gute Hindernisse finden, dann nutzen wir die. Diesmal haben wir die Strecke aber genauer vermessen, sodass es am Ende vielleicht achteinhalb Kilometer sind.

BZ: Die Läufer werden sich auch in diesem Jahr wieder durch Schlammgruben und über Kletterwände kämpfen müssen – wohl bei bis zu 30 Grad. Ist es eine gute Idee, sich da zu verausgaben? Letztes Jahr gingen kurzzeitig die Becher aus, einige Läufer saßen auf dem Trockenen.
Schnürle: Das kann in diesem Jahr nicht passieren. Wir haben die Wassermenge auf 12 000 Liter verdoppelt, 15 000 Becher stehen an den acht Versorgungsstationen bereit. Gewöhnlich geht man von anderthalb Litern pro Person aus, wir rechnen mit drei Litern und haben selbst dann noch eine stille Reserve. Außerdem sind wir in engem Kontakt mit den Behörden, auch der Rettungsdienst ist mit 40 Mann vor Ort. Wenn es Anzeichen gibt, dass die Anstrengung wegen der Hitze zu groß wird, würden wir notfalls den Lauf absagen. Davon gehen wir aber nicht aus.

BZ: In diesem Jahr ist ja auch eine besondere Abkühlung eingeplant.
Schnürle: Die Läufer müssen diesmal durch einen Kanal mit vier Tonnen Crushed Ice. Und die Abkühlung ist auch nötig, denn es gibt natürlich Hindernisse, die die Läufer ganz schön ins Schwitzen bringen wie der "Cliffhanger". Da müssen sich die Teilnehmer mit Armkraft an einer Sprossenleiter entlang hangeln. Beim "Freefall" hüpfen sie aus vier Meter Höhe in ein Feuerwehrkissen. Das kostet Überwindung, macht aber Spaß. Und der kommt auf keinen Fall zu kurz.
Zur Person

Christian Schnürle, 35, ist Geschäftsführer der CDS Dienstleistungsgruppe, die ihren Sitz in Bötzingen und Offenburg hat. Schnürle lebt in Sélestat.

Das Event

Der "Mudiator" findet statt am Samstag, 9. Juli, rund um die Messe Freiburg. Ab 9 Uhr ist das "Mudiator-Dorf" geöffnet, Familien und Kinder starten um 10, die anderen ab 12 Uhr. Läufer können sich bis eine halbe Stunde vor Start oder auf http://www.mudiator.com (Teilnahmegebühr zwischen 19 und 69 Euro) anmelden. Dort gibt es auch weitere Infos.

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