Beim Foodtruck Bistro Bahía gibt’s brasilianisches Fast Food zu Studentenpreisen

Cristina Morales

Keine Lust auf das Essen in der Mensa? Der Foodtruck Bistro Bahía bringt euch brasilianisches Flair in die Mittagspause. Priscila Silva-Pfefferle verkauft exotisches und deutsches Fast Food an Freiburger.

Die Entstehungsgeschichte

An einem heißen Abend in Salvador de Bahía lernte Priscila ihren jetzigen Mann kennen. Er war gekommen, um in Brasilien Urlaub zu machen und gesellte sich zu Priscila und ihrer Schwester an den Tisch. Als aus den beiden ein Paar wurde, überlegten sich Priscila und ihr Mann, wie man sich in Deutschland selbstständig machen könnte.

Schon in Brasilien sammelte das Paar Geschäftsideen. Der Schönheitskult in Brasilien ist auch unter Männern stark ausgeprägt. Daher wollten sie eine Fußpflege für den Mann anbieten und kauften in Deutschland die notwendigen Utensilien. Parallel dazu belegte Priscila einen Kochkurs in Brasilien.
Aber Priscilas Leidenschaft fürs Kochen wurde immer größer.

Der Foodtruck

Seit 2007 lebt Priscila Silva- Pfefferle mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter in Deutschland.
In der heimischen Küche in Bad Krozingen probiert Priscila brasilianisch- deutsche Essenskombinationen aus – so entstand die Idee, brasilianisches Fast Food zu verkaufen.

"Meine Frau wollte den Deutschen die brasilianische Esskultur näher bringen", erklärt ihr Mann. Man braucht keinen großen Laden, nur ein paar Quadratmeter, dachte sich das Paar und eröffnete das mobile Bistro Bahia in einem Foodtruck. Überwiegend ist die brasilianische Community in Freiburg Kundschaft. Es kommen auch viele junge Studenten, die vor allem an den vegetarischen und veganen Spezialitäten interessiert sind.

Das Essen

Priscila bietet wechselnde brasilianische und deutsche Spezialitäten an. Zu Semesterbeginn wird wieder feijão (rote Bohnen) mit Schäufele und Spätzle oder Reis angeboten.Pão de queijo sind brasilianische Käsebrötchen und kosten pro Stück kosten je 50 Cent. Sieben Pão de queijo gibt es zum Preis von 3 Euro. Besonders beliebt ist das Finger Food Coxinha für nur 2 Euro. Der frittierte Snack wird mit Huhn gefüllt und ist mit den deutschen Kroketten vergleichbar.

"Ich nenne die Coxinha immer Zuckerhut. In Brasilien bekommt man sie am Flughafen und an jeder Straßenecke. Statt deutsche Brötchen isst man dort Coxinha zum Frühstück", sagt ihr Mann. Als exotische Alternative zu Milchreis empfiehlt er den Kuchen aus Maniokmehl mit Kokos. Ein Stück "Cassava Cake" kostet circa zwei Euro. Maniok ist eine gesündere Alternative zu Weizenmehl und in Brasilien weit verbreitet.

Die Getränke

Zum Trinken gibt es den brasilianischen Energysoftdrink Guaraná. Die Früchte der Guaranápflanze kommen aus dem Amazonas und sind wegen ihrer stimulierenden Wirkung und dem hohen Koffeingehalt der Kerne bekannt. Im Gegensatz zu Kaffee hält die aufputschende Wirkung eines Guaranásoftdrinks bis zu sechs Stunden an.

Zudem bieten sie Catering auf Hochzeiten und anderen besonderen Anlässen an.Bestellungen von Torten, exotischen Pralinen und Mini-Coxinha können auch über Facebook aufgenommen werden.

Die Betreiber

Gelernt hat Priscila ihr Handwerk in Brasilien.
Ihr Mann ist gelernter Maler und Lackierer und arbeitet als Taxifahrer. Er unterstützt seine Frau bei der Umsetzung ihrer Ideen für das Bistro.
Außerdem ist er für die Materialbeschaffung, die Hygiene des Fahrzeugs, sowie für die Standortsuche zum Verkauf verantwortlich.

Standort

Bistro Bahía
Jeden Donnerstag von 11-14 Uhr auf dem Gelände der biologischen Fakultät
Schänzlestraße 1
79104 Freiburg

Kontakt

Tel. 07633-8209500
Mobil 0175-4284961
Mail bistro-bahia@web.de