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Lorenz Bockisch

Schon gewusst, wie man Fenster wirklich streifenfrei sauber bekommt? Dazu findet man bei diversen Ratgebern viele verschiedene Tipps, die neben normalem Fensterreiniger auch mal empfehlen, alles zwischen Haarshampoo, Klarspüler, Essig, Tee oder gar Zwiebeln in das Putzwasser zu geben. All das mag einen gewissen Reinigungseffekt haben, doch die Streifenfreiheit hängt von etwas völlig anderem ab.

Ob man die Fenster mit warmem oder kaltem Wasser reinigt, ist eher vom Verschmutzungsgrad oder persönlichen Vorlieben abhängig. Das Wetter hat hingegen, anders als oftmals behauptet, keinen Einfluss auf das Ergebnis der Reinigungsarbeit. Wenn man denn die richtigen Werkzeuge zur Hand hat.


Um nämlich die Scheiben nach dem Nassputzen wieder trocken zu bekommen, hilft einzig und allein ein Abzieher aus Gummi, der wie ein – im wahrsten Sinne des Wortes – Scheibenwischer wirkt. Denn weder ein noch so gutes oder namhaftes Fensterleder oder Zeitungspapier kann sämtliche Reste des auf der Scheibe verbliebenen Wasser-Reinigungsmittel-Schmutz-Gemisches völlig aufsaugen. Diese kleinen Reste trocknen besonders schnell und werden dadurch zu den  bekannten unschönen Streifen. Der Abzieher mit der Gummilippe streift die komplette Flüssigkeit von der Scheibe runter und hinterlässt keine Putzstreifen. Außerdem geht es mit ihm deutlich schneller als mit Lappen & Co.

Wem ein solch profihafter Abstreifer nicht zur Verfügung steht, sollte möglichst wenig von dem gewählten Reiniger ins Putzwasser tun und dafür öfter die Fenster putzen. Wirklich streifenfrei wird es aber nur selten gelingen. Und wer sich unnötiges Nachputzen ersparen will, wische einfach die Innenseite vertikal und die Außenseite horizontal (oder umgekehrt, je nach Gusto). So sieht man gleich, auf welcher Seite noch die meisten Streifen sind.