Festival

Bei "Freiburg stimmt ein" gibt’s dieses Jahr 134 Konzerte

Julia Littmann

Diese Veranstaltung ist ein Highlight im Freiburger Sommer: Das dreitägige Festival "Freiburg stimmt ein" findet Ende Juni zum vierten Mal statt – und bietet in diesem Jahr unter anderem 134 Konzerte.

"Wir wollen Kultur möglichst breit begreifen", sagt Arne Bicker, Pressesprecher von "Kultur leben". Zum vierten Mal stellt der Freiburger Verein in diesem Jahr das Festival "Freiburg stimmt ein" auf die Beine. Macherinnen und Macher um den Initiator Stefan Sinn rechnen mit bis zu 20 000 Teilnehmern an diesem dreitägigen Kultur-Ereignis. Etwa tausend Musiker werden auf 20 Plätzen spielen, 40 soziokulturelle Initiativen stellen ihre Arbeit vor – und laden zum Mittun ein.


Das Festival sucht aktuell noch Helfer

Aber auch schon während des Festivals ist Mitmachen für die, die’s mögen Programm: Tanzen, singen, trommeln – ganz nach Gusto. Auch sehr gesucht: Menschen, die beim Festival mithelfen, zum Beispiel als sogenannte Platzbetreuer. Das nämlich ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Art Mitmach- und Themenfestivals, dass sie nicht passiven Kulturkonsum auftischen, sondern dazu anregen, sich aktiv einzubringen.

200 Bands hatten sich bei "Kultur leben" gemeldet: Sie alle wollten ohne Gage beitragen zu dem, was Arne Bicker eine "demokratische Veranstaltung" nennt. 134 Bands hat Matthias Gänswein ausgewählt – und auf die Plätze und Räume verteilt, die in diesem Jahr als Konzertbühnen auftreten.

Open air und höchst ungewöhnlich ist zum Beispiel der Generationenspielplatz am Laubenhof. Platzbetreuerin Esther Muthny leitet im Laubenhof das Begegnungszentrum und ist mit der im Festival angestrebten Verknüpfung von Begegnung und Kultur bestens vertraut. Wer auf "ihren" Platz kommt, kann erst mit Tina und Jo Songs der 60er und 70er Jahre mitsingen, dann dem acapella Chor Viva la Vida lauschen und schließlich noch Folk genießen, den die Lokalspieler darbieten. "Wir brauchen für unseren Spielort Musik, die mitten in ein Wohngebiet passt", erklärt Esther Muthny.

Auch die PH ist dieses Mal an Bord

Arthur Frei, Sprecher des Kulturreferats an der Pädagogischen Hochschule, konnte mit seinem Team hingegen ganz auf großen Sound gehen. Pop, Reggae, HipHop: zum ersten Mal mischen die Kulturbeflissenen von der PH mit – und freuen sich drauf: "Uns interessiert, was in der Stadt an Kulturellem geschieht – und wir sind froh, dass wie bei diesem Festival mitmachen können!" Das Nachdenken über Kultur und auch die Diskussion darüber nimmt im diesjährigen "Freiburg stimmt ein"-Festival einigen Raum ein. Zum Auftakt läuft unter freiem Himmel im Stadtgarten Reinhild Dettmer-Finkes Film "Kultur – koste es was es wolle" – mit anschließender Diskussion. An Tag zwei des Festivals gibt es einen Kultur-Slam unter dem Titel "Kultur – für wen?" Stefan Sinn möchte aus diesem neuen Veranstaltungsformat in Zukunft eine ganze Reihe entstehen lassen. Die Frage nach dem "für wen" stellt sich für die vielen Konzerte an Tag drei des Festivals sicher nicht. "Für jeden ist bei 134 Konzerten was dabei", glaubt Arne Bicker.
Freiburg stimmt ein 2017

  • Das Festival geht von Freitag, 30. Juni bis Sonntag, 2. Juli 2017.
  • 20 Orte drinnen und draußen bieten Livemusik:
    Colombipark, Eschholzpark, Fritz’ Galerie, Goetheplatz, Grünhof/Café Pow, Händel 1, Jazz- und Rockschulen, Kreuzsteinäcker, Laubenhof, Maria-von-Rudloff-Platz, Mensagarten, Pausenraum, PH Littenweiler, Pianohaus Lepthien, Schloss Ebnet, Skatepark Dietenbach, Stadtgarten, Stühlinger Kirchplatz, Waldsee und Weingarten.
  • Musikalisch gibt es vom offenen Singen bis zum Space Punk Psychedelic ein bestechend vielfältiges Programm. Liedermacher, Samba, Balinesische Musik, Dancehall, Ukelelen-Orchester, Rock, Acid Jazz, Klezmer, Rhythm n’ Blues, Weltmusik, New Orleans Funk, Posh Rock, Musical- und Filmmusik, Punkrock, Japanische Trommeln, Deutsch-Pop, Chanson, Tango, Klavier klassisch, Bubblegum Junk, Grunge, Gypsy Jazz, Indie Trip Hop, Handmade Alternative Pop, Volksmusik und mehr.

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