Hotspots

Bald soll’s WLAN in Freiburger Bussen und Trams geben

Joachim Röderer

Die Freiburger VAG arbeitet an einem Onlinekonzept. Fahrgäste sollen während der Fahrt im Internet surfen können. Erfahrungen zeigen, dass solche Angebote einen positiven Nebeneffekt haben.

"Wir sind an dem Thema dran", sagte VAG-Sprecher Andreas Hildebrandt auf BZ-Nachfrage. Derzeit informiere man sich über verschiedene Anbieter und verschiedene Systeme, um Hotspots in den Fahrzeugen der VAG-Flotte zu installieren.


Die VAG arbeitet an einem WLAN-Konzept

Jeder, der in einen Bus oder eine Straßenbahn steigt, kann es beobachten: Viele Passagiere zücken dort ihr Smartphone – lesen Mails, schauen Videos oder nutzen WhatsApp. Da wäre es doch von großem Vorteil, wenn es in den Bussen und Trams ein funktionierendes WLAN-Netz gäbe. Diesen dringenden Wunsch äußerte jüngst auch das Jugendbeteiligungsprojekt des Achterrates. Schülerinnen und Schülerinnen des Gremiums wollen sich auch direkt an die VAG wenden.



Unterstützt wird diese Forderung mittlerweile auch von der SPD-Fraktion. Sie verweist auf das Beispiel anderer Städte und auch darauf, dass sich die Kosten für die WLAN-Nachrüstung dort in Grenzen gehalten hätten, so die Stadträte Stefan Schillinger und Julia Söhne in ihrem Schreiben an die VAG-Vorstände.

Die VAG ist bereits an dem Thema dran. WLAN in Bussen und Straßenbahnen werde kommen, sagt Pressesprecher Hildebrandt. Derzeit werde geprüft, wie sich der Netzanschluss umsetzen lasse. Man schaue sich Lösungen anderer Verkehrsbetriebe an und informiere sich über die verschiedenen Anbieter und Systeme. Wann das öffentliche WLAN umgesetzt wird, ist noch offen.

Seit Juni 2015 bietet die private Firma Tuniberg-Express aus Merdingen WLAN in ihren Bussen. Das Unternehmen bedient mehrere Buslinien am Tuniberg und die Linie Breisach-Bad Krozingen. "Es wird sehr gut angenommen, in manchen Fahrzeugen wird immer wieder mal die maximale Datenkapazität ausgereizt", berichtet Jochen Maier vom Tuniberg-Express. Das Surfen im Bus bringt auch noch einen anderen positiven Nebeneffekt: Seit die Fahrgäste das Internet an Bord nutzen können, seien die Schäden durch Vandalismus zurückgegangen, so Maier.

Unterschiedliche Erfahrungen in Basel

In der Nachbarstadt Basel gibt es unterschiedliche Erfahrungen: Während die Baselland Transport AG (BLT) schon seit 2012 in ihren Überlandstraßenbahnen kostenloses Netz bietet, floppte das Konzept in der Stadt Basel selbst. Die dort zuständigen Basler Verkehrsbetriebe (BVB) stoppten 2015 ihren WLAN-Pilotversuch.

Der Grund: Der durchschnittliche Passagier fahre nur vier bis fünf Stationen. Die Zeit reiche nicht aus, um sich ins WLAN im Fahrzeug einzuloggen. Die erzielten Nutzerzahlen, stünden in keinem Verhältnis zu den Kosten, hieß es.