Bäckerei Bühler in der Wiehre bleibt samstags geschlossen

Gina Kutkat

Die Wiehremer Traditionsbäckerei Bühler erklärt den Samstag zum Ruhetag. Als Grund nennen die Inhaber, dass sie mehr Zeit bräuchten, ihre Produkte herzustellen.

Die Nachricht in den Brötchentüten der Wiehremer Bäckerei Bühler dürfte viele Kunden erstaunen: Der beliebte Bäcker in der Zasiusstraße kündigt an, in Zukunft nur noch an Wochentagen öffnen zu wollen. Der Samstag soll zum zweiten Ruhetag neben dem Sonntag erklärt werden. Als Grund nennen die beiden Inhaber, Ulrike Veeser-Bühler und Alexander Bühler, dass sie mehr verträgliche Arbeitszeit brauchen, um ihre Produkte herzustellen.


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"Wir setzen konsequent auf den Geschmack und die Qualität. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, braucht es hochwertige Zutaten, eine engagierte Mannschaft und: Die gebührende Zeit", schreiben die Inhaber in ihrem Brief an die Kunden, der vergangenes Wochenende in den Brötchentüten steckte und auch auf der Homepage zu lesen ist. Schon lange ist der Konditor und Bäckermeister Alexander Bühler dafür bekannt, lieber seinen eigenen Weg zu gehen – und der führte ihn und sein Team stets in die entgegengesetzte Richtung der großen Backstuben.

Für viele ist die Bäckerei eine der Besten

Die Bäckerei Bühler ist ein Familienbetrieb, seit über 100 Jahren werden die Familienrezepte weitergegeben. Vor 25 Jahren übernahmen Ulrike Veeser-Bühler und Alexander Bühler das Geschäft von seinen Eltern und führen es seitdem mit großem Erfolg weiter. Es gibt wenige Tage, an denen sich keine Schlange vor dem Eckhaus zwischen Zasius- und Brombergstraße bildet. Für viele Freiburger gilt die Bäckerei Bühler mit ihren frischen Broten, Backwaren, Kuchen, Quiches und Flammkuchen als eine der besten der Stadt.

Doch diese hat sich dazu entschlossen, einen Gang zurückzuschalten. Ausgerechnet am Samstag, dem Brötchenholtag schlechthin, soll das Geschäft geschlossen bleiben. Damit schieben die Bühlers dem allgemeinen Trend der Vergrößerung und Standorterweiterung einen Riegel vor. Ihre Begründung: "Wir möchten auch weiterhin an unseren Maximen festhalten und frei von den gängigen Trends unserer Zeit arbeiten: Ohne Backmittel. Ohne Fertigmehle. Und mit verträglichen Arbeitszeiten für uns alle."

Weil dahinter viel Zeit steckt, ergeben sich für die Kunden neue Öffnungszeiten: Unter der Woche hat der Laden montags bis donnerstags von 6.30 bis 18 Uhr und freitags sogar bis 20 Uhr geöffnet. Damit der Samstag einigermaßen kompensiert werden kann, sollen freitagnachmittags noch einmal frische Produkte wie Baguette, Hefezopf, Spezialbrot und weitere beliebte Klassiker nachgelegt werden.