Badische Bandnamenskunde (80): Dezibel

SvenW

Warum heißen Bands aus der Regio so, wie sie heißen? Wir fragen regelmäßig eine Band, wie ihr Name entstanden ist und was er zu bedeuten hat. Dazu gibt es Small-Talk-Futter rund um die Band-Historie. Heute: Dezibel aus Müllheim, die beim Music Star(t) Contest 2010 antreten.



Wie ist euer Bandname entstanden?

Der Bandname "Dezibel" entstand nach der Trennung von Sängerin Julia und dem Einstieg von Dominik. Zu diesem Zeitpunkt haben wir uns entschlossen, unsere englischen Songs und damit auch unseren alten englischen Bandnamen „Burning Trash“ abzulegen und nur noch Deutschrock zu machen, weil wir uns mit deutschen Texten einfach besser identifizieren können. Der alte Bandname bescherte uns zwar ein cooles Logo, war ansonsten aber weitgehend sinnfrei, und so suchten wir nach einem deutschen Namen, der zu uns passt.


Bereits vor der Umbenennung haben wir es bei Konzerten was das Mitschleppen von eigenem Equipment angeht häufig etwas übertrieben. Auf der einen Seite des Schlagzeugs stand immer ein Marshall Full-Stack, auf der anderen ein Ampeg Full-Stack. Da liegt "Dezibel" doch einfach nahe, oder?

Nichtsdestotrotz beherrschen wir auch die leisen Töne. Dezibel bezeichnet ja zunächst mal nur den Schalldruckpegel, ob das nun ein Atemzug mit 10 Dezibel oder ein startendes Flugzeug mit 150 Dezibel ist. Was wir so von uns geben, liegt wohl irgendwo dazwischen, von daher passt der Name ja.

Unser Anspruch ist aber sicherlich, dass für die Zuschauer unsere Konzerte über die reine Wahrnehmung des Schalldruckpegels hinaus gehen. Wir versuchen durch ein umfangreiches Bühnenprogramm und eine schweißtreibende Liveshow den Spaß auf der Bühne rüberzubringen, den wir selbst beim Schreiben der Songs hatten.



Wie ist eure Band entstanden?

Die Urbesetzung der Band besteht aus Jan am Schlagzeug und Simon an der Gitarre. Über Jahre hinweg wurden die beiden immer wieder von mehr oder minder talentierten sowie motivierten Bandkollegen mit unterschiedlichen Instrumenten begleitet. Nachdem ein auf Bass umgelernter Keyboarder seinen Bass endgültig an den Nagel hängte, erschienen die Zukunftsaussichten düster. Wie aus heiterem Himmel stieß Ende 2008 Tobias am Bass hinzu. Mit ihm wurde ein Set auf die Bühne gestellt, und mit der damaligen Sängerin wurden auch einige erfolgreiche Konzerte gespielt. Als die Sängerin dann die Band verließ, entschieden wir uns, einen männlichen Sänger, Dominik,  ins Boot zu holen und uns ganz auf Deutschrock zu konzentrieren.

Namen, Alter, Herkunft und Instrumente der Bandmitglieder:

  • Dominik Römer, 21, Liel, Gesang und Gitarre
  • Simon Heller, 19, Müllheim, Gitarre und Hintergrundgesang
  • Tobias Kunz, 22, Liel, Bass, Jan Wittenbrink, 19, Müllheim, Schlagzeug



Wann gegründet:

Die Band in der momentanen Besetzung gibt es erst seit Dezember 2009, also knapp einen Monat. Allerdings waren Schlagzeug, Bass und Gitarre bereits in einer gemeinsamen Band vertreten und wir konnten in dieser Zeit reichlich Erfahrung im In- und Ausland sammeln. Mit dem Wechsel beim Gesang beginnt nun allerdings eine neue Zeitrechnung.

Proberaum:

Unser Proberaum wandert immer zwischen Müllheim und Liel, wo wir jeweils bei unseren toleranten Eltern im Keller Unterschlupf finden.

Denkwürdigste, Spannendste, aufregendste Gigs:

Hier können wir nur über Konzerte der Band in der alten Besetzung berichten.
Der Auftritt, der uns wohl allen am besten in Erinnerung geblieben ist, war unser erster Gig Anfang 2009 im Neuenburger Jamhouse. Aufgeregt wie wir waren, war das, was wir musikalisch ablieferten, wohl durchaus ausbaufähig, allerdings hatten sich an diesem Abend wie durch ein Wunder so viele Zuschauer wie selten zuvor im Jamhouse eingefunden, und so konnte eine besonders tolle Stimmung entstehen.

In Erinnerung bleiben wird auch ein Auftritt in der Cult Bar in St. Gallen mit anschließendem Bodenseeurlaub. Als Vorband einer befreundeten Band konnten wir hier Auslandserfahrung sammeln und eine tolle Kneipe mit einem sehr netten Besitzer kennenlernen.

Ein schönes Erlebnis war auch der Binzener Bandcontest 2009. Hier brachten uns besonders unsere bandeigene Nebelmaschine „Charley“ sowie die Tatsache, dass eine Geige auf der Bühne herumlag, Punkte ein.
Mit einer befreundeten Band hatten wir abgesprochen, dass man der jeweils anderen Band einen Kasten Bier zu spendieren hat, wenn man auf dem Treppchen landet. Am Ende wurden wir Zweiter und Dritter und hatten einen lustigen Abend.

Nun freuen wir uns besonders auf unseren lang ersehnten ersten Auftritt beim Music Start Contest in Neuenburg.

Vorbilder & Idole?

Unsere Musik hat viele verschiedene Einflüsse. Gemeinsam hören wir aber meistens die Emil Bulls, Die Toten Hosen und KIM? Jeder hat aber seine ganz persönlichen Helden und Idole, deshalb reicht unsere gesamte Bandbreite von Eric Clapton bis hin zu As I Lay Dying.



Stilrichtung: Deutschrock

Nächste Konzerte:

22. Januar Music Start Contest in Neuenburg, Gemeindehaus St. Bernhard.

Was steht sonst aktuell gerade an?

Im Moment schreiben wir gerade an neuen Songs und versuchen, die alten studioreif zu bekommen. Für das nächste Jahr steht dann die Produktion für das erste Album an. Im Sommer gehen wir, so Gott will, auf Tour durch das Ruhrgebiet. Für Festivals und andere Gigs sind wir aber immer offen.

Internet

Web & Myspace