Badische Bandnamenkunde: Ottoman Empire Soundsystem

fudder-Redaktion

Warum heißen Bands aus der Region so, wie sie heißen? Wir fragen regelmäßig eine Band, wie ihr Name entstanden ist und was er zu bedeuten hat. Heute: Ottoman Empire Soundsystem, die im Dezember mit Echo-Gewinner Mellow Mark das Video zu ihrem neuen Song "Statussymbole" veröffentlicht haben.



Bandname:

Ottoman Empire Soundsystem

Wie ist euer Bandname entstanden?

Ui, das ist eine längere Geschichte. Wir sind ein ziemlich bunter Haufen. Wir wollten etwas finden, das orientalisch klingt. Wir haben starke Einflüsse aus dieser Richtung, da drei unserer Mitglieder auf dem spirituellen Pfad der islamischen Mystik gehen, dem sogenannten Sufismus.

Also haben wir lange überlegt. Und irgendwann dachten wir an das Osmanische Reich, das zu seiner größten Ausdehnung von Osteuropa bis in den Orient über Nordafrika erstreckte. Zu der Blütezeit des Reiches florierte der Handel und das kulturelle Miteinander verschiedenster Kulturen und Religionen, und das, obwohl ganz verschiedene Traditionen aufeinandertrafen.

Da war es klar Ottoman Empire. Jetzt musste es nur noch nach Reggae und World klingen. Einmal „Soundsystem“ dazu und tadaaaaa: „Ottoman Empire Soundsystem“.

Wie ist eure Band entstanden?

Die drei Gründungsmitglieder kennen sich schon seit den Kinderschuhen und sind alle schon immer auf ihrem Weg musikalisch unterwegs gewesen. Bilal spielte bei einer bekannten Ska-Band aus Berlin, Chaldun hatte schon Filmmusik für einen Kinofilm mit seiner damaligen Band Kingswell gemacht und war vor Ottoman Empire Soundsystem als Soloartist unterwegs. Suleyman lernte von kleinauf Cello und ist Sohn einer Musikerin.

Eines Tages sprach Chaldun, Bilal und Suleyman an, ob sie nicht für ein Konzert sein Programm einstudieren könnten. Aus dem einen Konzert wurden zahlreiche. Die Besetzung änderte sich. Wir fanden Lukas per Kleinanzeige. Er studiert an der Hochschule für Musik in Hannover Keyboard.

Manu lernte Chaldun auf einer Party kennen. Manu drummt auch für die elfköpfige Hiphop-Band Lingua Loca, die ziemlich gut unterwegs ist. Wir haben uns auf Anhieb auf allen Ebenen sehr gut verstanden, und das, trotz der verschiedenen Richtungen, aus denen wir stammen. Ottoman Empire eben.

Namen, Alter, Herkunft und Instrumente der Bandmitglieder:

Chaldun Schrade (27), Freiburger Bobbele, aber im Herzen Afrikaner; Gitarre und Gesang
Bilal Heidelberger (31), Martinique gepaart mit Deutschland; Saxophone und Percussions
Suleyman Ter Haar (26), der fliegende Holländer; Bass
Lukas Kiedaisch (25), 100 Prozent Kartoffel; bubblin’ Key’s
Manu Vogel, (27), Gallien; Drums



Wann gegründet:

Ursprünglich 2009, aber eigentlich ist das wirkliche Geburtsjahr 2012, in dem unser Debutalbum „Today’s Guest“ bei Elf Records erschienen ist. (Pssst ... das gibt's bei iTunes, Musicload und Spotify.)

Proberaum:

Oh je, wir kennen es ja alle. In Freiburg ist es eine ziemliche Katastrophe nicht nur mit WG-Zimmern. Aber zum Glück ist uns da was vor die Füße gefallen.

Denkwürdigste, Spannendste, aufregendste Gigs:

Ui, schwere Frage. Jeder Gig ist immer etwas sehr Besonderes und Einmaliges, und mittlerweile haben sich auch einige angehäuft. Da muss man erst mal in der Birne sortieren. Highlights waren auf jeden Fall unsere Gigs in England und 2012 auf dem ZMF in Freiburg, aber auch unsere Herbsttournee mit Mellow Mark durch Deutschland und Österreich war ein Knaller.

Vorbilder & Idole?

Da hat jeder sein eigenes. Luke fährt auf The Cat Empire ab. Manu steht auf the Roots. Chaldun auf Manu Chao, Suleyman auf Orchestra Baobab und Bilal auf indische Musik.



Stilrichtung:

Ein bunter Cocktail aus Reggae, World, Hiphop, Ska und Jazz.

Nächste Konzerte:

Da ist einiges noch in der Warteliste. Was aber bereits steht ist:

22. März 2014: E-Werk Freiburg (im Rahmen der Creole-Weltmusik-Serie)
17. Mai 2014: Kornhauskeller, Waldkirch

Was steht sonst aktuell gerade an?

Wir haben am 20. Dezember gerade unser neues Musikvideo zu „Statussymbole“ released. Es ist ein Featuretrack mit Echo-Gewinner Mellow Mark, und das Ganze wurde im schönen Dreisamtal bei Freiburg gedreht. Wie auch zuvor schon das Video zu „Nicht mehr“, welches hauptsächlich im Freiburger Stadgarten gedreht wurde.

Ottoman Empire Soundsystem feat. Mellow Mark - Statussymbole -Trailer

Quelle: YouTube

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[Fotos: Promo]