Badische Band-Namenskunde: Eine kleine Schießerei

Maria Müller-Dalhoff

Warum heißen Bands aus der Regio so, wie sie heißen? Wir fragen regelmäßig eine Band, wie ihr Name entstanden ist und was er zu bedeuten hat. Dazu gibt es Small-Talk-Futter rund um die Band-Historie. Heute: "Eine kleine Schießerei" aus Freiburg

Bandname:

Eine kleine Schießerei

Wie ist euer Bandname entstanden?

Da gibt es eine Geschichte über einen Mann der hieß Ernst Friedrich. Er kam öfters zu Besuch, um sich eine Matratze auszuleihen. Wenn er ankündigte, an einem Donnerstag zu erscheinen und dies aber erst am Samstag tat, meinte er einfach: „Ich hatte noch eine kleine Schießerei!“ Und seinem Erscheinungsbild nach zu urteilen, könnte man sich das auch vorstellen. Zu der Zeit gab es in unserer Band Unstimmigkeiten, da man sich nicht auf einen Namen einigen konnte. Zur Auswahl standen unter anderem: Dosenaprikosen, Tinitussen, Stornokasse oder Mukkefuk.

Schlussendlich haben wir uns dann aber auf Eine kleine Schießerei geeinigt, und so stand der Name unserer Band endlich fest.



Wie ist eure Band entstanden?


Gitarrist Robert und Schlagzeuger Leo waren vor vielen Jahren zusammen bei einem Bandcontest im ehemaligen Z - damals noch als Gäste und Zuhörer. Doch es schlich sich die Idee ein, selbst eine Band zu gründen, und so musste Leo, der damals noch kein Schlagzeuger war, Schlagzeug spielen lernen. Zu zweit probten wir dann in Leos verschimmelten Keller.

In Roberts Klasse wurde dann Pia angehauen, als Bassistin in die Band einzusteigen. Dann, nach langem rumkorksen, fanden wir einen hübschen jungen Mann namens Till  - „und er wird immer hübscher“ -, der unbedingt singen wollte.

So war dann auch unser Sänger gefunden. Durch verschiedene Vorstellungen einer Rockstarkarriere musste Pia die Band auf Wunsch verlassen.

Über Sänger Till fand sich aber schnell ein Ersatz am Bass: Wibke, das erste Bandmitglied, das von Anfang an sein Instrument beherrschte. Da es uns aber zu viert musikalisch nicht genug war, und Till kein' Bock hatte, neben dem Singen auch noch Gitarre zu spielen, wurde der ehemalige Groupie der Band, Lion, der neue Gitarrist/Performer. Als Wibke dann nach Hamburg wollte/sollte/musste/durfte, und das Proben über Skype sich als sehr schwierig herausstellte - "besonders bei Konzerten war's hart" -, musste mal wieder ein neuer Bassist her. Gefunden haben wir dann Samson. Das ist also die aktuelle Besetzung. Bis jetzt ...

Name, Alter, Herkunft und Instrumente der Bandmitglieder:

  • Robert, 18, Freiburg, Gitarre & Backroundvocals
  • Till, 20, Merdingen, Gesang
  • Lion, 18, Nürnberg, Gitarre & Backroundvocals & Synthesizer
  • Leo, 18, Freiburg, Schlagzeug & Percussion
  • Samson, 18, Freiburg, Bass
 

Wann gegründet:


Irgendwann zwischen 2006 und 2008.

Proberaum:

Rockwerkstatt, Haus der Jugend Freiburg.



Denkwürdigste, spannendste, aufregendste Gigs:

Auf jeden Fall der Auftritt in Ballrechten-Dottingen, in der riesigen Feuerwehrhalle mit 20 Gästen. 18 davon standen an der Essenstheke. Zwei haben getanzt. Und der Gig in der KTS, als wir endlich als Holzfällerpop anerkannt wurden und danach ein Punk zu uns kam und meinte: „Ihr wart scheiße!“ Ob der Auftritt auf dem ZMF jetzt gut oder schlecht war – da gibt's geteilte Meinungen drüber ...

Vorbilder & Idole:

Jeder hat ein anderes.

Stilrichtung:


Holzfällerpop.

Nächste Konzerte:


Es sind ziemlich viele geplant, aber es stehen noch keine Daten fest.



Was steht sonst aktuell noch an?

Die Bandaufnahmen sind seit fünf Monaten fertig, aber unser Sänger und einer der Gitarristen fehlen noch. Wir hoffen alle, dass sie es bald schaffen.

Netz-Links:

   

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