Badische Band-Namenskunde (73): The Adventures of Dandy Hotz

fudder-Redaktion

Warum heißen Bands aus der Regio so, wie sie heißen? Wir fragen regelmäßig eine Band, wie ihr Name entstanden ist und was er zu bedeuten hat. Dazu gibt es ein Small-Talk-Futter rund um die Band-Historie. Heute: The Adventures of Dandy Hotz aus Freiburg.

Bandname:

The Adventures of Dandy Hotz

Wie ist euer Bandname entstanden?


Bezaubernde Prinzessinen, goldene Bälle in tiefen Tümpeln, feurige Küsse, dahergelaufenen Menschensöhne und eine jahrhundertealte Froschdynastie, gegründet von einem mächtigen Froschkönig – manchmal ist uns die Ahnengeschichte von Dandy Hotz selbst nicht so ganz geheuer.

Wichtig ist, dass Dandy Hotz, Detective Beatfrog ihres Vertrauens, inzwischen selbst ein betagter Nachfahre dieses Froschkönigs ist. Dandy war jahrelang als freischaffender Detektiv und Kommissar tätig. Jetzt, da er in Ruhestand geht, will er aus dem Nähkästchen plaudern. Du fragst Dich, wie er das macht? Dandy Hotz erzählt in der Sprache der Musik. Er spricht mit den Buchstaben des Beats. Er kommuniziert durch den Zauber der Melodie! (oder so ähnlich).

Jetzt mal im Ernst: Wie ist euer Bandname entstanden?

Na gut. Dandy Hotz ist eine Zusammenverkreuzstückelung der beiden Namen unserer Gründungsmitglieder Daniel Heitz (gestatten, Laptopartist und Trommelfrosch, 26) und Andy Horn (24, Gitarrensänger). Mittlerweile ist Dandy Hotz gewachsen. Mit von der Partie sind Benjamin Ostendorf (25, Bass, Geige, Backvocals) und Christoph Wille (25) an der Ziehharmonika.

Wie ist Eure Band entstanden?

Trommler Daniel und Sänger Andy haben vor Jahren in einer Schüler-Rockband namens "Lunatic Fringe" und später zusammen mit Schifferpianist Christoph in der Nu-Metal-Combo Roar Ride gespielt. Bassist Benni spielte später viele Jahre mit Andy in der Indie-Rockband "Coast".

Unsere aktuelles Album trägt den reißerischen Namen: „The Adventures of Dandy Hotz: The Melody-Mafia“.

Es ist aufgemacht wie ein schlechter Paperback-Krimi, hat die Form eines quadratischen, zerfledderten Buches und tut so, als erzähle es eine komplette Krimi-Geschichte. Den vollständigen Plot dieser Geschichte soll sich unsere Hörerschaft jedoch aus unterschiedlichen Quellen selbst zusammensetzen. Da wären einmal unsere Konzerte, bei denen Dandy Hotz regelmäßig Anrufe bekommt und neues aus „Willy’s Keller“, dem Tatort des Krimis, erhält. Zum anderen verbergen sich Informationen in unseren Texten, im CD-Booklet, auf diversen Onlineportalen und in kommenden Musikvideos. Super wäre wenn man – je mehr man sich mit Dandy Hotz beschäftigt – langsam ein Idee von der Story erhält. Das alles wie immer: Ganz ohne Stress.

Und klar: „The Melody-Mafia“ ist ein Fortsetzungsroman! Das nächste Album ist in der Pipeline. Wir wünschen auch in der kommenden Runde viel Spaß mit unserem Krimi: „The Adventures of Dandy Hotz: Mean Minister tries to steal the world!“

Da wir alle Dandy Hotz sind, müssen wir alle ein Frosch sein. Deshalb tragen wir zu Beginn unserer Konzerte oft die Froschmasken.



Namen, Alter, Herkunft und Instrumente der Bandmitglieder:

Dandy Hotz ist gute 56 Jahre alt, spielt den Beat und kommt aus dem Land der Frösche. Für ernstgemeinte Informationen siehe oben.

Wann gegründet:

The Adventures of Dandy Hotz gibt es seit einem guten Jahr.

Proberaum:

Wir proben im Kulturhaus L6 von Multicore zusammen mit Skydive Naked.

Denkwürdigste, Spannendste, aufregendste Gigs:

Der bislang coolste Gig war sicherlich Mitte Juli im White Rabbit. Wir hatten eine volle Bude, tighten Sound und jede Menge gute Laune an Bord. Die Aftershowparty mit dem Live-DJ-Duo Ponyrony verwandelte sich nach kurzweiligen, tanzbaren Lounge-/House-Sets mit zunehmender Uhrzeit mehr und mehr zu einer offenen Bühne mit Congas, Live-VJing, Gesang und Elektrobeats... Auch gut war das Froschkonzert in der Mensa-Bar mit Morningboy und in der Freiburg-Bar mit Stewie’s Nipple.

Vorbilder & Idole?

Da gäbe es sicherlich viele. Wir sind musikalisch allesamt ziemlich offen. Wahrscheinlich könnte man Metric oder Super700 nennen, Bands eben, die normales Songwriting elektroakustisch umsetzen. Incubus ist eine Band, die uns allen ziemlich wichtig ist.

Stilrichtung:

Elektroakustik.

Uns ist klar: Dieses Wort definiert jeder anders. Bei uns bedeutet es: Elektronische Beats mit akustischer Gitarre, Bass und Drums. Die Songstrukturen sind eher gewöhnlich: Dreiminutenlieder mit Strophen und Refrains!

Wir arbeiten viel mit eigenen Samples. Beispielsweise haben wir im Intro von „Flowers from Fleurop“ das hohe, charakteristische Quietschen der Freiburger Straßenbahn gesampelt.

Noch sind wir nicht in der Lage, die oft ziemlich vielschichtigen Instrumentationen unserer Beats komplett live zu spielen. Es gibt deshalb – wie beim HipHop - eine Art backing track, der unsere Live-Instrumentation unterstützt. Mit echtem Schlagzeug, Akustik-Gitarre, Gesang und E-Bass, Keyboards und Trommel-Pads rockt die Sache trotzdem auch live ganz gut! Außerdem arbeiten wir mit Video-Präsentationen, die die melodiösen Tracks visuell unterstützen sollen.

Für alle, die noch nicht dabei waren: Wir haben ein weiteres Entertainment-Schmankerl im Programm: Für ein russisch anmutendes Schunkel-Lied haben wir verschiedene Töne aus einer WG am Martinstor gesampelt und unser eigenes Schlagzeug-Kit gebastelt. Die Klotür wurde auf diese Weise zur Bass-Drum, ein Türschloss zur Snare. Ein Schlüsselbund ergibt eine Art Hi-Hat, der Duschvorhang und die Rasierschaumdose geben ein perkussives Zischen von sich. Wir haben diese Wohnungsteile dabei gleichzeitig gefilmt. Wenn unser Trommler nun auf sein Trommelpad schlägt, sieht man auf der Leinwand, wie sich zu einem krachenden Geräusch die Klotür schließt. Auf YouTubekönnt ihr euch das ganze mal zu Gemüte zu führen:



Nächste Konzerte:

Unser Trommler, Mr. Daniel Heitz, wird sich kommende Woche für 4 Monate nach Kasachstan verabschieden. Er macht dort ein Entwicklungshilfeprojekt als Grafikdesigner.

In dieser Zeit wird sich Dandy Hotz verstärkt auf die Produktion des neuen Albums konzentrieren. Das lief bei uns auch das letzte Mal schon zu großen Teilen via Internet und Serversynchronisation. Es bleibt also zu hoffen, dass Daniel in Kasachstan eine Flatrate organisieren kann, um drückende, kasachische Beats im Rohstoffhandel mit Deutschland gegen warme Gitarrenklänge und Gesang aus dem Hause Horn/Ostendorf zu tauschen.

Im Dezember stehen dann die nächsten Konzerte an!

Was steht sonst aktuell gerade an?

Wir verschenken unsere aktuelle Scheibe: „The Melody-Mafia“! Bei Interesse: Auf unserer Websitekannst du drei deiner Freunde von unserer Aktion erzählen. Sie erhalten eine Email, in der sie aufgefordert werden, auch ihrerseits drei weiteren Freunden bescheid zu sagen. Der Clou: Sobald der erste deiner Freunde weitergeschickt hat, bekommst du einen Link, mit dem du das Album gratis herunterladen kannst!

Wir versprechen uns davon, die CD auf diese Weise um die ganze Welt zu schicken! Und so, wie es aussieht, klappt das auch ganz gut. Die sechs Songs werden täglich mehrfach heruntergeladen! Probier’s doch mal aus, es ist total einfach!

Internet:

Website& MySpace& Regioactive& Facebook& Sonicbirds& Twitter& blip.fm & YouTube



The Adventures of Dandy Hotz - Live at Freiburg Bar

Quelle: YouTube

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