Badische-Band-Namenskunde (62): Kate on Crack

fudder-Redaktion

Warum heißen Bands aus der Regio so, wie sie heißen? Wir fragen regelmäßig eine Band, wie ihr Name entstanden ist und was er zu bedeuten hat. Dazu gibt es Small-Talk-Futter rund um die Band-Historie. Heute: Kate on Crack aus Freiburg.


Band:
Kate on Crack

Wie ist euer Bandname entstanden?

Der war das Resultat einer langen und intensiv geführten Namenschlacht von Wolle und unserem Bassisten. Dabei wurden sich dann die unterschiedlichsten Kombinationen und Hintergrundgeschichten ausgedacht.


Irgendwann meinte Radek, dass die Kate angeblich Crack rauchen würde und dass man da mal drauf hinweisen sollte. Da stellte sich auch gleich die Frage, wer die Kate denn nun eigentlich ist. Momentan ist sie die Frau, die unser Cover des bald erscheinenden Albums schmückt. Eine Frau, die von einem Vampir gebissen wird, die aber in Wirklichkeit von Charles Manson umgebracht wurde. Ganz schön tragischer Verlust in Anbetracht ihrer Schönheit……

Na ja, die Geschichte über die Entstehung des Namens ist zugegebenermaßen wenig spektakulär, aber wir fanden, dass der Name zu unserer Musik passt, obwohl Crack mit das beschissenste Rauschmittel ist, das ich mir vorstellen kann!

Wie ist eure Band entstanden?

Wolle und Radek waren schon länger befreundet. Radek zupfte Bass und Wolle spielte Schlagzeug bei einer Stoner-Rockband. Die Band löste sich auf, weil einer der Gitarristen weggezogen ist. Das war der Zeitpunkt als ich, Thomas, ins Spiel kam.

Obwohl ich bei Sepia, einer Indie-Band aus Basel, singe und Gitarre spiele, wollte ich in einem zweiten Projekt tätig sein; in einer Band spielen, die ihren Proberaum sozusagen vor meiner Haustüre hat. Und wie es eben so läuft, lief uns eines Abends der Lex über den Weg.

Wir wussten, dass er Schlagzeug spielt und gerade keine Band am laufen hatte. Wolle wechselte vom Schlagzeug zum Mikro, und so war „Kate on Crack“ geboren. Uns wurde ziemlich bald bewusst, dass wir ein ernsthaftes Fass Rock 'n' Roll geöffnet haben, in dem jede Menge Potential steckt.

So spielten wir bereits drei Monate nach unserer Entstehung die ersten Gigs. Sechs Monate danach gingen wir ins Studio und nahmen unsere Debut-LP auf. Es ging alles sehr schnell.

Name, Alter, Herkunft und Instrumente der Mitglieder:
  • Wolle Strodel, 32, Ravensburg, Gesang
  • Radek Stecki, 32, Warschau - PL, Bass
  • Lex Kovats, 30, Sibiu - RO, Schlagzeug
  • Thomas Betschart, 28, Basel - CH, Gitarre & Gesang
Wann gegründet? Januar 2008

Proberaum: Ein im Winter eiskalter, im Sommer überhitzter Lagerraum.



Denkwürdigste, spannendste, aufregendste Gigs?

Der denkwürdigste Gig war wohl jener im Café Atlantik, als wir mit den Soho-Dolls und den Fleshtones spielten. Es war unser erster öffentlicher Aufritt und Wolle war so nervös, dass er sieben große Bier(!) vor dem Konzert getrunken hatte.

Der Sänger der Fleshtones animierte ihn dazu mit dem vermeintlich gut gemeinten Statement: „Just have fun! It`s fuckin rock'n'roll“. Im Nachhinein ist das natürlich eine lustige Geschichte. Aber da wir alle nicht mitbekommen haben, dass er sich betrunken hatte, waren wir natürlich überrascht, ihn so auf der Bühne zu sehen. Er verhielt sich plötzlich total ungewohnt und verpasste teilweise seine Einsätze. Trotzdem ging das Konzert einigermaßen glimpflich über die Bühne.


Vorbilder & Idole?

Wir kommen alle aus Musikrichtungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Lex für seinen Teil liebt Metal. Ich glaub, er hat mal zwei Jahre am Stück ausschließlich Metallica gehört. Radek mag Stoner-Rock, hört sich aber auch mal gerne die alten Scheiben von Bruce Springsteen an. Bei Wolle ist es schwer zu sagen, wer seine Vorbilder sind. Dafür hört er einfach zu viel Musik aus den unterschiedlichsten Genres. Er hat aber meiner Meinung nach eine versteckte Vorliebe für amerikanische Interpreten. Ich bin ein klarer Verfechter der europäischen Indie-Musik. Ich denke, dass diese Einflüsse alle subtil auf unsere Musik einwirken.



Stilrichtung: Indie-Punk-Rock... hmm...schwierig zu sagen. Auf jeden Fall steckt noch 'ne gewaltige Portion Rock n' Roll drin.

Was steht sonst noch aktuell gerade an?

Wir haben soeben unser fertiges Album erhalten, einen Video-Clip gedreht und werden nun nach einem Label mit Vertrieb suchen. Die Qualität der Platte sollte dies jedoch ohne weiteres ermöglichen. Ansonsten werden wir weiterhin munter neue Songs schreiben und Konzerte geben.

Internet


Website& MySpace

Video: Kate on Crack - No reggae

Quelle: YouTube

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Hörprobe