Badische Band-Namenkunde: Mamma Mammut

fudder-Redaktion

Warum heißen Bands aus der Region so, wie sie heißen? Wir fragen regelmäßig eine Band, wie ihr Name entstanden ist und was er zu bedeuten hat. Heute: Mamma Mammut, die um 21 Uhr im White Rabbit spielen.



Wie ist euer Bandname entstanden?

Er ist von einem Kinderbuch inspiriert. Lukas entdeckte während einer Mittagspause im Schlappen, als wir über mögliche Namen philosophierten, in der Neuen Zürcher Zeitung eine bebilderte Rezension über das in schweinchenrosa gehaltene Kinderbuch „Mammuts, Monster, Marsmenschen und meine kleine Schwester“.

Darin fragt Sohn Mammut seine Mamma zu Beginn, ob es Mammuts wirklich gäbe oder nicht, da sein Vater ihm erklärt hätte, dass es Mammuts in Wirklichkeit genauso wenig gäbe wie Monster, sondern nur in Geschichten. Schließlich nimmt Papa Mammut in Piggeldy-und-Frederick-Manier seinen Sohn an die Hand, um ihm den Unterschied zwischen Wirklichkeit und Fantasie zu erklären.

Eine großartig gezeichnete Reise voller Wortspiele und tollen Einfällen beginnt. Sie verfolgen einen Marsmenschen, der auf einem Schaf reitet, mit einem Mofa, in dessen Satteltasche ein kleines Monster sitzt und meckert, bis der Marsmensch samt Schafe in einer Suppenschüssel davonfliegt. Nun ist das kleine Monster traurig und bittet den Leser, ihm doch neue Schafe zu zeichnen.

Jedenfalls haben uns vor allem die großartigen Zeichnungen von Natalie Choux zu unserem Bandnamen inspiriert. Im Grunde ist er aber eine Hommage an unsere Mammas, die uns früher immer so toll vorgelesen haben.



Wie ist eure Band entstanden?

Mario: Lukas reagierte auf einen Aushang von mir am schwarzen Brett der Uni, obwohl ich nur nach einem Bassisten und einem Schlagzeuger suchte. Weil ihm aber der handgeschriebene Zettel so gut gefiel, rief er mich trotzdem an und fragte, ob ich auch einen Gitarristen suche. Später hingen wir den gleichen Zettel nochmal auf, weil wir die Idee hatten, einen Gitarrenband zu gründen, doch es meldete sich mit Michael ein Schlagzeuger.

Da das mit den Aushängen am Schwarzen Brett so überhaupt nicht klappte, fragte Lukas seinen Kommilitonen Fred – besser bekannt als DJ Fred Pferd – ob er einen Bassisten kenne. Tatsächlich wohnte in dessen WG Heinrich, der Monate zuvor unbekannterweise schonmal in Lukas' Zelt beim Southside übernachtete. Und dann kauften wir uns ein Kinderbuch.

Namen, Alter, Herkunft und Instrumente der Bandmitglieder:

Mario (*1979) – Stimme, Gitarre
Lukas (*1988) – Gitarre
Michael (*1978) – Schlagzeug
Heinrich (*1989) – Bass

Wann gegründet:

9. Februar 2012

Proberaum:

L6

Denkwürdigster, spannendster, aufregendster Gig:

Das war in der Erika Bar, kurz vor Weihnachten. Ein paar Freunde kamen, in der Ecke stand ein Weihnachtsbaum und wir tranken leckere Ingwer-Cocktails. Um das Publikum gleich am Anfang zu langweilen, eröffneten wir den Abend mit „Der langweiligste Mensch der Welt“, einem zähen Dialog mit einem Spieglein. Später spielten wir noch andere Lieder, tanzten und lachten zusammen.

Die heimelige Sofalandschaft in der Oberen Altstadt war genau der richtige Ort für unser erstes Stelldichein. Vieles stimmte einfach. Die Beleuchtung. Die Lieder. Die Ansagen. Die Stimme. Der Klang. Die Haltung. Der Applaus. Es war der schönste Auftritt, den wir je hatten. Allein dass der Ballonladen wegen Krankheit geschlossen hatte, trübte das Bühnenbild.



Vorbilder & Idole?

Das A-Team, Maradona, Charlie Brown, Tocotronic, Pearl Jam, Dalí, Homer Simpson, René Pollesch, Helge Schneider – aber vor allem das A-Team.

Stilrichtung:

Indie

Nächste Konzerte:

7. März 2013, 21 Uhr, Wheit Rabbit - zusammen mit Poetry Slammerin Anna Kirchberg und DJ Fred Pferd (Beatgalopp durch die Weiten der Alternativ-, Indietronic- und Rockprärie)

6. April 2013 im Hofcafé Corosol

20. April 2013 beim „Polterbattle“ im Jugendhaus, Bad Wildbad



Was steht sonst aktuell gerade an?

Wir werden uns Ende April im wunderschönen Liquidstudio einfinden, das ja im großartigen Slow Club wohnt, um ein paar unserer Stücke von einem Könner mitschneiden zu lassen. Außerdem arbeiten wir gerade an einem Lied über Blender.

Internet:

   

Mamma Mammut "Sommerkleid" (live in der Erika am 18.12.2012)

Quelle: YouTube


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