Azubister: Kann man auf Facebook einen Ausbildungsplatz finden?

Christoph Müller-Stoffels

Azubister.net, nach eigenen Angaben das führende unabhängige Portal für Ausbildungsplätze, wagt den Schritt in Facebook, das größte soziale Netzwerk der Welt. Eine neue Anwendung soll dafür sorgen, das Auffinden freier Lehrstellen einfacher und zielgerichteter zu gestalten.

„Wir wollen Schülern die Suche nach einer Ausbildung zu jeder Zeit an jedem Ort ermöglichen. Da spielen soziale Netzwerke wie Facebook eine entscheidende Rolle“, sagt Andreas Diehl, Gründer und Geschäftsführer von Azubister.


Eine gute Idee. Schade nur, dass das das Ausbildungsplatzangebot bei Azubister noch recht dürftig ist. Die Suche nach freien Ausbildungsplätzen für Freiburg und im Umkreis von 50 Kilometern  bringt nur drei Ergebnisse, zwei in Wehr, eines in Bad Säckingen. Dass ausschließlich Plätze für Industriemechaniker und Mechatroniker angeboten werden, erscheint ein bisschen wenig für die Region.



Ein Blick in andere Portale wie Jumpforward.de oder die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeitbelegen dann auch, dass die Auswahl an anderen Stellen  im Netz größer ist, als sie von Azubisters Facebook-Applikation dargestellt wird. Vom Bürokaufmann über den Bäcker bis zum Altenpfleger ist alles vorhanden.

Der Mangel an Angeboten bei Azubister könnte darauf zurückzuführen sein, dass viele Unternehmen noch nicht um die Bedeutung von sozialen Netzwerken wissen. „Als Ausbildungsbetrieb muss ich mich heute beim Schüler bewerben“, erklärt Diehl. „Die Präsentation auf Facebook verleiht dem Betrieb ein modernes Image und rückt das Unternehmen in die Wahrnehmung der Schüler.“ Die Betriebe scheinen das allerdings noch nicht erkannt zu haben.

Mehr dazu:

    [Bild 1: dpa]