Aye Aye, Piraten!

Carolin Buchheim

Die Foto-Sharing Website flickr trägt heute eine Totenkopf-Fahne auf dem Logo, und bei Twitter häufen sich seit Stunden die "Shiver me timbers!"-Postings: Heute ist International Talk like a Pirate-Day, heiligster Tag des Jahres für Anhänger des Fliegenden Spaghetti-Monsters.



Der International Talk like a Pirate Day startete 1995 als privater Gag der Freunde John Baur and Mark Summers (siehe Bild oben). Im Jahr 2002 widmete der Kolumnist Dave Berry dem Tag eine seiner Kolummnen; seitdem erfreut sich der Pirate Day nicht nur bei Pastafarians, sondern auch bei sonsitgen Geeks steigender Beliebheit und wird auf diversen Websites zelebriert.


Zur Feier des Tages wurde auf flickr.com prompt Explore, Showcase der beliebtesten Flickr-Bildern, gekapert. Heute werden nur Bilder, die Piraten mögen würden, zu finden sein, und auch auf anderen Websites sollten heute überdurchschnittlich viele Piraten anzutreffen sein.

Und wie redet man denn eigentlich wie ein Pirat?

Einige Grundregeln, die sich eigentlich auf die englische Sprache beziehen, aber problemlos auch kreativ in Deutsch umgesetzt werden können:
  • Der Buchstabe R sollte beliebig lang gerollt werden;
  • Adjektive gehören grundsätzlich gedoppelt, Übertreibungen sind willkommen;
  • Die Buchstaben N und V hingegen können ausgelassen werden;
  • Nasales Sprechen ist zu bevorzugen;
  • Es gibt keine Zeit außer dem Präsens;
  • Sätze sollten mit "Arrrrgh!" oder "Aye!" aufgewertet werden; und
  • Eine hohe Schimpfwort- und Fluch-Frequenz ist erwünscht.

Wem das spontan schwerfällt, der kann sich auch Sätze berühmter Klischee-Piraten borgen: Jack Sparrow aus "Fluch der Karibik", Captain Hook aus "Peter Pan" und Long John Silver aus Stevensons "Schatzinsel" sind die idealen Vorbilder.

"Aye, kapierrrrrrrrrt Männerrrrr? Sonst geht es ab über die Planke, ihr verfluchten Lausesäcke!" "Aye, aye, Captain!"



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