Autonomen-Demo entpuppt sich als Bluff

Markus Hofmann

Viel Polizei in der Freiburger Innenstadt (unser Foto stammt vom 17.12.) - aber weit und breit keine Demonstranten. Die für den gestrigen Samstag angekündigte Aktion "Proletarisch einkaufen" hat nicht stattgefunden. Dafür wird auf der Seite der Freiburger Antifa bereits der nächste Aktionstermin im Netz publiziert: Samstag, 30. Dezember. Es ist nicht auszuschließen, dass die Polizei - und die Steuerzahler, die solche Polizeieinsätze bezahlen - an der Nase herum geführt werden sollen.

Unter der Überschrift "Gegen das Recht auf Eigentum" ist auf der Antifa-Seite zu lesen:

"Schlechte Neuigkeiten für alle Freundinnen und Freunde des proletarischen Einkaufs: Ganz Freiburg ist von hysterischen Bullen besetzt! Deshalb mussten die für heute angekündigten Aktionen in der Innenstadt leider um eine Woche auf Samstag, den 30. Dezember, um 13 Uhr verschoben werden. Aber es gibt auch gute Neuigkeiten: Samstags vor Weihnachten gehört Vati wie jedes Jahr uns. Schluss mit der Verschwendung unserer Mehrwertsteuergelder!"

Bereits im Vorfeld war in der autonomen Szene zu hören, dass nicht auszuschließen sei, dass am Samstag gar keine Aktionen stattfänden. Ein geplanter Bluff also? Für diese These spricht auch die hämische Berichterstattung der linksalternativen Online-Plattform Indymedia, die das große Polizeiaufgebot als "Demo der Bündnis-Grünen" bezeichnete.