Auswärtsfahrt nach Kaiserslautern: Unglücklich auf dem Betzenberg

Hannah Allgaier

Ein Last-Minute-Tor war Schuld! Sonst hätte der SC gegen Kaiserslautern zumindest einen Punkte geholt. fudder-Mitarbeiterin Hannah hat für uns den Betzenberg bestiegen, dabei die SC-Fans beobachtet und findet, dass die Niederlage nicht hätte sein müssen.



Es geht ein Raunen durch den Gästeblock des Fritz-Walter-Stadions in Kaiserslautern. In der 92. Minute steht der Lauterner Stürmer Erwin Hoffer vor dem Freiburger Tor und versenkt den Ball im Netz. Fassungslosigkeit, Geschimpfe und vorzeitiges Verlassen des Freiburger Blocks - das alles schießt einem gleichzeitig in den Kopf.

Ist dem SC in der Hinrunde nicht zweimal selber ein Last-Minute-Tor gelungen? Gegen Hoffenheim und Frankfurt? Warum zeigen sie jetzt genau das Gegenteil von dem, was sie damals zeigten?

Der Tag beginnt eigentlich nicht schlecht. Um 9 Uhr versammeln sich geschätzte fünfhundert SC-Fans am Freiburger Hauptbahnhof. Die Bierkästen, badischen Fahnen und Schals dürfen natürlich nicht fehlen; Vorfreude auf einen erfolgreichen Tag auf dem Betzenberg macht sich breit - hoffentlich mit einem Happy End für uns.



Auch die überfüllten Züge nach Kaiserslautern drücken die Stimmung nicht. Warum die Deutsche Bahn keine Entlastungszüge einsetzt, bleibt jedoch vielen Fans schleierhaft. Nachdem wir gefühlte hundertmal umgestiegen sind, erreichen wir gegen 12:30 Uhr endlich Kaiserslautern. Hübsch sieht anders aus, aber wahrscheinlich sind wir durch das schöne Freiburg einfach nur verwöhnt.

Die Polizei geleitet die mitgereisten Fans hoch auf den Betzenberg, der nicht umsonst BetzenBERG heißt, und so kommen die Fans schon nach wenigen Minuten ins Schwitzen. „Man wie lange geht’s hier denn noch bergauf?“ Schlimmer dran sind allerdings die Polizisten, die den Berg in ihren dicken Uniformen ebenfalls hoch müssen.



Dann sind wir endlich da und stellen fest: Gegen unser überschauliches Dreisam Stadion kommt einem das Fritz-Walter-Stadion bedrohlich groß vor. 2006 wurde es als Spielstadion bei der WM eingesetzt, und gegen den SC finden 41.000 Fußballfans den Weg ins Stadion.

Über das Spiel selbst gibt es nicht viel zu berichten. Alles fängt so wunderbar an. Tolle Stimmung, super Fangesänge und ein Eigentor von Kaiserslautern in der 21. Minute. So kann es weitergehen - doch leider geht dann gar nichts weiter. In der Freiburger Offensive kommt kein Ball an. Und sind unsere Jungs mal in Strafraumnähe, verspielen sie den Ball leichtfertigt. Auch unser Top-Stürmer Cissé bringt die ersehnten Tore nicht. Und so kommt es wie es kommen muss: Ausgleich in der 34. Minute; Last-Minute-Tor in der 92. Minute. Spiel verloren: So einfach verschenkt man einen Punkt.

Seit sich Freiburg die magische 40-Punkte-Grenze gesetzt hat, läuft's nicht mehr so rund. Schade, hat die Mannschaft doch in der Hinrunde gezeigt, dass sie es drauf hat! Vielleicht gewinnen wir ja nächstes Wochenende gegen den Rekordmeister Bayern München. Dann wird niemand mehr von diesem verlorenen Pünktchen sprechen. Und dazu wäre der SC eigentlich in der Lage. Warten wir's ab!



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