Ausländerquote in der Musikarena: Betreiber rudert zurück

Carolin Buchheim

Noch am Freitag war auf der Website der Funpark-Nachfolge-Disko Musikarena A5 zu lesen, dass die Betreiber planen "nur einem gewissen Prozentsatz an Ausländern" den Einlass zu gewähren. Dieser Satz wurde mittlerweile entfernt. Das Amt für öffentliche Ordnung prüft einen Verstoß gegen das Antidiskriminierungsgesetz.



Noch hat das Amt keine Konzession an die Musikarena vergeben. Gegenüber der Badischen Zeitung sagte Rathaus-Sprecherin Edith Lamersdorf am Freitag, dass die von den Betreibern geplante Ausländerquote weder mit dem Antidiskriminierungsgesetz noch mit dem Zugangsrecht für Gaststätten vereinbar sei. Für die kommenden Woche war bereits ein Termin mit den Betreibern angesetzt, an dem man nun auch diesen Sachverhalt besprechen werde.


"Das geht so nicht", sagte Michel Moos, Stadtrat und Spezialist für Diskriminierungsfragen am Freitag gegenüber der BZ. Eine Ausländerquote dürfe nicht geduldet werden; Stattdessen solle der Betreiber nach qualifiziertem Personal für die Tür suchen.

Seit Freitag ist der Satz über die Ausländerquote von der Website der Disko verschwunden, auch wenn weiterhin von Ausländern die Rede ist.

"Die Musikarena A5 ist keineswegs ausländerfeindlich.  Da es aber in der Vergangenheit -bei dem früheren Betreiber - des öfteren Auseinandersetzungen mit Ausländern gegeben haben soll, werden wir am Abend besonders darauf achten, dass keine Gruppierungen, die durch ihr Auftreten bereits Gewaltbereitschaft vermuten lassen, Eintritt erhalten."

Die Ausführungen zur Clubkarte, durch die laut "Einlaßkriterien" Ausländern der Einlass garantiert werden soll, sind ebenfalls ergänzt worden:

"dieselben Maßstäbe gelten übrigens auch für nicht Ausländer."

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