Aus für die legendäre Nachbarschaftskneipe: Gundi ist weg

Benedikt Nabben

Wo ist Gundi? Das Türschild der legendären Kneipe in der Merianstraße ist verschwunden, Arbeiter renovieren die Räume latustark. Nichts erinnert mehr an die Eckkneipe, deren Wirtin Hildegund Dörflinger sich gegen Gentrifizierung wehrte, indem sie Hipster herauswarf.

"Da ist schon seit einer Weile nichts mehr", sagt ein Paar, das in der Nachbarschaft lebt. In den Räumen von "Bei Gundi" sind grundlegende Renovierungsarbeiten im Gange, die Nachbarschaftskneipe erinnert an einen Rohbau.


"Ich musste da raus", sagt die ehemalige Betreiberin Hildegund Döfrlinger. "Ich hätte gerne weitergemacht." Nach ihren Angaben war ihr gekündigt worden, weil ein Mieter im Haus mehr Platzbedarf hätte. Seit vier Wochen ist ihr Lokal nun geschlossen. "Meine Stammgäste sind völlig geschockt und unzufrieden", sagt die Wirtin.

Ob es weiter geht, ist noch unklar. "Wir hoffen alle, dass es 'Bei Gundi' bald wieder gibt", sagt Hildegund Döflinger. "Wir sind an einer neuen Lokalität dran, aber gerade stockt es." Noch vor einigen Wochen hatte Gundi - wie so oft - Kneipenbesucher im Hipsteralter der Tür verwiesen. In den vergangenen Monaten hatte es verstärkt Konzerte in der kleinen Kneipe gegeben.



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[Danke an fudder-User David für den Hinweis; Bild 1: Benedikt Nabben, Bild 2: Carolin Buchheim]