Auf den Festakt folgt Studentenprotest

Christian Deker

Morgen findet ab 12 Uhr auf der Wiwili-Brücke eine Demonstration gegen die aktuelle Hochschulpolitik statt. Der vom u-asta organisierte Protest soll sich für mehr Mitsprache, gegen Studiengebühren und deren Missbrauch aussprechen. In Anspielung auf die parallel stattfindenden Feierlichkeiten zum Uni-Jubiläum ist das Motto der Demo: "Wir haben nichts zu feiern!".

"Wir wollen den geladenen Gästen zeigen, dass nicht alles so harmonisch und toll ist, wie Schavan und Jäger das am Samstag darstellen werden“, sagt Hermann J. Schmeh vom u-asta gegenüber fudder.


In der Kritik stehen die Hochschulpolitik und die Universität – und das in drei Punkten: Zum einen gebe es seit 30 Jahren keine echte Mitsprache von Studierenden an der Universität. Die Verfasste Studierendenschaft sei nach wie vor verboten.

Zum anderen sei nach Einführung der Studiengebühren die Anzahl der eingeschriebenen Studierenden um 1144 eingebrochen. Das sei ein Zeichen dafür, wie sozial ungerecht die Gebühren seien.

Und schließlich kritisieren die Protestler den "Missbrauch der Studiengebühren". Mehrere Millionen Euro der Gebühren seien an der Universität Freiburg in die Forschung oder zur Entlastung des Landeshaushaltes umgeschichtet worden.

Dass die Organisatoren die Demo zeitlich genau auf das Ende des Festaktes gelegt haben, ist kein Zufall. „Natürlich freuen wir uns auch, dass die Uni 550 Jahre alt wird. Aber das kann nicht dazu führen, dass man kritische Dinge ausblendet“, sagt Hermann J. Schmeh vom u-asta.

Nach einer Kundgebung auf der Wiwili-Brücke (der blauen Brücke am Konzerthaus) um 12 Uhr soll es einen kleinen Rundweg durch die Innenstadt geben. Im Anschluss daran ist wieder eine kurze Abschlusskundgebung auf der blauen Brücke geplant.

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Informationen zur Demo: u-asta