Auf dem Platz der Alten Synagoge fand eine Kundgebung gegen Studiengebühren statt

Felix Klingel

Seit genau einem Jahr gibt es die Studiengebühren für Nicht-EU-Bürger und das Zweitstudium. Für die Studierendenvertretungen kein Grund zur Freude: Rund 100 Leute versammelten sich, um gegen die Gebühren zu demonstrieren.

Auf dem Platz der Alten Synagoge fand am Donnerstag eine Kundgebung gegen die Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer und das Zweitstudium statt. Vor einem Jahr hatte das Wissenschaftsministerium beschlossen, die Gebühren einzuführen. 1.500 Euro kostet das Studium pro Semester für Nicht-EU-Bürger seitdem. Wer ein Zweitstudium beginnt zahlt 650 Euro im Semester.


Die Kundgebung wurde von den Studierendenvertretungen der Freiburger Hochschulen organisiert. "Anstatt in Zeiten strudelnder Steuereinnahmen für eine solide Finanzierung der Hochschulen zu sorgen, wird an jeder Ecke gespart", sagt Leon Grünig von der Studierendenvertretung der Uni. Die eingenommenen Studiengebühren würden fast nur zur Konsolidierung der Staatskasse genutzt werden und nicht für die Lehre.

Die Musikhochschule ist von den Gebühren besonders betroffen

Annika Spegg vom Asta der Musikhochschule wies außerdem darauf hin, dass durch die Gebühren ausländische Studierende der Musikhochschule fernbleiben und darunter das Renommee leide. Die Musikhochschule sei besonders von den Gebühren betroffen, da hier fast 40 Prozent der Studierenden aus dem Ausland kommen. Außerdem, so Spegg, sei auch für die anderen Studierenden ein Zweitstudium oft notwendig, um einen Job zu bekommen: "Es gibt viele Leute, die zwei Abschlüsse gleichzeitig machen. Wer Instrumentalist ist, wird nebenbei noch Pädagoge oder Musikwissenschaftler, um seine Chancen zu verbessern".

Mehr zum Thema: