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Südbadischer Künstler richtet Pistole auf Ratte - und jeder kann per Mausklick abdrücken

Auf seiner Webseite werden Besucher am 25. März eine echte Ratte erschießen können, bis dahin läuft ein Countdown und man kann dem Tier im Livestream zusehen. Der Künstler Florian Mehnert will so gegen den Einsatz von Drohnen protestieren - und hat bereits eine Morddrohung erhalten. Ein Interview:



Auf Ihrer Webseite werden Besucher am 25. März eine Ratte erschießen können. Wie genau läuft das Experiment "11 Tage" ab?


Florian Mehnert: Am Samstag beginnt ein Countdown – von elf Tagen. Innerhalb dieser Zeit haben wir die Möglichkeit der Diskussion und Auseinandersetzung. Aktuell kann man die Ratte auf einem Livestream-Bild sehen, sich auch einloggen und eine Waffe bewegen, auf der eine Kamera positioniert ist. Noch ist sie nicht scharfgeschaltet, aber am 25. März um 19 Uhr endet der Countdown – dann ist die Waffe einsetzbar. Dann wird die Möglichkeit bestehen, sie über das Internet auszulösen.

Was bezwecken Sie damit?


Ich will auf eine extreme Folge der Überwachung aufmerksam machen: Mit den Daten, die man durch die Überwachung von Menschen anfertigt, kann man durch Drohnen gezielt töten. Das geschieht bereits. In Deutschland werden Drohnenpiloten trainiert, von deutschem Boden aus fliegen die Amerikaner Drohnen im Jemen, in Waziristan und in Syrien. Da sterben Zivilisten, denn man vertut sich auch mal – aber das finden die Leute dann in Ordnung. Bei der Ratte dagegen sind sie hochgradig empört! Die Differenzierung findet nicht statt.

Welche Reaktionen hat das Experiment bislang hervorgerufen?


Ich bin der Übeltäter, die Zuschriften sind empört und beleidigend. Auch eine Morddrohung ist darunter. Das Projekt richtet sich aber genau an diese Empörten: Sie reflektieren nicht, sie können nicht dahinter schauen. Sie schreiben, die Ratte zu töten sei doch keine Kunst. Das stimmt, das ist auch keine Kunst – aber darum geht es auch nicht! Nicht das Rattentöten ist die Kunst, nicht die technische Vorrichtung, nicht die weiße Kiste und auch nicht die Waffe. Die Kunst ist das Experiment – die Gedankenwelt, die sich dabei abspielt!

Glauben Sie, dass die Ratte am Ende sterben wird?


Das weiß ich nicht. Ich will ja nicht, dass jemand schießt – ich schieße nicht! Die Wahrheit ist aber: Die Wahrscheinlichkeit, dass Leute schießen, ist sehr groß. Ich habe eine Umfrage auf der Webseite, bei der man abstimmen kann, ob die Ratte am Leben bleiben soll. Man kann auswählen – zwischen "ja", "nein" und "egal". Da gibt es eine Menge Leute, die "nein" angeklickt haben – sie würden also schießen.



Warum sind es so viele?


Das liegt an der Natur des Menschen – so ist er, wenn er nicht reflektiert. Er traut sich gerade aus der Anonymität heraus viel. In seiner Grundhaltung ist er sehr tötungswillig und aggressionsbereit.

Wo haben Sie die Ratte denn her?


Das ist irrelevant. Es ist eine namenlose Laborratte.

Drohnenangriffe geschehen zumindest im Namen eines größeren Zieles. Wäre der Tod der Ratte aber nicht vollkommen sinnlos?


Krieg im Namen größerer Ziele zu führen ist immer vollkommen unsinnig, genauso gezielt Menschen zu töten – auch wenn sie vielleicht terroristische Ambitionen haben. Es ist immer unsinnig, auf Aggressivität mit weiterer Aggressivität zu antworten. Solange wir an diesem Punkt sind, ist jede Diskussion über Krieg an sich schon sinnlos.

Sie handelten sich schon in der Vergangenheit eine Anzeige ein, weil Sie für ein Kunstprojekt Mikrofone im Wald aufgehängt hatten, um Spaziergänger abzuhören. Was kann Ihnen diesmal passieren?


Ich habe natürlich juristischen Beistand, grundsätzlich ist es aber immer schwierig, auf rechtliche Hintergründe einzugehen – sie lenken vom eigentlichen Thema ab und das führt nirgendwohin. Das Ziel der Diskussion sollte sein: Wollen wir als mündige Bürger endlich mal aufstehen und sagen: "Nein, wir wollen keine Drohnen"? Aber das interessiert bei den ganzen Zuschriften jetzt offenbar die wenigsten. Diese Menschen interessiert, ob ein aggressiver Gamer in elf Tagen diese Ratte erschießt oder nicht.



Zur Person

Im Herbst 2013 sorgte der südbadische Künstler Florian Mehnert für Furore: Er hängte Mikrofone im Wald auf, manchmal auch nur winzige Wanzen, und zeichnete die Gespräche von Spaziergängern auf. Am Ende veröffentlichte Mehnert die Aufnahmen im Internet. Damit wollte er auf die Problematik der Überwachung aufmerksam machen – und die Reaktion der Öffentlichkeit darauf. Im vergangenen Jahr fertigte der 45-Jährige dann eine umstrittene Videoinstallation an: Er zeigte die Aufnahmen gehackter Smartphones.




[Fotos: Florian Mehnert/privat]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 31
Freitag, 13.03.15 14:47
 

Meine Einschätzung:
Nach Ablauf der Frist wird die Ratte eine Lebenserwartung von etwa zehn Sekunden haben.
Wenn es auch noch eine App gibt, dann verkürzt sich das auf 2 Sekunden.

Gib Menschen die Möglichkeit, sich anonym (und vor allem konsequenzenlos) über Konventionen und Regeln hinwegzusetzen und der Anteil derer, die dieses Angebot gerne wahrnehmen werden wird meßbar sein, häufig auch weit über der "Schmerzgrenze" des für möglich Gehaltenen hinaus.
Was an diesem Gedankenspiel jetzt Kunst sein soll, erschließt sich mir damit nicht.
Klingt für mich eher wie Milgram fürs Internet.

Freitag, 13.03.15 16:56
 

Kann das nicht irgendwer stoppen???

1. Wieso tut man sowas
2. Das hat nach einer Woche eh jeder vergessen

Wieso ist die Welt überhaupt so grausam???

Freitag, 13.03.15 16:58
 

was ist denn im Gegenzug daran reflektiert eine Ratte eventuell zu töten, bzw. töten zu lassen?
die menschen die gegen das töten der ratte sind, sind unreflektiert und die anderen sind die reflektierten, weil ihnen sowohl die ratte als auch die Zivilisten in Syrien egal sind??
"namenlose laborratte" von einem unreflektierten möchtegernkünstler dem man den Tierschutz auf den hals hetzen sollte, mehr nicht!
armseelig!

Freitag, 13.03.15 17:13
 

Denke den sollte man Anzeigen. Das Impressum steht ja auf der Page. Einfach an die Onlinewache melden..... denke das mach ich gleich mal.

Freitag, 13.03.15 17:47
 

Schon mal jemand auf die Idee gekommen dass die Ratte in Wirklichkeit gar nicht getötet werden kann sondern diese Behauptung nur zur Aktion gehört ?

(Der Herr dürfte dann nämlich auch erhebliche Schwierigkeiten bekommen, einmal wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, zum anderen gegen das Waffengesetz !)

Ich würde mir tatsächlich die gleiche Energie seitens der Protestanten - sorry - Protestierenden (z.B.) gegen Totalüberwachung und Drohnen eingesetzt wünschen ...

PS. Vielleicht hätte er ein Moorhuhn nehmen sollen, das wäre gesellschaftlich eher akzeptiert ...
;-)


Biber hat den Kommentar am 13.03.2015 um 17:54 bearbeitet
Freitag, 13.03.15 18:52
 

So, zuständiges Veterinärsamt wurde informiert. Mal abgesehen von dem wahrscheinlichen Ausgang des Experiments ist das nämlich absolut keine artgerechte Haltung.

Freitag, 13.03.15 18:52
 

Erstaunlich: Der Artikel ist fast vier Stunden online und bereits vier von fünf Kommentatoren gelingt es in ihren Beiträgen, das Schicksal der Ratte in den Vordergrund zu stellen. Die Drohnenangriffe spielen überhaupt keine Rolle.

Offensichtlich ist solch eine Aktion nötig und sinnvoll, denn einige Einträge belegen anschaulich, dass die von ihm angesprochenen fehlende Differenzierung eine Rolle spielt.

Die Japaner entwickeln zur Zeit Roboter, die der menschlichen Motorik sehr nahe kommen sollen. Glaubt denn einer, das ferngesteuerte Töten endet bei den fliegenden Bomben? Die Vorstellung dessen, was noch möglich sein wird ist gruselig.

Freitag, 13.03.15 18:57
 

Ratten sind primär erstmal Schädlinge die die Nahrung von Menschen fressen und dank Übertragung von Krankheitskeimen infizieren können.
Natürlich ist eine Ratte auch ein Tier und genießt daher Schutz - aber ich glaube das es sich bei Ratten nicht um eine bedrohte Tierart handelt und jeder Mensch ausserhalb der europäischen Zivilisation ist sehr froh wenn es eine Ratte weniger gibt die ihm die Vorräte wegfressen kann.

Die Aktion ist eigenartig und ich denke mal der Künstler will mit der Diskussion ob seiner Aktion ein Mehr an Aufmerksamkeit erzielen.

Freitag, 13.03.15 19:15
 

Für mehr als die arme Ratte in Müllheim reicht euer Facebook-Horizont wohl nicht mehr. Hauptsache, der Koltanknüppel tut seine Dienste und man sticht nicht aus der Masse. Kriege, die Deutschland führt, unterstützt und befördert sind euch also egal, solange am Wochenende Heidi Klum oder die Wok-WM winkt?

Freitag, 13.03.15 19:22
 

Ist die Ratte dann gleich tot, oder ist sie erst tot wenn man die Ratte sieht ? Oder geht das nur mit Katzen und Schroedinger ?
Existiert die Ratte überhaupt, existieren wir wirklich ?


fred0815 hat den Kommentar am 13.03.2015 um 19:24 bearbeitet
Freitag, 13.03.15 19:24
 

So eine unfassbar dumme Aktion. Man muss ja unbedingt wirklich eine Ratte töten, damit es die Leute begreifen. Mit Fiktion arbeiten geht ja gar nicht (es sei denn das Ganze ist nur eine Scheinaktion).
Aber klar, das provoziert, also wird der Mann schon Recht haben. Mit dem Leben zu spielen provoziert immer, gut ist es nie.

Freitag, 13.03.15 19:31
 

Wenn Herr Mehnert gegen Drohnen protestieren möchte, dann biete ich mich ihm als "böse Drohne" an und er darf dann im Boxring zeigen, was für ein Held er ist.

Oder ist Herr Mehnert etwa einer dieser Menschen, die nur eine große Klappe haben, aber nicht bereit sind, für ihre Überzeugung auch real zu kämpfen?

Freitag, 13.03.15 19:37
 

Na ja, solch eine Aktion ist nicht unbedingt neu und eher Plagiat als Kunst ( http://j.mp/1Ebtqwb ). Ansonsten schließe ich mich @Biber i.V.m. @vdp100 an.
Es würde mich jedoch interessieren, ab Wann man eine Drohne Wie vom heimischen Himmel holen kann, wenn diese Dinger einem beim Spaziergang entgegenfliegen und erkennbar Aufnahmen machen. Inzwischen weiß ich, dass ich auf Grund des Rechtes auf das eigene Bild, den Besitzer dingfest machen darf und bei Widerstand auch Verhältnismäßigkeit der Mittel zum Einsatz kommen können. Bei einem ersten Versuch wurde mir glaubhaft bewiesen, dass keine Aufnahmen gemacht werden, jedoch wurde ich anschließend von diesem Quadrocopter deutlich sichtbar "begleitet". Jeder sollte mal durch eine solche Datenbrille schauen!!!
Lohnt es sich eine "Drohnenschleuder" zu entwickeln und zu vermarkten? Oder ein Modellbauflugzeug bzw. -hubschrauber mit Netzen, Stahldrähten oder "Farbbomben" auszustatten? Evtl. auch gemeinsam mit Nachbarn und Freunden an einer Strategie zur Flugabwehr von Drohnen zu basteln?

Fudder, wäre dies nicht einmal ein Thema für Euch?

Freitag, 13.03.15 19:39
 

@ Hemingway

Ein simples Luftgewehr reicht aus, um so eine Drohne vom Himmel zu holen. Und wenn Du von deinem eigenen Grundstück aus feuerst, ist dies sogar zulässig. ;)

Freitag, 13.03.15 19:48
 

@Frank68

Ehrlich???? OK, ich stelle es mir etwas schwierig vor mit dieser kleinen Bleikugel zu treffen. Aber egal, worauf begründest Du die Legalität "vom eigenen Grundstück aus"?


Hemingway hat den Kommentar am 13.03.2015 um 19:49 bearbeitet
Freitag, 13.03.15 20:03
 

Das Führen einer erlaubnisfreien Waffe ist auf deinem Grundstück zulässig. Gleiches gilt für das Abfeuern, sofern gewährleistet ist, dass die Kugel bzw.der Diabolo nicht das Grundstück verlässt (was bei horizontaler Schussabgabe natürlich nicht ganz einfach ist).
Bei vertikaler Schussabgabe auf ein Objekt direkt über dem Grundstück sollte es mit einer Luftdruckwaffe eigentlich keine Probleme geben.

Freitag, 13.03.15 20:11
 

Hmmm, O.K.! Wäre die Frage der Rechtfertigung einer "Sachbeschädigung" noch zu klären!
Wenn es sich um ein erkennbar, nicht willentlich einsehbares Grundstück handelt, könnte dies evtl. leichter geklärt werden. Auch das bereits erwähnte Recht auf das eigene Bild könnte hilfreich sein. Gibt es da schon Urteile???

Anm.: Eigentlich beachtlich, wie ein heimischer Künstler mit seiner Aktion und die bewusste Verbreitung durch Medien plötzlich für den "kleinen Bürgerkrieg" verantwortlich wird.

Freitag, 13.03.15 21:59
 

Eine Zwille oder Zwiesel darf ich frei mit mir führen, auch ohne Waffenschein.
Wenn der Bediener mit Glasmurmeln treffsicher eine Drohne vom Himmel holt - ist das sein privates "Vergnügen" oder Bestätigung das die Drohnen immer stärker ins private Leben Einblick erhalten möchten.

Zum Glück hab ich genug Baumbestand rund ums Haus, da wirds schwierig die Drohne erfolgreich fliegen zu können. Und ich habe in der Regel eine Zwille am Fenter parat liegen - gibt ja immer Störenfriede die vom Grundstück vertrieben werden möchten ;-)

Samstag, 14.03.15 05:28
 

Eigentlich geht es hier primär um ein "Kunstinstallation", welche den "Künstler" vor einige Jahren noch direkt zur stationären Behandlung nach Emmendingen gebracht hätte.

Unabhängig davon, ob diese "Installation" ein Fake oder Real ist - sie ist hochgradig unanständig bzw. krank.

Sollte es sich um eine reale Ratte handeln und diese dann tatsächlich ihr Leben lassen, hätte ich vollstes Verständnis dafür, wenn Herr Mehnert in den Genuß einer intensiven "körperlichen Selbsterfahrung" kommen würde.

Samstag, 14.03.15 11:48
 

Ich glaube jeder der hier zwar "Ratte", aber nicht "Drohne", bzw. deren Einsatz in seinem Post stehen hat besorgt dem Künstler ein Lächeln und den Gedanken: "Genau wie ich vermutet habe...".

Aus bereits von Vorpostern genannten Gründen die ich nicht wiederholen werde ist sowieso davon auszugehen daß die Ratte unversehrt bleibt. Wirbeltiere dürfen in Deutschland nur von Veterinären, Jägern und Fleischern getötet werden. Und glaub doch bitte nicht einer von euch daß diesem Tier in irgendeiner Weise Leid zugefügt wird - haltet den Mann doch nicht für doof...


Jedem der sich zum Thema Drohnen, deren Entwicklung und möglichen Zukunftsszenarien informieren möchte kann ich die Seite alternativlos.org sehr an's Herzen legen. In der Folge 27 geht es nämlich genau darum. Ich nehme an daß etliche von euch die Seite kennen, allen anderen sei gesagt: es handelt sich hierbei um einen sehr hörenswerten Audio-Blog mit vielen interessanten Themen - allerdings, und das ist von den Machern auch so gewollt, ist selbständiges Mitdenken Pflicht. Erwartet keine "all-inclusive-Bespassung"...

Samstag, 14.03.15 16:41
 

Im ersten Kommentar hat luegemol etwas erwähnt. Ist zwar nicht direkt das Gleiche, aber gewisse Ähnlichkeit ist durchaus vorhanden.

Samstag, 14.03.15 19:05
 

Zunächst mal ist eine Drohne in dieser Größenordnung einfach ein Modellflugzeug - gabs vorher auch schon lange als Hobby, auch als Modellhubschrauber.
Erst wenn es für unzulässige Aufnahmen in der Privatsphäre missbraucht wird ist es ein Gesetzesverstoß.

Wobei die Grenze auch fließend ist: Aufnahmen, die denen die Personen nur sogenanntes "Beiwerk" sind sind zulässig. Es wird schließlich keiner erwarten der z. B. das Münster fotografiert dass der Platz davor menschenleer sein muss.

Überfliegen eines Privatgeländes geht natürlich gar nicht !

Mit dem Abschießen geht natürlich auch nicht so ohne weiteres wenn es nicht einwandfrei nachweisbar z. B. über deinem Grundstück fliegt - das dürfte ernsthafte Probleme geben.

Und mit dem "dingfest machen" - du spielst auf den "Jedermann-Paragraphen" an:
Auch nicht generell, sondern nur wenn die unzulässige Tat unstrittig ist UND derjenige seine Personalien verweigert ! Dann darfst du ihn bis zum Eintreffen der Polizei festhalten, wehrt er sich, ggflls. auch mit Gewalt. Aber dann musst du hinterher wirklich gute Gründe nachweisen können sonst ist es Freiheitsberaubung.

Bloß weil du jemanden eine Drohne hast steuern sehen und vermutest dass er von dir eine Nahaufnahme gemacht hast ... das könnte Ärger für dich geben !

Samstag, 14.03.15 19:11
 

@wg: Falls du meinen Kommentar meintest: stimmt, du hast recht. Ich hab es halt in ein paar mehr Worten ausgedrückt. :)

Samstag, 14.03.15 21:38
 

Ich erschieße die Ratte. Als protest gegen diese Dr. Megele Neuropsychologen, die mit ihren Steinzeit Methoden uns Blödsinn als Wissenschaft verkaufen wollen während sie sich wie inzestbetreibende bürokratisch aristokratische Groswildschweine verhalten. Dann ist es wenigstens kurz schmerzlos.

Samstag, 14.03.15 22:41
 

Das "Recht auf das eigene Bild" gilt AFAIK nur für die Veröffentlichung. Für mich privat darf ich (in DE) fotografieren, auf was ich Lust habe.

Und ich darf ja auch nicht ein fremdes Auto demolieren, das auf meinem Grundstück parkt... Ich glaube kaum, dass unsere Gesetze derart verkommen sind.

Und an alle Tierschützer: Wer von euch hat noch nie eine Spinne erlegt, die es gewagt hat, die eigene Wohnung zu betreten? Oder eine harmlose Mücke? Vielleicht hat sogar mal jemand eine Mausefalle aufgestellt? Und dann hier herumbrüllen...

Sonntag, 15.03.15 07:37
 

In die Medien (also auch die überregionalen... ;) ) hat er es jedenfalls schon mal geschafft:

http://m.welt.de/kultur/kunst-und-architektur/article138416884/Das-Internet-wird-diese[..]


freigeist hat den Kommentar am 15.03.2015 um 07:38 bearbeitet
Sonntag, 15.03.15 10:59
 

@ asdf

"Das "Recht auf das eigene Bild" gilt AFAIK nur für die Veröffentlichung. Für mich privat darf ich (in DE) fotografieren, auf was ich Lust habe."


Nein, darfst du nicht! Und das ist gut so !
Du darfst zum Beispiel keine Fotos machen, bei denen du Privatgrund betreten musst.

Und z. B. auch nicht die Privatsphäre verletzen , indem du dich z. B. mit dem Tele auf die Lauer legst und Nahaufnahmen vom FKK-Stand oder durch offene Badfenster machst.
Auch nicht privat und ohne Veröffentlichung.

Mich kotzt allerdings auch das zweierlei Maß an, mit dem es Privatpersonen nicht mal erlaubt ist den eigenen Tiefgaragenparkplatz zu überwachen oder auch nur die letzten drei Minuten mit der Dashcam aufzuzeichnen (was ja ohnehin hinterher wieder gelöscht wird) um im Falles eines Unfalles beweiskräftiges entlastendes Material in Händen zu haben.
(In Österreich kostet das übrigens 10 000 Euro (!) Strafe wenn man so ein Teil installiert hat).

Aber ich selbst muss mich bis ins Kleinste überwachen lassen !

Übrigens noch ein Kuriosum, was die Wenigsten wissen: Aufnahmen des Eiffelturms bei Nacht - auch wenn er dabei nur "Beiwerk" ist - können sehr teuer werden wenn sie veröffentlicht werden. Verstößt gegen den Urheberschutz, weil die Beleuchtungsinstallation geschützt ist...

@ vdp:
"Eine Zwille oder Zwiesel darf ich frei mit mir führen, auch ohne Waffenschein."

Auch nicht alle ! Die mit Armstütze gelten als "Verbotener Gegenständ" - alleine der Besitz ist strafbar.
(Auch wieder völlig idiotisch und blinder Aktionismus, denn z. B. eine Armbrust ist dagegen wieder frei ...)


Biber hat den Kommentar am 15.03.2015 um 11:02 bearbeitet
Sonntag, 15.03.15 11:48
 

Danke @Biber für den Hinweis zur Zwille - ich hab gar nicht gewußt das in dem Bereich schon so stark aufgerüstet worden ist. Da gibts ja richtige High-Tech Teile....

Ne ganz normale Zwille kenne ich seit Jugendtagen und wer ein wenig geübt im Umgang damit ist kann sich recht einfach lästige Viecher vom Hals halten. Oder mal eine Ast mit schönen Früchten in der freien Natur geschickt runter holen - ich hab die Zwille öfters im Rucksack bei Touren mit dabei. ;-)

Sonntag, 15.03.15 16:29
 

vdp1100 holt sich mit seiner Zwille Früchte von Bäumen?

Sonntag, 15.03.15 17:03
 

Sowohl Herr Mehnert, wie einige der hier vertretenen Poster sind ein schönes Beispiel dafür, wie krank unsere heutige Gesellschaft ist.

Ich bin 47...also ein alter Sack. Ich habe keinen akademischen Titel, dafür aber dicke Muckis durch körperliche Arbeit. Ich bin Tierhalter, habe als Tierpfleger in einem Gehege gearbeitet und lege sehr viel Wert darauf, dass mein eigenes Grundstück möglichst umweltgerecht gestaltet ist. Egal ob Florfliege, Eidechse oder Mauersegler - ich investiere Geld und Arbeit, um jeden Tier ein möglichst optimales Umfeld zu schaffen.

Wenn ich dann die Postings von spätpubertierenden Spacken lesen, die vermutlich noch nie in ihrem Leben körperlich gearbeitet oder mit Nutz- oder Wildtieren konfrontiert waren, dann bekomme ich das große Kotzen.

Euch Buben und Mädels würde ich gerne mal in die Finger bekommen und eine Woche mit richtiger Arbeit und echten Tieren konfrontieren. Vermutlich würde dann keiner mehr auf die Idee kommen, so absolut bescheuerte Postings zu verfassen.

Denn....vor dem PC kann man eine große Klappe risikieren, im realen Leben zählt der Mann. Und das seid ihr noch lange nicht.

Sonntag, 15.03.15 18:30
 

Ich muss gestehen, dass mein Garten möglicherweise nicht der optimale Aufenthaltsort für Florfliegen ist - jedenfalls habe ich noch keine ernsthaften Anstrengungen unternommen den entsprechend komfortabel für diese Spezies einzurichten.

Daraus aber generell Schlüsse auf eine Vita ohne "richtige" Arbeit zu ziehen finde ich - mit Verlaub - etwas gewagt ...

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