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Ein Semester Inditrack: So läuft's beim neuen interdisziplinären Extra-Bachelor-Jahr

Seit diesem Wintersemester können Bachelorstudierende der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Rahmen des Inditrack-Programms ein Jahr interdisziplinär studieren. Geschichtsstudenten belegen dann zum Beispiel Mathematikkurse und Biologiestudenten besuchen Seminare in Islamwissenschaften. Wie Studierende das erste Semester Inditrack erlebt haben, und wie man auch Inditracker werden kann:



"Es ist bereichernd", sagt Johanna Fröhlich (im Foto oben rechts), Geschichts- und Philosophiestudentin an der Uni Freiburg. "Wenn ich in den zwei Semestern Inditrack Einblick in Fächer habe, von denen ich sonst nichts mitbekäme. Ich lerne so auch meine eigenen Fächer besser kennen und schätzen." Die 20-Jährige strebt einen Bachelor of Arts an und studiert in ihrem fünften Semster im Programm 'Interdisciplinary Track' (Inditrack) unter anderem Mathematik und Kognitionswissenschaften. "Ich kann so auch herausfinden, ob meine Pläne für einen bestimmten Masterstudiengang erfüllbar sind", sagt sie. "Und ob mir der Master überhaupt gefallen würde."

Elf Bachelor-Studierende der Uni Freiburg wurden im Wintersemester 2012/13 zum Inditrack-Programm zugelassen. Die Studierenden mussten nicht nur eine gute Durschnittsnote haben, sondern auch ein Motivationsschreiben verfassen.

Inditrack, das bedeutet für die Studierenden zunächst einmal ein Jahr mehr Studium. Statt der drei Jahre Bachelor absolvieren sie drei Jahre Bachelor im gewählten Fach und im fünften Semester ein zusätzliches Jahr interdisziplinäres Studium. Innerhalb des Inditrack-Programms können die Studierenden weitgehend frei auswählen, in welchen Fächern sie Seminare und Veranstaltungen belegen wollen. Dabei ist das Programm jedoch so konzipiert, dass Studierende zwangsläufig fachfremde Kurse besuchen müssen.

Außerdem werden den Studierenden Sonderveranstaltungen geboten, in denen sie das interdisziplinäre Studium reflektieren. Auch das Belegen von Kursen aus dem Bereich Berufsfeldorientierten Kompetenzen (BOK) und der Besuch von Summer Schools ist möglich. 30 ECTS-Punkte müssen die Studierenden pro Semester erwerben.

"Wir haben an der Uni durchweg positive Resonanz auf das Inditrack-Programm bekommen", sagt Harald Wohlfeil, Koordinator des Inditrack-Programms. Fast alle Studienfächer haben ihre Veranstaltungen für Inditracker geöffnet. "Wir hoffen, dass sich Inditrack in den kommenden Jahren fest etablieren kann", sagt Wohlfeil.

Während Johanna Fröhlich sich ihren Masterstudiengang schon einmal ansehen möchte, hat sich Verena Kern (Foto oben links) Kurse aus fast dem gesamten Studienangebot herausgesucht: Archäologie, Psychologie, Ethnologie, Kognitionswissenschaft und Interdisziplinäre Anthropologie. Die 22-jährige Bachelorstudentin studiert im Hauptfach Germanistik, und ist mit ihrem ersten Semester Inditrack zufrieden. "Natürlich ist es schwer, sich als Geisteswissenschaftler in eine Naturwissenschaft einzuarbeiten und deren Arbeitstechniken zu lernen, aber das macht gerade auch den Reiz aus", sagt Verena. "Ich lerne viel über mein eigenes Fach. Ich denke, dass es als Naturwissenschaftler sogar noch schwieriger ist, sich an Hausarbeiten, Essays und Referate in einem geisteswissenschaftlichen Fach zu gewöhnen."

Auch Lukas Aurnhammer (Foto oben Mitte), Sportwissenschafts-Student gefällt es ein Inditracker zu sein:"Ich habe Biologieseminare belegt", sagt der 21-Jährige. "Ich dachte mir, dass es zu meinem Hauptfach Sportwissenschaften gut passen würde. Ich habe im zweiten Halbjahr des Inditrack-Programms vor, eine interdisziplinäre Summer School zu besuchen - darauf freue ich mich sehr."



Die drei Studierenden sind sich einig, dass die Wahl des Inditrack-Programms für sie nur Vorteile gebracht hat: schließlich ermöglicht ein Jahr Inditrack den Einblick in fachfremde Seminare, Kontakt mit anderen Arten, wissenschaftlich zu arbeiten und das Kennenlernen von Gemeinsamkeiten der Studienfächer.

Aber ein Jahr länger studieren - das kostet Geld. Anne Klemperer (Foto oben), Projektleiterin des Inditrack-Teams, macht sich dafür stark, dass Inditracker einen BAföG-Anspruch erhalten : "Wir arbeiten daran und haben bereits erste Gespäche mit dem BAföG-Amt Freiburg hinter uns, um den Studierenden eine finanzielle Förderung zu ermöglichen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist aber noch keine Entscheidung getroffen, ob es klappt." Auch Studierende, die konkrete Berufsziele haben entscheiden sich bislang gegen eine Teilnahme am Inditrack-Programm, sagt Anne Klemperer. "Die fragen sich dann, warum sie ein Jahr länger studieren sollten."

Johanna, Verena und Lukas bekommen positive Rückmeldung von ihren neuen, fachfremden Kommilitonen. "Die meisten Mitstudenten vergessen mit der Zeit, dass wir Inditracker sind", sagt Johanna. "Ich habe festgestellt, dass ich mein Hauptfach sehr gerne habe und durch den Vergleich gesehen, dass in anderen Fächern auch nicht alles positiv ist."

Studierende, die mit der Wahl ihres Studienfachs unzufrieden sind und sich über das Inditrack-Programm nach Studienalternativen umsehen wollen, sind im Programm aber falsch. "Bei der Zulassung ist uns, noch vor dem Durchschnitt aller Prüfungsleistungen die Motivation der Studierenden am wichtigsten", sagt Anne Klemperer. "Wir achten sehr darauf, dass die Studierenden Interesse daran zeigen ihr eigenen Fach zu erweitern, indem sie andere Fächer kennen lernen. Es geht uns nicht darum, einen Fachwechsel zu begünstigen, sondern darum, interdisziplinäre Problemlösungskompetenzen zu entwickeln."

Im Moment bereiten die elf Studierenden des Inditrack-Programms Infoveranstaltungen vor, in denen das Programm für den nächsten Jahrgang im Wintersemester 2013/2014 vorgestellt werden soll. "Wir können 30 Studierende für das neue Inditrack-Jahr zulassen", sagt Anne Klemperer. "Wir hoffen, dass die Studierenden reges Interesse zeigen werden."




Was
: Info-Veranstaltungen zu Inditrack

Wann: Montag, 28.01.13, 12 Uhr (c.t.)
Wo: Stadtzentrum, Uni Freiburg Hörsaal 1023, Kollegiengebäude I

Wann: Dienstag, 29.01.13, 12 Uhr (c.t.)
Wo: Institutsviertel, Hörsaal Weissmann-Haus, Albertstraße 21 a (Google Maps

Wann: Mittwoch, 30.01.13, 12 Uhr (c.t.)
Wo: Flugplatz, Hörsaal 00 026, Gebäude 101



Kontakt
University College Freiburg
Anne Klemperer / Harald Wohlfeil
Bertoldstraße 17
inditrack@uni-freiburg.de
0761.203 67612 und 0761.203-9089






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» vdp1100

re: Was hört ihr gerade?
Momentan höre ich öfters ...

» Marks

re: Was hört ihr gerade?
Depeche Mode- Told You So

» Kathleen

re: Suche Schaufensterpuppe
Lieber VDP, da ich mir mi...

» vdp1100

re: Suche Schaufensterpuppe
Liebe Kathleen, mit &...

» Kathleen

re: Suche Schaufensterpuppe
VDP, er sucht keine Büste...

» vdp1100

re: Suche Schaufensterpuppe
...oder mal bei Breuninge...

» ShinjiIkari

re: Suche Schaufensterpuppe
Ok das hat natürlich was....

» grundel

re: Aus Easy Sports wurden Sportpark City Club´s
Hallo Jan, danke für ...

» Tatoocheck

re: Suche Schaufensterpuppe
Oft zu teuer, kann nicht ...

» ShinjiIkari

re: Suche Schaufensterpuppe
Mal bei E-bay gucken ?