Eigentlich wollte der 19-jährige Waldkircher Marius Notter in Belfast nur einen halbjährigen Freiwilligendienst absolvieren. Doch seit Dezember kommt es in der nordirischen Hauptstadt regelmäßig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen pro-britischen "Loyalisten" und pro-irischen Nationalisten, und Marius gerät zunehmend zwischen die Fronten. Wie es ist, jetzt in Belfast zu leben:







eine eindrucksvolle Erfahrung.
Die Bilder spiegeln das wider..puh.
Und wieder ein Indiz dafür, dass jede Patriotenkacke Scheiße ist....
Marius wünsche ich viele Menschen um sich, die nichts vom christlich/patriotischem Fantatismus halten..
mit christlichem Fanatismus hat das nichts zu tun... Wer hier von einem Religionskonflikt spricht, hat wirklich gar keine Ahnung, worum es da geht. Ich will das hier nicht ausbreiten, aber es ist ein ethnischer Konflikt.
@schwarzkommando: in diesem fall trifft das Wort ethnisch zu. zwei ethnien beanspruchen dasselbe Gebiet. Gehe nach Belfast und lese es an den Wänden von den Murals ab: The Ulster Conflict is about nationality.
ein "gebiet" ist eine ökonomische ressource. die "ethnie" ist das mobilisierungsmittel für den konflikt. wenn die feindliche "ethnie" weg ist und die ressourcenlage immer noch nicht zufriedenstellend ist wird die ethnische granularität halt um eine ebene feiner eingestellt - nicht mehr deutsche gegen franzosen, sondern schwaben gegen berliner. es gibt keine konflikte die keine ressourcenkonflikte sind; ein ethnischer konflikt ist eine von vielen möglichen ausprägungen eines verteilungskonfliktes.
nach der marxistischen Klassen- und Konflikttheorie ja.... ich glaube aber, so 1:1 ist das nicht anwendbar..... der NI-Konflikt ist bei genauer Kenntnis sehr speziell. dazu muss man aktuel sehen: die jüngsten Ausbrüche sind zu 90 Prozent auf das Konto Jugendlicher zurückzuführen, die das einfach irre spannend finden, Randale zu machen... alle scheiß Parolen sind da nur vorgeschoben. Was zählt, ist die Action, die man später dann zu einem "coolen" Youtube-Clip zusammenschneiden kann...
kürzlich habe ich auf RTL genau das gehört, die Randale in Belfast geht auf das Konto von Krawalljugendlichen die eigentlich nur coole Videos für YouTube drehen wollen...
ist vielleicht genauso einfach gedacht wie meine Version. ;-)
wenn es spaßjugendliche sind dann ist es immer noch, bzw erst recht, kein ethnischer konflikt. vielleicht ist es sowas wie hier:
http://www.cabinetmagazine.org/issues/42/wiles.php
With more and more peers to defend against, males found it difficult and stressful to defend their territory, so they abandoned the activity. Normal social discourse within the mouse community broke down, and with it the ability of mice to form social bonds. The failures and dropouts congregated in large groups in the middle of the enclosure, their listless withdrawal occasionally interrupted by spasms and waves of pointless violence. The victims of these random attacks became attackers. Left on their own in nests subject to invasion, nursing females attacked their own young. Procreation slumped, infant abandonment and mortality soared. Lone females retreated to isolated nesting boxes on penthouse levels. Other males, a group Calhoun termed “the beautiful ones,” never sought sex and never fought—they just ate, slept, and groomed, wrapped in narcissistic introspection. Elsewhere, cannibalism, pansexualism, and violence became endemic. Mouse society had collapsed.
ich bezog das mit den spaßjugendlichen ja, wie ich geschrieben hatte, auf die jüngsten Ausbrüche - 90 Prozent sind besoffene Playstation-Kids, für die das ein Sport ist, 10 Prozent sind die loyalistischen Mini-Warlords, die im Hintergrund Feuer legen. Generell ist es natürlich ein ethnischer Konflikt. Der Hass wird auch in zwei Jahrzehnten noch nicht abgebaut sein, weil er dies und jenseits der Peace-Walls so tief in der Alltagskultur verankert ist. Ein Junge aus der Falls oder Shankill hatt überhaupt keine Chance, dem entkommen.