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Freiburger DJ-Namenskunde: DJ Up-Art

Von 1992 bis 1997 gehörte das Oktan in Emmendingen zu den bekanntesten Clubs der Region. Andreas Rau alias DJ Up-Art war dort einer der ersten Residents. In der heutigen DJ-Namenskunde erzählt Rau, wie er zu seinem Pseudonym gekommen ist, welches sein skurrilster Gig war und wo er heute noch gerne ausgeht. Und nicht vergessen: Am Freitag, 21. Dezember 2012, legt DJ Up-Art auf der Oktan-Revival Party im Stinnes Areal auf.


Stell dich doch einmal kurz vor: wie heißt du richtig, was machst du, woher kommst du, wie alt bist du?


Mein Name ist Andreas Rau. Inzwischen lebe und arbeite ich in Berlin, bin aber meiner alten Heimat noch immer sehr verbunden.


Wie ist dein DJ-Name entstanden? Gibt es eine lustige Geschichte dazu?


Als ich in den frühen 80er Jahren anfing, als DJ in Clubs und Diskotheken aufzulegen, war es nicht üblich, einen speziellen DJ-Namen zu haben. Zu der Zeit waren die Diskotheken noch voll, ohne Mega-Booking, geschweige denn gab es Flyer. Zum Beispiel die Tangente, der erste Club, in dem ich aufgelegt habe, hat um 20 Uhr aufgemacht, und da standen dann 150 Leute vor der Türe die rein wollten. Und das im Hochsommer bei 30 Grad! Das war eigentlich unglaublich.

Zu dieser Zeit wurde ich vom Rap-Virus infiziert. DJ Scorpio war mein großes Vorbild. Als ich nach kurzer Zeit merkte, dass ich eigentlich gar nicht so schlecht scratchen konnte, meinten meine Kumpels, ich müsse bei einem der ersten DJ-Wettbewerbe in Deutschland mit machen. Wir fuhren allesamt nach Geldern an der holländischen Grenze, in eine Großraumdiskothek namens E-Dry. Für uns Landeier war es das erste Mal, in einer Disco zu sein, in die über 2000 Leute passten. Der Besitzer und Chef war ein gewisser Ben Liebrand.

An jenem besagten Abend stellte es sich heraus, dass es ein Vorentscheid zur ersten Deutschen DJ-Scratchmeisterschaft war. Beim Einschreiben auf die Teilnehmerliste wurde ich gefragt, wie mein DJ-Name sei. Da ich keinen hatte, mussten wir uns schnell einen ausdenken. Einer meiner Freunde sagte kurzerhand: " DJ AR 881". Es war das Nummernschild von meinem Auto. Somit hatte ich meinen ersten DJ-Namen.


Und wie kam es schließlich zu Up-Art?


Zur gleichen Zeit fing es im Underground zu brodeln an. Bands wie Nitzer Ebb und Front 242 wurden immer populärer. Techno kam auf, und irgendwann eröffneten ein paar mutige Menschen das Oktan in Emmendingen. Weil ich beim Musik machen immer einen leichten Drang zum Durchdrehen gehabt und immer versucht habe, das Unmögliche möglich zu machen, habe ich angefangen, das Mixen, Scratchen, Live-Sampling und Drumming gleichzeitig einzusetzen. Und weil das alle Leute um mich herum abartig fanden und ich mich auch abartig verhalten habe, wurde mir der Name Abart verpasst. Ich fand das sehr zutreffend, aber auf Deutsch gefiel es mir nicht ganz so gut und so musste der Name anglifiziert werden.

Mein alter DJ-Kumpel Commander Tom hatte bei einem Piraten-Radiosender in Strasbourg eine eigene Show, bei der ich öfters meine Mixkünste zum Besten geben durfte. Er hat mich immer als DJ Up-Art angepriesen. Das fand ich sehr cool. Seither ist der Name Up-Art fast wie mein richtiger Name. Wenn ich beispielsweise bei einem Freund im Geschäft anrufe und der Vater nimmt den Anruf entgegen, sagt er: "Dietmar, de Abart isch am Apparat". Das ist schon lustig.

Was für Musik spielst du?


Deep Tech Prog Groove Lalala Bumm Tschack Peng Peng House.

Vinyl, CD oder digital, was bevorzugst du und warum?


Tatsächlich spiele ich mit Traktor Scratch, weil damit einfach am wenigsten zu Schleppen ist, aber echtes Vinyl ist mein Favorit, macht mehr Spass, klingt viel fetter und die Cover sind viel grösser.

Wo sieht man dich privat ausgehen? Hast du Lieblingsclubs?


In Berlin, da gibt´s auch unter der Woche viele gute Partys. Panoramabar, Ritter Butzke, The Grand, und so weiter.

Wo kaufst du deine Musik?


Beatport, DJ-Shop. Promos.

Skurrilster Auftritt?


Da gibt es einige, aber einer der abgefahrensten Gigs war 1998 in Lanzarote, morgens um 8 Uhr auf dem Mittelstreifen zwischen zwei Autobahnen, mit etwa 1000 Leuten. Und es ist nichts passiert.

Internet:


Facebook: DJ Up-Art

Soundcloud: DJ Up-Art

Nächste Gigs:


21.12.12: Stinnes Freiburg Oktan 20 Years
22.12.12: Vibes Club - Nachtschicht Steinen
28.12.12: Vibes Club - Nachtschicht Freiburg




Bisher erschienen: DJs aus Freiburg (A-Z):




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 2
Montag, 17.12.12 10:12
 

Der ist ja noch älter als ich!

Mir hat sein Name immer gut gefallen, so ein leicht genäseltes "abartig" war war halt typisch Freiburgerisch, kein Ahnung ob's heut noch so ist. Was sich ja wie er sagt auch völlig geändert hat, früher ist man früh los und relativ früh wieder heim und hatte dann auch noch was vom nächsten Tag, heute, selbst in Freiburg Events wo man vor 2 Uhr Nachts erst gar nicht hin braucht weil noch keine Sau da ist, das brauch ich nicht mehr.

Montag, 17.12.12 12:11
 

:-) und wir dachten immer die Inspiration des Namens kam vom damaligen Nachbarn des Oktans, die Firma UPAT :-)
Fall sich noch wer an das Logo erinnert gegenüber vom Parkplatz :-)

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