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Interview mit Dekan Bruns zum Platz der Alten Synagoge: "Das ist für eine Universität kein zuträglicher Zustand"

Vor dem Kollegiengebäude II am Platz der Alten Synagoge prallt der Alltag von Jura- und VWL-Studierenden auf den von zum Teil wohnungslosen Menschen, die dort ihre Zeit verbringen oder dort nächtigen. Manche Studierende fühlen sich von ihren Nachbarn so sehr gestört, dass sie auf eine Lösung des Problems drängen. Adressat der Probleme ist für Jurastudierende der Dekan der juristischen Fakultät. Welche Probleme gibt es auf dem Platz und im KG II? Carolin Buchheim hat mit Dekan Alexander Bruns darüber gesprochen:




Herr Dekan, ganz direkt formuliert: Streben Sie eine Vertreibung der Menschen an, die auf dem Platz der Alten Synagoge leben oder dort ihre Zeit verbringen?


Dekan Bruns:
Die Universität hat nicht den Auftrag, Sozialprobleme zu lösen, die der eigentliche Grund für das Leben der Menschen auf dem Platz sind. Die Universität hat die Aufgabe, Studierenden und Mitarbeitern einen anständigen Studien- und Arbeitsablauf zu gewährleisten.

Vor 20 Jahren, als ich nach Freiburg gekommen bin, gab es ein vergleichbares Problem am Bertoldsbrunnen, wo Freiburgs Geschäftsherz schlägt. Das war den Geschäftsleuten ein Dorn im Auge, weil es die Kunden störte und geschäftsschädigend wirkte. Die Geschäftsleute haben es geschafft, die Stadt dazu zu bewegen, die Leute zu vertreiben. Und dann sind sie in die Eisenbahnstraße gezogen, und zu uns, vor die Tür des KG II an den Platz der Alten Synagoge. Vertreibung ist keine Lösung.

Ich habe für das persönliche Schicksal der Menschen großes Verständnis und Mitgefühl: Diesen Menschen muss man helfen. Ich habe in der bisherigen Diskussion nie so richtig verstanden, wieso die Hilfe, die man diesen Menschen offensichtlich geben muss, sich darin erschöpft, sie dort liegen zu lassen. Da muss Sozialarbeit geleistet werden, das muss die Stadt machen.

Ich finde, man darf die Menschen dort nicht einfach liegen lassen. Nicht, weil sie polizeilich weg gehören, sondern damit ihnen geholfen wird.

Beschreiben Sie die Nachbarschaft zwischen Mitarbeitern und Studierenden, die im Kollegiengebäude II zu tun haben, und den Menschen auf dem Platz. Welche Probleme gibt es?


Das Zusammenleben ist seit 20 Jahren ein Problem, dass in mehr oder weniger gleicher Form nahezu ohne Unterbrechung in ähnlichen Ausprägungen vorhanden ist. Es geht in der Hauptsache darum, das Flaschen und Müll herumliegen und ans Gebäude uriniert und gekotet wird. Die Menschen trinken Alkohol, bis sie volltrunken sind, und haben teilweise Hunde dabei. Im Sommer führt das - wie man sich vorstellen kann - zu beträchtlichem Gestank.

Im Winter ist die Geruchsbelästigung nicht ganz so stark, dafür erleichtern sich die Menschen auf den Toiletten. Das wäre – abgesehen von der Frage einer Verletzung des Hausrechts - an sich kein Problem, wenn die Räumlichkeiten normal genutzt würden. Es ist im vergangenen Winter wiederholt vorgekommen, dass sich Personen, die sonst vor dem Gebäude gelagert haben, in den Toiletten eingeschlossen haben. Das führte zu einem ziemlichen Gestank, weil diese Menschen sich nicht waschen - oder nicht die Gelegenheit dazu haben.

Ich verstehe, dass Menschen sich auf dem Klo einsperren, weil ihnen kalt ist oder sie Zuflucht suchen. Ich verstehe aber auch, wenn Studierende oder meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich nicht aufs Klo trauen, weil es dort stinkt, oder wenn sie nicht durch einen bestimmten Eingang reingehen, weil sie angepöbelt werden, durch Fäkalien laufen müssen oder mit Flüssigkeiten bespritzt werden, wie es kürzlich vorgekommen ist. Das ist für eine Universität kein zuträglicher Zustand.

Mit welchen konkreten Beschwerden sind Studierende und Mitarbeiter denn an Sie herangetreten?


Es gibt seit Jahren - und in den vergangenen Wochen und Monaten gehäuft - Beschwerden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sagen, dass sie den Westeingang des KG II oder den Ausgang der Tiefgarage nicht benutzen, weil sie befürchten, dort angepöbelt zu werden. Das sagen auch Studierende, die sich jedes Mal dreimal überlegen, ob sie dort langlaufen.

Ich bin selbst auch schon angepöbelt worden. Wenn das ein- oder zweimal vorkommt, dann kann man darüber hinwegsehen, aber wenn sie jeden Morgen, wenn sie an ihren Arbeitsplatz gehen, zum Gruß einen Pöbelspruch hinterher gerufen kriegen, dann fühlen sie sich gestört.

Es ist mir neulich auch berichtet worden, dass zwei behinderte Studierende ob ihrer Behinderung angepöbelt worden sind.

In Kommentaren auf fudder beschwerten sich Studierende auch darüber, dass ein Lernen im Juristischen Seminar durch die hohe Lärmbelästigung unmöglich sei.


Das Lärmproblem ist überhaupt nicht primär: die physikalischen Probleme sind größer als die akustischen. Die Menschen auf dem Platz mögen manchmal auch Lärm machen, das ist im Sommer anders als im Winter, wenn mehr Hunde da sind oder Leute sich streiten. Wir haben als Universität in Innenstadtlage durch Demonstrationen, Gaststätten oder Straßenmusik ganz andere Lärmbelästigungen.

Machen Sie sich Sorgen um die Außenwirkung der Universität?


Es geht auch um Gäste - und nicht nur um die aus Harvard. Wir haben Gäste aus ganz Europa, aus Japan, aus Übersee. Für die ist es schlicht unverständlich, das Menschen vor dem Haupteingang unserer Universität lagern. Es geht mir aber in erster Linie um unsere Studierenden und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Wie viele Studierende haben sich denn bei Ihnen offiziell beschwert?


Wir haben in den letzten Wochen vielleicht acht bis zehn konkrete Beschwerden erhalten.

Wenn ich Studierenden darauf anspreche, sagen die mir: 'Wir haben nichts gegen die Leute persönlich, das sind arme Menschen, denen wir helfen müssen, aber es kann nicht sein, dass man auf dem Weg in die Universität an einem Schlachtfeld vorbei läuft, das schlimmer aussieht als eine Bahnhofsunterführung.'

Vor zweieinhalb oder drei Jahren hat der Jahrgangsbeste bei der Absolventenfeier in seiner Rede darüber gesprochen und uns vor der versammelten Festgesellschaft, den Absolventinnen und Absolventen und ihren Eltern gesagt, dass es ein Unding sei, dass die Universität mit so einer Situation konfrontiert sei, ohne dass das abgestellt würde oder ein Versuch der Besserung unternommen werde.

Wenn die Belästigungen so massiv sind: Wie kommt es, dass es bisher keine Anzeigen von Studierenden gab und die Polizei die Lage auf dem Platz als friedlich bewertet?


Ich kann nur darüber spekulieren, warum sich die Studierenden nicht so lautstark äußern, dass es zu einem polizeilichen Einschreiten kommt: Unsere Studierenden wechseln alle vier Jahre, und dieses Problem ist schon viel älter.

In den Jahren 2000 bis 2002 haben Studierende sich über die Lage auf dem Platz beschwert. An einer Unterschriftenaktion haben sich damals rund 1.600 Studierende und Mitarbeiter beteiligt. Das hat dann zusammen mit weiteren Bemühungen meines damaligen Amtsvorgängers und der Uni dazu geführt, dass sich Polizei und Stadt dieses Problems angenommen haben. Danach trat eine zeitweise Besserung ein.

Studierende sollen aus dem Juristischen Seminar heraus Wasserbomben und Eier auf die Menschen auf dem Platz geworfen haben. Was sagen Sie dazu?


Wenn das wirklich so gewesen ist, dann kann, dann darf das nicht sein. Das ist rechtswidrig, das tut man nicht. Wenn ich wüsste, dass jemand so etwas macht, würde ich einschreiten.

Wie kann denn eine Lösung des Problems aussehen?


Ich will bei solchen sensiblen Fragen nicht die Gesprächsatmosphäre aufheizen, indem ich Vorschläge mache, bevor ich mit den Leuten gesprochen habe, die es etwas angeht und die unmittelbar zuständig sind.

Die Frage ist nur, wie weit ich kommen werde. Ich bin seit dem 1. Oktober Dekan, und die Amtszeit beträgt nur zwei Jahre. Ich gehe aber davon aus, dass es nicht so lange dauern muss, bis die Behörden eine Lösung umsetzen.

Unsere Gesellschaft muss es auch aushalten, wenn jemand sich nicht oder nur im begrenzten Maße helfen lassen will.


Das ist richtig. Aber dann bleibt zum einen immer noch die Frage der Außendarstellung der Universität, und zum anderen ist es auch eine einfache Lösung, es nicht weiter zu versuchen und die Leute mit allen weiteren Begleiterscheinungen vor der Universität liegen zu lassen. Das kann in einem Sozialstaat nicht das Ergebnis sein.

Wie sieht ihr Zeitplan aus?


Ich möchte möglichst zeitnah auf die Stadt zugehen. Wenn ein Problem so lange da ist, ist das keine Frage von Tagen. Aber ich möchte, dass möglichst bald der Kontakt hergestellt wird, damit die Sache nicht über Medien transportiert wird, sondern es konstruktiv weitergeht.

Müssen die Studierende sich vielleicht auch ein dickeres Fell wachsen lassen - und toleranter werden, wenn sie im Studienalltag mit typischen Erscheinungen von Innenstadtleben konfrontiert werden?


Ich weiß, dass wir eine Innenstadtfakultät sind, und dass das eine besondere Situation und Lebenssituation ist, die Konsequenzen hat. Die Stadt macht es sich vielleicht ein bisschen einfach, wenn sie sagt, sie wüsste von nichts. Dann werden sie bald etwas erfahren.



Zur Person


Professor Dr. Alexander Bruns, LL.M. (Duke Univ.) ist Professor für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht, Direktor des Instituts für Deutsches und Ausländisches Zivilprozessrecht (Abteilung 2). Seit Oktober 2012 ist der 46-Jährige Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.



  

[Foto 1: BZ-Archiv/Ingo Schneider, Foto 2: Privat]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 44
Mittwoch, 12.12.12 18:55
 

Natürlich liest sich das angenehm politisch korrekt. Schön, dass es primär darum geht, den Menschen zu helfen! Die Frage ist nur: Wollen diese Menschen Hilfe? Wo ist deren Hilferuf? Oder, oh Gott, leben sie einfach nur anders?
Wenn man gleich mit so einer gedachten Ordnung an die Sache rangeht, kann daraus nichts werden. Zunächst will jeder Mensch als solcher gesehen werden (da stecken erst einmal Bedürfnisse dahinter, die jeder auf seine Art besitzt) und nicht gleich als Hilfsbedürftiger. Dass da 'ne Asymmetrie drinsteckt, sollte einem klar sein.

Wichtig wäre es, hier ein offenes Gespräch zu beginnen. Stattdessen soll der Weg aber direkt über Stadt führen. Ob das dann eine Arbeit des Miteinander wird, wage ich bei diesen Prämissen zu bezweifeln.


Fabi hat den Kommentar am 12.12.2012 um 19:01 bearbeitet
Mittwoch, 12.12.12 18:56
 

es ist spannend, wie diese glatte, besorgte manmussdochhelfen-diktion eine leicht sinistre note bekommt wenn man sie neben den ganzen sorgen um die außenwirkung und unter seinem cyberpunk-corporate-villain-portrait liest. mit dieser hilfsbereitschaftsrhetorik kann auch ein übergriffiger aufräum-paternalismus eingeleitet werden, so ein "so, dir wird jetzt solange geholfen bis du mich, der in dieser gesellschaft das recht okayheit zu definieren usurpiert hat, nicht mehr nervst, ob du nun willst oder nicht"

inhaltlich führt er im großen und ganzen völlig legitime punkte an latürnich, es ist unterirdisch wie die leute stinken und was die so machen. die frage die dann auslegungssache ist ist halt wie viel man sich von einer armen socke gefallen lassen muss als elitestudiengangsstudent an einer eliteuni. das amimodell ist halt wer nicht paßt kommt in den knast, bei uns dürfte es erstmal eher die psychiatrie sein. weg ist weg.


Schwarzkommando hat den Kommentar am 12.12.2012 um 19:01 bearbeitet
Mittwoch, 12.12.12 19:06
 

Ob er wohl statt mit "den Zuständigen" auch schon mal mit den Leuten selbst gesprochen hat, die er als "physikalisches Problem" einstuft? Ob er das wohl überhaupt in Erwägung gezogen hat? Vermutlich nicht, schließlich hält er den Eingang zu dem Gebäude, in dem seine Fakultät sitzt, für den Haupteingang der Uni...

Mittwoch, 12.12.12 19:09
 

Sorry, bei dem Interview kriege ich das kotzen. Also über die Antworten. Die Uni ist nunmal in der Innenstadt, und zwar als öffentliche Einrichtung. Die wunderbare Faszination der Uni strahlt dabei auf alle Bevölkerungsschichten aus - egal wie willkommen die Uni sie auch heisst. Was wäre denn wenn die Uni mal konkrete Hilfe in Angriff nimmt? Pro Student ein Euro Spende und man könnte schon eine Menge machen. Wieviel tausend Studenten hat die Uni?? Und ganz ehrlich - Elite hin oder her - wenn das die geistige, die soziale Elite Deutschlands sein soll - dann möchte sie sich bitte auch so benehmen und bei Problemen anpacken statt sie wie die angeführten Einzelhändler - die unterstellt nur profitorientiert sind - das Problem einfach "vertreiben zu lassen". Der Dekan scheint so einer zu sein, der bei einem Geburtstag am Samstagabend um 22.10 Uhr zwar Verständnis für das Feierbedürfnis der Nachbarn hat, aber trotzdem mal die Polizei ruft. Und bevor mir jetzt mein Abendessen nicht mehr schmeckt wechsel ich mach lieber die Website.

Mittwoch, 12.12.12 19:15
 

allein der fussweg bahnhof-stadttheater bietet mehr potential um angepöbelt (oder angeschnorrt, man hört ja gerne mal das was man hören will) zu werden. grad im sommer. und des nachts in der innenstadt, fangen wir nich davon an...

bak
Mittwoch, 12.12.12 19:26
 

ich finde dieses Interview ein Eigentor. Ich will jetzt ganz sachlich bleiben... :-o
Man möchte diesen Juristen ja fast schon raten einfach den Mund zu halten. Aber ganz ehrlich, dieses Interview bestätigt für mich all die empörten und emotionalen Reaktionen des ersten Berichts, als richtig.

EK
Mittwoch, 12.12.12 19:51
 

"Die Geschäftsleute haben es geschafft, die Stadt dazu zu bewegen, die Leute zu vertreiben."
'nuff said. widerlichste diktion.

+om
Mittwoch, 12.12.12 20:37
 

manchmal ist es schwierig zwischen studenten und jenen, die es scheinbar gilt zu vertreiben, einen unterschied festzustellen.

ich bekomm bei der diskussion das kotzen. viel wichtiger als das auswendiglernen der studenten, wäre eine richtige soziale grundlage um die auszugrenzenden besser zu verstehen....es gibt keine besseren und schlechteren menschen (auch durch das studium nicht). wir sitzen alle in einem boot! obwohl der eltite-status fehlt............. nimmt man sich doch noch für extrem wichtig und überlegen. schön wäre eine degradierung der uni zur grössten hauptschuläääH!


+om hat den Kommentar am 12.12.2012 um 20:42 bearbeitet
Mittwoch, 12.12.12 20:50
 

Übrigens, mein Glückwunsch an dieser Stelle an Carolin - ich glaube bei so einem Interview hätte ich nicht wirklich ruhig bleiben können.

Mittwoch, 12.12.12 21:12
 

Wenn ich diese ganzen Kommentare hier nur lese kriege ich schon das Kotzen. Der Mann bemüht sich immerhin mal die ganze Diskussion zu versachlichen und wirft nicht wie der AKJ teilweise falsche Beschuldigungen in den Raum oder hetzt gegen die Wohnungslosen.
Wenn man sich wie die Stadt Freiburg etwas auf ihre Universität einbildet, dann muss man konsequenterweise auch an deren Außendarstellung denken. Das ist jawohl keine Frage. Und dass in einer Universität im Erdgeschoss auf den Toiletten Schwarzlicht nötig ist, um das Setzen von Spritzen zu erschweren kann einfach nicht angehen. Falls es euch ganzen Gutmenschen nicht klar ist, viele der Studienanfänger sind noch nicht einmal volljährig!
Und dann der Vorschlag, die Studenten sollen doch alle mal einen Euro spenden... Es mag hier manchem zwar unvorstellbar erscheinen, aber der durchschnittliche Jura-Student ist keineswegs mit einer Rolex auf die Welt gekommen und hat Zucker in den Arsch geblasen bekommen. Wir müssen genauso aufs Geld achten, wie die meisten anderen und dann zu fordern, die Studenten sollen doch mal zahlen ist einfach nur eine Frechheit!
Der eine oder andere möge doch mal anstatt auf die Juristen zu schimpfen seinen Kopf anschalten.

Mittwoch, 12.12.12 21:13
 

Jedem der verständinssvollen Dialogsucher steht es frei ein paar der betreffenden Obdachlosen nebst Begleiterscheinungen zu sich nach Hause einzuladen.

Heute sind es -14 C° .

WpM
Mittwoch, 12.12.12 21:40
 

Wie immer im Leben liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte. Ich kann die meisten Juristen nicht leiden, aber ich bin auch schon von besagten Pennern 2-3 mal so übel angegangen worden, daß ich ihnen den Finger gezeigt habe und in deren Richtung auf den Boden gespuckt habe.

Mittwoch, 12.12.12 21:44
 

Na Don wenn die Uni in einem Jahr pro Student einen Euro von den Studiengebühren oder den Landeszuschüssen oder welchem Topf auch immer abzwackt und damit was sinnvolles einrichtet, tut das niemand weh. Und von einem Euro abgeben auf ne Rolex schliessen, ist ein genauso freier Bezug. Im übrigen bezog ich "pro Student" nicht auf die Gruppe der Jura-Studenten sondern die gesamte Uni, es muss sich ja lohnen. Und wenn die Universität ein weltoffener Ort der Begegnung sein möchte - wie sie sich ja nun gerne gibt - dann sollte auch ein angemessener Umgang mit Problemen egal welcher Art möglich sein. Versachlichung des Themas? Mir erscheint es eher als ob die Menschen die sich dort aus welchem Grund auch immer treffen, für ihn mehr ein sächliches Problem wie eine schlecht funktionierende Klimaanlage oder ähnliche Probleme sind, und nicht eine menschliche Herausforderung, der sich eine Universität als Betrieb einer solchen Größe eigentlich ebenso eloquent wie sachorientiert annehmen sollte. Wenn ich das bisherige Wirken der Universität sehe so ist sie bisher stets stolz gewesen auf das eigenständige Wirken und den grossen Einfluss, den die Institution mit ihren vielfältigen Wirkungen und Personen auf das Stadtbild hat. Dann aber bitte nicht nach "Stadt" und "Vertreibung" rufen sondern die eigenen Ansprüche und Fähigkeiten nutzen für eine Lösung, die den Betroffenen auf beiden Seiten hilft - und uns "Gutmenschen" stolz auf "unsere" Uni sein lässt. Achja, ich bin mir übrigens nicht ganz so sicher wovor wir all die minderjährigen hochbegabten Studienanfänger beschützen müssen - womöglich vor einem freien Geist und guten Ideen, wie man die Sache anders anpacken kann?

Mittwoch, 12.12.12 21:53
 

das erste mal dass mir diese schwarzlichter begegnet sind war witzigerweise im klo der uni osnabrück back in 2000

Mittwoch, 12.12.12 22:54
 

Mich hat da noch niemals irgendjemand angepöbelt und ich laufe da seit über fünf Jahren ein paar mal die Woche zu diversen Tageszeiten vorbei.

Mittwoch, 12.12.12 23:00
 

Ihre Existenz ist ein einziger Angriff auf eure lebensfeinlichen Einstellungen. Sie sollen dort sitzen und euch jeden Tag beleidigen, wie ihr es verdient.

Donnerstag, 13.12.12 00:21
 

Es ist schon verwunderlich, dass der eine oder andere, der sich hier auf dem hohen Ross der moralischen Unangreifbarkeit wähnt, etwas von Toleranz etc. pp. erzählt und gleichzeitig absolut vorurteilhaft den Juristen lebensfeindliche Einstellungen unterstellt und Beleidigungen an den Hals wünscht...
Zeugt auf jeden Fall von enormer geistiger Reife. Chapeau und danke für den wertvollen Beitrag an Magnolia.

Donnerstag, 13.12.12 04:55
 

Ich kann Esther nur bestätigen, ich studiere zwar inzwischen nicht mehr an der Uni Freiburg, aber ich hatte auch nie Probleme am und im Kg 2 und ich hab auch nie davon gehört, dass es da Probleme gab. Und Schwarzlicht gab es "damals" (vor 4 Jahren) auch schon auf den Toiletten und gab´s da Probleme?Nein....genausowenig wie auf den McDonalds Toiletten am Bahnhof, die auch Schwarzlicht haben...so what...nichts los. ;)
Ich kann durchaus verstehen wenn es inzwischen regelmäßig oder sehr häufig zu Vorfällen gekommen sein soll, dass man dann an der Situation etwas ändern will, aber aus der eigenen Erfahrung heraus und inzwischen von Außen betrachtet kann ich das erstmal gar nicht glauben. Anzahl der Vorfälle/Beschwerden und jeweils die Art der Vorfälle, die "die letzten Jahre" passiert sind, schildern und dann kann man darüber diskutieren, aber nur umschreiben was passiert ist macht keinen Sinn.Vieles das Herr Bruns "schildert" klingt nämlich leider nach Einzelfällen. Gestunken hat es damals übrigens nie....komisch...

P.S. : Um es nochmal anders und deutlich zu sagen...am Platz der alten Synagoge eine Vertreibung von Wohnungslosen herauf zu beschwören ist einfach das LETZTE, vor allem wenn man da mal studiert hat und NIE etwas passiert ist kann man das Ganze nur als erbärmlich bezeichnen und möchte sich dafür schon vorab bei den Betroffenen für die Verantwortlichen entschuldigen.

Donnerstag, 13.12.12 05:54
 

nun, die frage ist hier wirklich, wollen die vor der uni sich aufhaltenden/lebenden menschen tatsächlich hilfe von irgendjemandem?

die stadt freiburg weiß sehr genau über die dortige situation bescheid, gibt es doch zumindest 2 städtisch Streetworker/Sozialarbeiter, die sich im Innenstadtbereich um die belange von auf der straße lebenden personen kümmern.

vielleicht wäre es ja ganz interessant, noch deren meinung einzuholen?

Donnerstag, 13.12.12 10:52
 

Teilweise einer sehr unglückliche Wortwahl von Herrn Bruns, von einem Dekan hätte ich mir mehr erwartet.

Das Bundesverfassungsgericht hat einmal gesagt, dass kein Mensch einen Anspruch darauf hat nicht mit dem Elend dieser Welt konfrontiert zu werden. Ich finde das gilt umso mehr für eine Universität und deren Studierende. Als Student, egal welcher Fachrichtung, hat man gehöriges Privileg und auch eine gewisse Verantwortung inne.

Ich finde es etwas Schade, dass gerade die Rechtswissenschaftliche Fakultät so auf ihre Außenwirkung und ihr Image bedacht ist. Man kooperiert mit Harvard, Asien, etc. Natürlich bekommt da der Prof aus Japan erstmal eine Schock, wenn er die Menschen sieht, die durch unser soziales Netz gefallen sind. Aber ist es der richtige Weg diese Menschen zu verbannen, um das saubere Image und den Schein zu wahren? Vielleicht sollte man einfach mal die Augen öffnen und sie nicht verschließen. Überall wo es Reichtum gibt, gibt es auch Armut.

Wer sich durch ein paar Pöbeleien und Beleidigungen schon so verängstigen lässt, dass er die Universität nicht mehr betritt, sollte sich vielleicht auch überlegen ob die Rechtswissenschaften das richtige Studium für ihn sind. Aber lassen wir das mal dahingestellt...

Fakt ist aber auch, dass in Deutschland niemand auf der Strasse leben muss! Wer Hilfe braucht, dem wird geholfen. Das Problem ist, dass sich diese Leute nicht helfen lassen wollen. Das Gutmenschentum ist hier also völlig fehl am Platz.

Es sind auch nur ein paar wenige die provozieren und pöbeln, der größte Teil ist friedlich und man kann sich auch durchaus gepflegt mit diesen Leuten unterhalten (habe ich schon getan). Die ganze Diskussion hier ist natürlich auch Wasser auf die Mühlen der Unruhestifter. Denen geht es um nichts anderes als zu provozieren und aufzufallen.

Wie soll die Stadt denn überhaupt dem Problem habhaft werden? Betretungsverbote, Platzverweise, etc? Und wie werden die dann durchgesetzt? Bußgeld? Ordnungshaft? Geld haben sie keins, ein bisschen im Knast rumhängen im Winter ist auch nicht schlecht. Es wird sich also nichts ändern.

Anstatt den Konfrontationskurs zu wählen, würde ich tatsächlich den Dialog mit diesen Menschen suchen und klare Spielregeln für ein friedliches Miteinander zu vereinbaren suchen. Die Idee einen Euro pro Student in ein Sozialprojekt zu stecken finde ich auch gut. Warum denn nicht? Man könnte den Leuten Container zur Verfügung stellen, mit Toiletten, Wascheinrichtungen, etc. Oder einen ungenutzten Hörsaal als Schlafmöglichkeit. Es gibt da sicher verschiedene Wege um die Situation zu "entschärfen", wenngleich die genaue Umsetzung sicher schwierig ist, aber Juristen sind ja durchaus findige Kerlchen ;).

Wie Herr Bruns richtig erkannt hatte, ist Vertreibung der falsche Weg, denn somit wird das Problem nur verlagert. Ich finde gerade die juristische Fakultät sollte sich diesem Problem annehmen und eine vernünftige Lösung suchen, anstatt wieder nach der Stadt Freiburg zu rufen. Die Rechtswissenschaft besteht nämlich nicht vornehmlich aus Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht, Vertrags- und Verbraucherschutzrecht und ist nicht dazu um Geld zu drucken und einen dicken Wagen zu fahren, sondern sie bringt eine gewisse gesellschaftliche Verantwortung mit sich, wenn man das System erstmal durchschaut hat.

Noch ein Wort an die ganzen User, die wiedermal auf die Juristen geschimpft haben:

Wenn ich Kommentare lese wie, "Wir brauchen keine Juristen um die Welt am Laufen zu halten" oder "Bornierte Rechtsverdreher", will ich euch eins sagen: Doch, ihr braucht die Juristen. Was meint ihr wo die Errungenschaft des Sozialstaats herkommt? Wer schützt eure Grundrechte? Wer sorgt dafür, dass ihr eure Rente bekommt? Woher kommt die gesetzliche Krankenversicherung?
Kommt mal runter von eurem hohen Roß. Es gibt durchaus Menschen, die das Studium aus altruistischen Motvien gewählt haben. Die Menschen denen es schlechter geht gerne helfen möchten, die etwas in der Welt bewegen wollen. Es sind nicht nur hauptberufliche Söhne und Töchter und zukünftige Porschefahrer, die sich im KG II herumtreiben.
Selbst wenn eure Vorurteile auf 80% der Studenten zutreffen mögen, wo ich euch sogar Recht geben muss, sind nicht alle so. Es ist auch nicht jeder Moslem ein Terrorist, oder?

Ich habe selbst Jura studiert und gehe trotzdem nicht mit dem Schönfelder schlafen, ich habe nichtmal eine Barbourjacke :) Mama und Papa sind auch keine Juristen, die haben nichtmal Abitur.

Also: Show some love! :)


Donnerstag, 13.12.12 11:33
 

Asoziales Verhalten zu "dulden" ist auch eine Form der Menschenverachtung.

Donnerstag, 13.12.12 11:37
 

Dann gib mir meine Rente jetzt endlich mal!juristen als Robin hood der Gesellschaft, da musst ich jetzt doch kurz lachen :)

Donnerstag, 13.12.12 12:11
 

Von Robin Hood habe ich nichts gesagt, scheinbar hast du Kern meiner Aussage nicht verstanden. Es soll aber tatsächlich schon vorgekommen sein, dass auch solche Halsabschneider und weltfremde Paragraphenreiter eine soziale Ader besitzen ;)

Bleibt zu hoffen dass du nie in eine Situation gerätst, in der du auf die Hilfe von Juristen angewiesen bist :)

EK
Donnerstag, 13.12.12 12:20
 

gibt ja glücklicherweise auch solche juristen wie die des akj oder solche wie michael moos.

Donnerstag, 13.12.12 12:36
 

was würden manche menschen nur ohne ihre feindbilder machen....

EK
Donnerstag, 13.12.12 14:15
 

sich welche suchen?
meine feindbilder sind durch erfahrungen entstanden. hilft ungemein um zukünftige fehltritte zu vermeiden.

Donnerstag, 13.12.12 16:29
 

"Es geht auch um Gäste - und nicht nur um die aus Harvard. Wir haben Gäste aus ganz Europa, aus Japan, aus Übersee. Für die ist es schlicht unverständlich, das Menschen vor dem Haupteingang unserer Universität lagern."

naja, andre länder, andre sitten. :-D

zum blauen licht in den toiletten: das wurde ende der 90er dort eingebaut. davor war es tatsächlich so, dass öfter mal toiletten blutverschmiert waren oder leute am boden ind er kabine lagen und ab und zu musste mal die ambulanz einen holen. spritzen hat man auch manchmal auf dem boden gefunden. dass das heute nicht mehr so ist liegt ja womöglich GERADE an dem blauen licht, ne.

edit: zu lärm versus physikalische probleme. muhahaha
lärm, also schall und dessen wellenförmige ausbreitung in einem gasförmigen medium ist eigentlich auch ganz schön physikalisch, wie ich finde.


Andrés hat den Kommentar am 13.12.2012 um 16:41 bearbeitet
Donnerstag, 13.12.12 17:48
 

man könnte den pennern vor staatsbesuchen anzüge geben und den platz so loungemäßig herrichten. "ach ja herr hashimoto, schaun sie mal unsere young high potentials hier in der deutsche-bank-lounge. schnittchen?"

Donnerstag, 13.12.12 19:20
 

Vielleicht sollten die Juristen ihre Räumlichkeiten mit der EFH oder KFH tauschen

Donnerstag, 13.12.12 19:20
 

Vielleicht sollten die Juristen ihre Räumlichkeiten mit der EFH oder KFH tauschen

Donnerstag, 13.12.12 20:10
 

@echt12, das wäre echt mal interessant. wie würden studenten anderer studiengänge auf die gleiche situation reagieren? gäbe es unterschiede?
wenn ich an meine komilitonen denke würde ich sagen 50% würden die personen mit nach hause nehmen und zu tode kuscheln, die anderen würden ihr iphone zücken und ein foto für facebook machen

Donnerstag, 13.12.12 23:55
 

Also ich fasse mal die Meinungenen hier zusammen:

Es ist menschlich völlig in Ordnung sich vor die Tür pinkeln, koten und sich zumüllen lassen zu müssen - das ist ausschliesslich ein Problem mangelnder Toleranz (natürlich der Betroffenen).

Während die Wohnungslosen ein Ausbund an selbiger sind, und überhaupt - auch garnicht in der Lage wären z. B. einen Mülleimer zu benutzen.

Und offensichtlich gibts da noch feine Unterschiede: Bei Jurastudenten ist das allemal gerechtfertigt, vorm Krankenhaus könnte man drüber diskutieren, beim Altenheim käme es darauf an ob es sich um privilegierte Wohlstandsrentner handelt und vor der Bahnhofsmission ginge es natürlich garnicht.

Und bei den ach so Verständnisvollen wage ich es tatsächlich auch zu bezweifeln, echt !

Nee - soviel Schwarzweissmalerei und Vorurteile habe ich selten erlebt.

Verständnis für die Probleme der Obdachlosen ist das eine, das für deren Verhalten (vor allem, wenn man selbst nicht betroffen ist!) das andere.

Im Übrigen unterstütze ich den Vorschlag von ag999 - da dürfte so manche Illusion schnell platzen ...

Freitag, 14.12.12 00:30
 

Das halbe Bermudadreieck pinkelt an die Uni :)

Freitag, 14.12.12 00:38
 

Im Übrigen wäre es wirklich mal interessant die angesprochenen Streetworker zu hören! Vielleicht kann fudder, oder auch die BZ, da was in die Wege leiten *Winkmitdemzaunpfahl* :)

Freitag, 14.12.12 02:20
 

biber, wohnungslose menschen verfügen selten über toiletten und korken in entsprechende körperteile sind auch keine alternative.
der vorschlag von agg999 ist quatsch, die wohnungslosen die jetzt noch draußen sind haben ihre gründe keine entsprechenden unterkünfte in anspruch zu nehmen, die haben dann höchst wahrscheinlich auch keinen bock auf deiner/meiner gästecouch zu wohnen.

Freitag, 14.12.12 09:47
 

Kurt:
"...nie davon gehört, dass es da Probleme gab. Und Schwarzlicht gab es "damals" (vor 4 Jahren) auch schon auf den Toiletten und gab´s da Probleme? Nein....genausowenig wie auf den McDonalds Toiletten am Bahnhof, die auch Schwarzlicht haben...so what...nichts los. ;)"


Also haben die das Schwarzlicht da nur angebracht um die Partystimmung zu fördern ?
Verwechselst du da nicht Ursache und Wirkung ?



NYHC:
Wenn ich das richtig verstanden habe würde die Toilettenbenutzung im Haus durchaus toleriert - wenn das dann halt auch nur zum vorgesehenen Zweck und so stattfinden würde, dass auch andere Benutzer sie anschliessend ohne Ekel aufsuchen können.
Ich kenne die Verhältnisse vor Ort nicht, aber genau das scheint ja das Problem zu sein.
Im Übrigen: Ich habe zwar eine Toilette in meiner Wohnung, die nutzt mir bei einem Aufenthalt in der Stadt aber auch nichts - da muß ich halt auch eine öffentliche aufsuchen - oder darf ich dann auch an die Uni pinkeln ?


Biber hat den Kommentar am 14.12.2012 um 09:48 bearbeitet
Freitag, 14.12.12 10:04
 

@Fibsi

Das ist einer unserer nächsten möglichen Schritte, yup.

Ich will auch noch mal auf den Beitrag in der brandeins verweisen:

Warum gibt es eigentlich immer noch Obdachlose?

Zitat: "Warum tut ihr nichts? Warum bekommt ihr diese Leute nicht von der Straße? Christine Heinrichs hat täglich mit Anrufen von aufgebrachten Frankfurtern zu tun, denen schwer zu vermitteln ist, warum 45 Mitarbeiter versuchen, den Obdachlosen zu helfen, und doch an ihre Grenzen stoßen. "Wir können ja niemanden einfangen, wegsperren, zwangswaschen. Und dann kommt er satt und sauber wieder raus", sagt sie. Jeder hat das Recht, so zu leben, wie er will - auch auf der Straße. "Man muss sich in einer Stadt damit abfinden, dass es Leute gibt, denen man tatsächlich überhaupt nicht helfen kann", sagt Heinrichs. "Das müssen die Bürger aushalten."

Freitag, 14.12.12 10:07
 

wo gibts denn ne öffentliche toilette die 24/7 offen hat? in nem laden, cafe oder sonst wo fragen ob man mal die toilette benutzen darf ist scchwierig wenn man nicht dem allgemeinen bild wie man herumzulaufen hat entspricht. jedes mal wenn man pinkeln muss irgendwo zu fragen ist auch echt nervend, bei den betroffenen personen handelt es sich ja um nen dauerzustand.
davon abgesehen halte ich es für nicht ok die uni klos in einem verwegenen zustand zu hinterlassen.

Freitag, 14.12.12 10:18
 

Interessant, dass man bei der AKJ-Stellungnahme zwar klar von "Konflikt" spricht, wozu klar 2 Seiten gehören, aber nur Verbote und Pflichten der einen Seite benannt werden und als konkrete Maßnahme nur von "in Kontext stellen" labert.

Schade Pirtatenpartei, da müsst Ihr noch ein bisschen was lernen bis Ihr meine Stimme nochmal bekommt. Aber s´ist ja auch "nur" die Hoschulgruppe, da ist man ja noch am spiel... ausprob... lernen.


Jimbo hat den Kommentar am 14.12.2012 um 10:20 bearbeitet
B
Freitag, 14.12.12 14:27
 

Die Wohnsitzlosen von der Uni wollen zum größten Teil keine Hilfe, weil sie genau so Leben wollen. Das ist ihr gutes Recht. Hier in Freiburg und im Umland gibt es genügend Hilfsangebote was Suchthilfe oder Wohnsitzlosenhilfe betrifft. Es ist sicherlich nicht so das diese nicht angeboten wurden, oder völlig unbekannt sind.
Trotzdem müssen sie sich an Regeln halten! Ich persönlich finde es schon grenzwertig, wie es teilweise vor der Uni abläuft.

Freitag, 14.12.12 15:34
 

dann sind immer noch die fragen nicht beantwortet ob 1. bestehende regeln durch das verhalten verletzt werden und wenn nein 2. ob man das problem schlimm genug findet, dass man eine neue regel maßschneidern möchte, die es verschiebt, da sie es ja offensichtlich nicht lösen wird - irgendwo verhalten sie sich nunmal, ob nun vor der uni oder woanders.

Freitag, 14.12.12 20:36
 

Ohje... Studenten, die später führende Positionen in unserer Gesellschaft besetzen und Kämpfe ausfechten werden, haben Angst und fühlen sich belästigt von Obdachlosen und Punks. Willkommen im wahren Leben. Auch im schönen Freiburg gibt es Menschen, die eben entgegen den gewöhnlichen Konventionen leben, vielleicht sogar sich selbst damit schaden, aber wie Caro so schön zitiert hat, damit muss man und eine Gesellschaft zurecht kommen, das ist eben der Preis für eine freiheitliche Demokratie. Zudem ist es ein Unding, dass Menschen gerade auf dem historisch und politisch bedeutungsträchtigen Platz der alten Synagoge vertrieben werden sollen- dies wurde in diesem Interview natürlich nicht eindeutig ausgesprochen, um nix anderes geht es jedoch.
Ich habe auch in Freiburg (Weingarten) studiert und sowohl da als auch an der Uni fand ich es sehr schön zu sehen, wie gesellschaftliche Schichten aufeinanderprallen. Ich selbst hatte auch schon sehr ungemütliche und unschöne Situationen erlebt, würde deshalb aber nicht sofort eine ganze Gruppe an Menschen aus dem Stadtbild verbannen wollen. Etwas mehr Coolness und Menschlichkeit wären angebracht.

Samstag, 15.12.12 19:22
 

"Auch im schönen Freiburg gibt es Menschen, die eben entgegen den gewöhnlichen Konventionen leben..:"

Irgendwie geht doch die Diskussion am Kern der Sache völlig vorbei !
Ich lebe auch (wie schon öfter hier erwähnt) sehr entgegen den gewöhnlichen Konventionen. Aber Freiheit ist auch immer die Freiheit der anderen, und die beeinträchtige ich eben nicht. Ich bin sicher, dass keine "Gruppe Menschen vertrieben" werden sollte/würde, die sich entsprechend achtsam gegenüber ihren Mitmenschen aufführt - hat eben auch mit der von dir angeführten Menschlichkeit zu tun. Erwarten die selbst doch auch ?!

"... damit muss man und eine Gesellschaft zurecht kommen, das ist eben der Preis für eine freiheitliche Demokratie."

Was hat dieses Verhalten bitte mit Demokratie zu tun ?
Und Demokratie unterscheidet auch nicht unterschiedliche Rechte verschiedener Gruppen - wenn ich anfinge in der Kajo Müll rumzuwerfen - würdest du das auch als "ungewöhnliche Konvention" tolerieren?

Ich bin eines jener misshandelten Heimkinder - Freibrief für mich in der Kirche zu randalieren - muß die Demokratie aushalten !?

Und die weiter oben stehende Aussage finde ich durchaus (zu)treffend:
"Asoziales Verhalten zu "dulden" ist auch eine Form der Menschenverachtung."
Und zwar für die Verursacher ! (Bin allerdings nicht ob DramaFB das auch so gemeint hat)


Biber hat den Kommentar am 15.12.2012 um 19:24 bearbeitet
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