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Vom Fußballplatz auf die Bühne: Das Tänzerische Kaleidoskop in der Sportuni

Beim Tänzerischen Kaleidoskop in der Sportuni zeigen Studenten ihre Choreografien – mit dabei sind auch Fußballer.



Wer Sportlehrer werden will, muss auch tanzen lernen. Zumindest im Grundfach ist Tanz für Lehramtsstudenten an der Sportuni Pflicht. Am kommenden Freitag, 14. Dezember, zeigen Sportstudenten und Teilnehmer von Tanzkursen des Allgemeinen Hochschulsports ihre Choreografien. Das Tänzerische Kaleidoskop, das zum ersten Mal seit 2008 wieder stattfindet, hat das Motto "Aufforderung zum Tanz – Let’s Dance". Der Erlös kommt der BZ-Aktion Weihnachtswunsch zugute.

Eigentlich hatte Ludwig Siegismund Angst. Davor, sich zu Musik zu bewegen. Und noch viel mehr davor, dass ihm dabei andere zuschauen. Wenn er abends weggeht, ist der 25-Jährige eher der Typ Barhocker. Zuschauern präsentiert er sich lieber auf dem Fußballplatz. Er ist Mittelfeldspieler beim Verbandsligisten Freiburger FC. Siegismund studiert aber auch Sport. Als Bachelor-Student kann er sich im Gegensatz zu den Lehramtsstudenten aussuchen, welche beiden Individualsportarten er macht. Und obwohl er mit Tanzen vorher nichts am Hut hatte, hat er sich dafür entschieden, neben Leichtathletik das Grundfach Tanz zu belegen – und nicht etwa Schwimmen oder Turnen.

"Ich fand, dass Tanzen mehr mit Fußball zu tun hat, bei beidem geht es um Rhythmik in der Bewegung. Es gibt inzwischen ja auch Fußballvereine, die mit Bewegung zur Musik arbeiten", erzählt Siegismund. Zudem lerne er durchs Tanzen, sich selbst auszudrücken – etwas, was er bisher nur auf dem Fußballplatz gemacht habe.

Trotz seiner anfänglichen Angst wird Siegismund auch beim Kaleidoskop mitmachen. 500 bis 700 Zuschauer erwartet Christine Dörre, die den Fachbereich Tanz an der Uni leitet. Zu den Spielen des FFC kommen 150 bis 300. "Ich will mich stellen und eine neue Erfahrung machen", erzählt Siegismund. Er tritt in einer Gruppe mit 26 anderen Studenten auf. "Da kann ich mich ja auch ein bisschen verstecken", sagt er und grinst.

Das kann Katharina Strohm nicht. Zumindest nicht in der Gruppe. Die 24-jährige Lehramtsstudentin wird nämlich gemeinsam mit nur drei anderen vortanzen. Strohm belegt Tanz als Schwerpunktfach – obwohl auch ihre sportliche Leidenschaft das Fußballspielen ist. Die Mittelfeldspielerin kickt für die zweite Mannschaft der SC-Frauen in der Regionalliga und hat sich erst mit Tanzen beschäftigt, als sie eine Bewegungsabfolge für die Eingangsprüfung einüben musste. Das Grundfach hat ihr dann so viel Spaß gemacht, dass sie sich dafür entschied, weiterzumachen. "Sich mit dem Körper auszudrücken, ist ein guter Gegensatz zum Fußballtraining. Aber das Tanzen bringt auch was für unseren Sport, Körperspannung zum Beispiel", erklärt Strohm.

Obwohl sie schon ein Semester länger tanzt als Ludwig Siegismund, werde auch sie ziemlich nervös sein vor ihrem Auftritt, sagt Strohm. Ihre Gruppe hat nicht nur die Choreografie selbst erarbeitet, die jungen Frauen haben auch die Musik geschnitten und die Kostüme gemacht. Wenigstens hinter ihrer Verkleidung werden sie sich etwas verstecken können – denn die Studentinnen treten als Trolle auf.

Ihre Mannschaftskolleginnen werden den Auftritt nicht verfolgen können, sie haben Training. "Aber meine Eltern und ein paar Freunde kommen, das reicht schon", sagt Strohm. Christine Dörre hofft, dass vor allem Eltern und Ehemalige die Möglichkeit nutzen, die Sportuni zu besuchen: "Zur Volleyballprüfung etwa kommen ja nur selten Zuschauer. Aber mit dem Kaleidoskop haben wir die Möglichkeit zu zeigen, was wir hier das ganze Jahr über machen."



Was: Tänzerisches Kaleidoskop
Wann: Freitag, 14. Dezember, 19:30 Uhr
Wo: Sporthalle I des Instituts für Sportwissenschaft (IfSS), Schwarzwaldstraße 175
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Vorverkauf beim Hausmeister des IfSS, Abendkasse ab 18 Uhr


[Bild 1: Alex Koch; Bilder 2 und 3: Thomas Kunz]




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