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fudders App-Check: Die Kochmamsell

Was wäre, wenn ich mich beim Kochen nicht nach dem Rezept richten müsste, sondern nach dem Angebot des Discounters um die Ecke? Basierend darauf hat ein Entwickler aus der Region "Die Kochmamsell" entwickelt.

Rezepte-Apps für Smartphones gibt es in den diversen Apps-Stores heutzutage in etwa so viele wie traditionelle Kochbücher in einer gut sortierten Buchhandlung. Nun kommt eine neue App hinzu, die der herkömmlichen Rezeptsuche einen interessanten und nützlichen Aspekt hinzufügt und von Norman Natterer (36) aus Albbruck im Kreis Waldshut entwickelt wurde.

"Für die Initialzündung der Kochmamsell sorgte meine Freundin. An einem Tag im März diesen Jahres suchte sie schon eine halbe Stunde nach einem Rezept im Internet und fand nichts Rechtes. Um alle Zutaten für ein Rezept einzukaufen, hätten wir zu mehreren Geschäften fahren müssen. Zum Teil waren die Zutaten aus den Rezepten aber auch einfach nur schwer zu beschaffen, weil sie nicht Saison hatten. Ich dachte dann darüber nach, dass diese Art der Rezeptrecherche im Prinzip ja nicht sehr viel mit der Lebenswirklichkeit des Alltags, des Einkaufens und Kochens zu tun hat. Man will ja in der Regel nicht jeden Tag eine Stunde nach einem Rezept suchen, sondern braucht einfach nur eine Umsetzbare Rezeptidee ohne viel Gerenne."




Ausgestattet mit der Grundidee tat sich Norman mit einem Freund zusammen und reichte das Konzept für die App beim Medienboard Berlin-Brandenburg ein, das die beiden Entwickler mit den nötigen finanziellen Mitteln unterstützte um das Programm auf den Markt bringen zu können.

Das Ergebnis dieser Arbeit kann man für 1,79 Euro im App Store von Apple erwerben. Aber was zeichnet die Kochmamsell konkret aus? "Die App beantwortet die Frage: "Was koche ich heute?" und zeigt den Gesamteinkaufspreis der Rezepte an. Sie verbindet täglich wechselnde Rezepte exakt mit dem Sortiment des Marktes, in dem du einkaufen willst. Du bekommst jeden Tag für jeden Markt drei verschiedene Rezepte auf die App gespielt, mit den Produktnamen, Preisangaben, Einkaufslisten und der genauen Kochanleitung. Man dann einfach in das Geschäft reinmaschieren, die App öffnen, sich für etwas entscheiden, einkaufen und kochen. Einfacher geht es meiner Meinung nach nicht", so Norman Natterer, der in dem jungen Start Up hauptsächlich für Kommunikation, Marketing und die Weiterentwicklung der Rezeptdatenbank zuständig ist.

Genau so funktioniert die App dann auch. Auf der Startseite wählt man zunächst aus einem von sieben Discountern aus (Aldi Nord, Aldi Süd, Lidl, Netto MD, Netto Supermarkt, Norma, Penny), auf denen die Rezepte der Kochmamsell momentan basieren.

"Es war für uns von Anfang an klar, dass wir die App User-orientiert aufsetzen," sagt Norman Natterer. "Wir agieren komplett unabhängig von den Märkten, die auf der App zu finden sind, deswegen ist die App auch werbefrei. Gegenwärtig sind alle  Discounter auf der App, wir wollen aber nach und nach alle Lebensmittelgeschäfte in Deutschland auf der App haben, im Besonderen auch die Biomärkte. Wie schnell das geht, hängt davon ab, wie erfolgreich sich die App verkauft."

Findet man nach der Auswahl des Supermarkts den "Weiter"-Button, der etwas kontraintuitiv mittig in der oberen Bildhälfte platziert ist, werden die drei Gerichte angezeigt, die für das Angebot des ausgewählten Discounters und den jeweiligen Tag konzipiert wurden. Auf Grund der relativ großen Packungsmengen in den Discountern sind die Rezepte immer auf vier Personen ausgelegt, was sich leider in der App auch nicht ändern lässt.

Für den Nutzer jedoch sehr angenehm wird zu jedem Rezept auch direkt der entsprechende Gesamtpreis angezeigt. Die Preisspanne reicht dabei von knapp über zwei Euro (Karottensuppe mit Curry und Kokosnussmilch) bis hin zu Gerichten um die 15 Euro (zum Beispiel Gulasch mit Kürbis) und hält für jeden Geldbeutel etwas bereit. "Da der Einkaufspreis der Rezepte angezeigt wird, kannst du mit der App auch nach deinem Budget einkaufen gehen. Das ist ja im Besonderen für knappe Studentengeldbeutel interessant", meint Norman Natterer. Grundzutaten wie Mehl, Salz oder Öl sind im Gesamtpreis jedoch nicht enthalten.




Im nächsten Schritt wird das eigentliche Rezept angezeigt, das den Koch in knappen aber ausreichend detaillierten Schritten zum fertigen Gericht führen soll. Außerdem wird mit einem kurzen Hinweis darauf aufmerksam gemacht, wie lange die Zubereitung ungefähr dauert und wie schwierig sie ist. An dieser Stelle kann man das Rezept außerdem zu seinen Favoriten hinzufügen und damit an Freunde weiterempfehlen.

Die App ist sicherlich eine Bereicherung für jeden, der gerne selbst und günstig kochen möchte und auch etwas Abwechslung auf dem Teller haben will. Neben der Funktion, die Anzahl der Personen für das Rezept anpassen zu können, wäre es auch praktisch, wenn man die benötigten Produkte direkt aus der App heraus online bestellen könnte, sofern der jeweilige Supermarkt dies anbietet.


Die Kochmamsell - Günstige Rezepte frisch aufs Handy
Quelle: YouTube
   
Vorteile:
 
  • Rezeptvorschläge, die auf Discounter-Angeboten basieren


Nachteile:
 
  • Portionsgröße nicht veränderbar
 

Für welche Geräte?

Kompatibel mit iPhone, iPod touch und iPad. Erfordert iOS 4.0 oder neuer. Ein Android-Release ist in Planung.

Aufgepasst!

Eigentlich kostet die Kochmamsell-App 1,79 Euro - bis einschließlich Freitag, 7. Dezember 2012, kann die App jedoch kostenlos im App-Store heruntergeladen werden.










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