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Die besten Gesellschaftsspiele 2012

Wenn es Abends wieder früher dunkler wird und die Kälte nach Kamin, Kerzenwärme und heißem Tee verlangt, dann stehen sie hoch im Kurs: die Gesellschafts- und Brettspiele. Der Freiburger Manuel Fritsch hat die fünf besten Spiele des Jahres für uns zusammengestellt.


Kingdom Builder



Das von der „Spiel des Jahres“-Jury mit dem begehrten Hauptpreis ausgezeichnete Aufbauspiel Kingdom Builder hat das Zeug zum Klassiker. Jeder Spieler hat 40 Holzhäuschen, die er je nach gezogener Karte auf den abgebildeten Terraintyp stellen darf. So wachsen die Königreiche der Spieler auf Wiesen, Canyons, Wüsten, Blumenfeldern und Waldgebieten heran und erobern dabei Dörfer und Schlösser. Die Dörfer geben zusätzliche Einsatzmöglichkeiten für die Häuser, während Schlösser Siegpunkte sichern.

Die Regeln sind in wenigen Minuten erklärt, und dank eines dynamisch zusammensetzbaren Spielplans ist die Landschaft in jeder Runde anders. Spannend und herausfordernd wird das Siedeln, da jeweils nur drei der zehn Siegbedingungen für ein etwa 30- bis 45-minütiges Spiel gelten. Zählt im ersten Spiel noch das größte zusammenhängende Königreich, fordert die nächste Partie vielleicht schon ein möglichst weit gestrecktes Gebiet oder wertet bestimmte Terraintypen stärker. Ein schnelles, hoch abwechslungsreiches Familienspiel mit hohem Wiederspielwert, das sowohl Anfängern als auch Vielspielern Spaß bereitet.

Kingdom Builder, für zwei bis vier  Spieler  ab acht  Jahren, Verlag: Queen Games, Autor: Donald X. Vaccarino, Auszeichnung: Spiel des Jahres 2012 

Santa Cruz



Santa Cruz entführt die Spieler in die Karibik. Es gilt, in zwei Phasen die Insel zu besiedeln und ihre noch unbekannten Schätze zu heben. Dazu sichern sich die Spieler Ressourcen, fangen Fische und sammeln seltene Vögel. Spannend wird es, weil immer nur eine kleine Auswahl der Punktekarten im Spiel auftauchen und man nur die auf der eigenen Hand kennt. Befindet sich die Wertungskarte für Gold überhaupt im Spiel? Lohnt sich die lukrative Bebauung am Vulkan oder wird er dieses mal aktiv? Auch der Zeitpunkt, an dem diese Karten eingesetzt werden, spielt eine große Rolle, denn die Wertung gilt immer für alle Spieler.  Hier führt kluges Abwägen zum Sieg, damit nicht gar die Mitspieler in der eigenen Runde mehr Punkte erhalten als man selbst.

Die sehr einfachen Regeln und die wunderschöne Anleitung machen Santa Cruz auch für die Familienrunde attraktiv, bietet Strategen aber dennoch genügend Spielraum.

Santa Cruz, für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren,  Verlag:  Hans im Glück, Autor: Marcel-André Casasola Merkle, Auszeichnung: Spiel der Spiele 2012

Targi



Targi ist ein packendes Zwei-Personen-Spiel, in dem die beiden Kontrahenten ihre Tuareg-Händler in die Wüste entsenden, um Datteln, Salz, Pfeffer und Gold zu handeln. Diese Waren ermöglichen den Erwerb von Stammeskarten, die die eigene Siedlung ausbauen und verschönern. Diese Karten bringen neben Siegpunkten meist auch spielerische Privilegien für die folgenden Züge ein.

Das richtige Einsetzen der Händler ist strategisch anspruchsvoll, aber geht zügig von der Hand und bietet einen hohen Spielreiz. Um sich die zufällig ausgelegten und wertvollen Karten in der Mitte des Feldes zu sichern, bedarf es eines wohlüberlegten Warenhaushalts und der richtigen Strategie beim Einsetzen der Figuren.

Der konkurrierende Mitspieler sowie umherziehende Räuber erfordern ein ständiges umsortieren der eigenen Prioritäten und ein Anpassen der eigenen Taktik an die neue Ausgangslage. Ein kurzweiliges „kleines“ Spiel mit der Anmutung und Tiefe eines großen Brettspiels.

Targi, für zwei Spieler ab zwölf Jahren, Verlag: Kosmos, Autor: Andreas Steiger,
Auszeichnung: Auswahlliste Spiel des Jahres

Village



Village vom Spiele-Autorenpaar Inka und Markus Brand gelingt es wortwörtlich spielend, in rund 90 Minuten Spielzeit die Höhen und Tiefen mehrerer Generationen eines typischen Dorflebens abzubilden. Die Spieler schicken ihre Figuren in die Ausbildung in handwerkliche Betriebe, auf eine Karriere als Lokal-Politiker, streben ein Amt in der Kirche an oder gehen auf Wanderschaft um Einfluss, Macht und Erfahrung zu gewinnen.

Doch die Uhr steht nie still und alle Aktionen kosten Lebenszeit, so dass alle paar Runden die ältesten Figuren im Spiel sterben. Der Tod, sonst meist negativ besetzt in Brettspielen, wird hier wichtiger Bestandteil der eigenen Strategie – denn nur wer seinen Figuren der vorherigen Generation im richtigen Moment die letzte Ruhestätte genehmigt, sichert ihnen einen Platz in der punktebringenden Dorfchronik. Village erzählt bei jedem Spiel individuelle Dorfgeschichten und spielt sich damit erfrischend neu.

Village, für zwei bis vier Spieler ab zwölf Jahren, Verlag: Eggertspiele, Autoren: Inka und Markus Brand, Auszeichnung: Kennerspiel des Jahres 2012

King of Tokyo



King of Tokyo ist ein amerikanisches Würfelspiel der Spielelegende Richard Garfield. Es lehnt sich humoristisch und comichaft an das Genre der Godzilla- und Monsterfilme an. Jeder Spieler verkörpert ein hochhausgroßes Fantasiemonster mit dem Ziel, Tokyo in Schutt und Asche zu legen. Gleichzeitig gilt es, Angriffe abzuwehren, denn alle Mitspieler außerhalb von Tokyo greifen den „King of Tokyo“ an und wollen selber auf den begehrten Platz in der Mitte. Denn nur, wer sich möglichst lange in der Stadt halten kann, sammelt die begehrten Siegpunkte.

Mit drei Würfen versucht jeder reihum, möglichst viele gleiche Symbole zu sammeln. Dabei darf nach jedem Wurf entschieden werden, welche Würfel liegen bleiben und welche neu geworfen werden. Drei gleiche Zahlen oder mehr geben direkte Siegpunkte, Herzen heilen die eigene Kreatur und Tatzen sind Angriffe. Mit Blitzwürfeln kann man ausliegenden Karten kaufen, um zum Beispiel schneller heilen zu können. Eine schnelle, actionreiche Kniffel-Variante mit wunderschönem Material und hoher Interaktion zwischen den Spielern.

King of Tokyo, für zwei bis sechs Spieler ab acht Jahren,  Verlag: Heidelberger Spieleverlag, Autor: Richard Garfield



Für alle, die diese und weitere Brettspiele testen möchten: Die Freiburger Brettspielszene trifft sich unter anderem jeden Dienstag ab 20 Uhr in der „Oase“, Vaubanallee 11.

Weitere Brettspielrezensionen des Freiburger Bloggers Manuel Fritsch sowie seinen täglichen Videospiele-Podcast findet ihr auf manuspielt.de.





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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 2
Donnerstag, 06.12.12 11:04
 

Aaaahh, jetzt sieht auch Kingdom Builder nicht mehr genauso aus wie Village.
Dann brauch ich den Kommentar jetzt auch gar nicht mehr send...ups

Freitag, 28.12.12 16:57
 

Die Topliste von SPON:

http://bit.ly/Vb6V53

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