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Weg mit den nervenden Nachbarn: Jurastudierende stören sich an wohnungslosen Menschen auf dem Platz der Alten Synagoge

Eine kleine Zahl von zum Teil wohnungslosen Menschen verbringt ihren Alltag am Rande des Platz der Alten Synagoge in der Freiburger Innenstadt, direkt neben dem Kollegiengebäude II der Uni. Dort haben die Juristen ihr Seminar - und manche von ihnen fühlen sich von ihren Nachbarn so sehr gestört, dass sie sich dafür einsetzen, dass sie von dort verschwinden.



Zwei Männer und zwei Frauen sitzen am Mittwochmittag in einer der Nischen in der Fassade des Kollegiengebäude II (KG II) am Platz der Alten Synagoge beisammen, eine hat einen großen Hund dabei. Zwischen Decken, Teppichen und Schlafsäcken sitzen sie auf einer Europalette und trinken aus To Go-Bechern Heißgetränke; einer reicht eine Tüte mit Fastfood herum. An ihnen vorbei gehen Studierende in das Gebäude. Alltag am Rande des Platzes zwischen Theater und Universität.

Dass diese zum Teil wohnungslosen Menschen zum Alltagsbild auf dem Platz in der Innenstadt gehören, stört manche Jurastudierende aus dem KG II. Und zwar so sehr, dass sie das Thema im Fakultätsrat zur Diskussion gestellt und die Universität zum Handeln aufgefordert haben. Vorgebracht wurden die Beschwerden von der Fachschaftsgruppe Ju§tu§, die die Mehrheit der Jurastudenten vertritt. Vertreter von Ju§tu§ waren in dieser Woche für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Das Problem gehöre "so in Ordnung [gebracht], dass die Probleme nicht in zwei Jahren wieder auftreten", soll ein Juraprofessor Ende November in einer Sitzung des Fakultätsrats gesagt haben, nachdem Studierende das Thema auf die Tagesordnung des höchsten beschlussfassenden Gremiums der juristischen Fakultät gebracht hatten. Ein anderer Professor soll daraufhin erbost die Sitzung verlassen haben.

In seinem aktuellen Newsletter äußerte sich der Freiburger Strafrechts-Professor Roland Hefendehl kritisch zur Initative der konservativen Studierenden:

Vielleicht gibt es in den Augen der Privilegierten Belästigungen, vielleicht gibt es Beeinträchtigungen. Wenn die Universität stolz damit wirbt, anders als eine Campus-Universität ihren Sitz im Zentrum der Stadt zu haben, dann sollte sie sich der Erkenntnis der Stadtsoziologie bewusst werden, dass es sich um einen heterogenen Ort der Differenz handelt.

Wer diesen nach seinen Vorstellungen und zu seinem Vorteil modellieren und die Differenzen nivellieren möchte (Bürgeruniversität ja, Obdachlose vor dem Seminar nein), nimmt diesen Ort nicht ernst. Wer den Dialog mit den Betroffenen einfordert, konstruiert erst das Problem und setzt eine pseudo-paternalistische Spirale mit dem Hintergedanken des eigenen Nutzens in Gang.


Nicht alle Studierenden der juristischen Fakultät unterstützen das Vorgehen von Teilen ihrer Fachschaft gegen die Nachbarn. Das Wutlevel ist bei Mitgliedern des Arbeitskreis kritischer Juristinnen und Juristen (akj) hoch. "Wir finden es schlimm, dass privilegierte Leute, die in ihrem Leben wahrscheinlich viel geschenkt bekommen haben, sagen: Ihr dürft hier nicht vor unserer Uni sitzen", sagt Lisa Herbein vom akj. "Ich erwarte von Studierenden, darüber zustehen und sich bewusst zu sein, dass sie gesellschaftlich am längeren Hebel stehen. Derartiges Verhalten ist unserer Fakultät nicht würdig."

Problemlos ist die Nachbarschaft – wie wohl  jede – dabei nicht; schon seit gut zwei Jahrzehnten ploppt das Thema immer wieder hoch. Die aktuellen Vorwürfe der Studierenden: Die Menschen auf dem Platz belästigten vorbeigehende Studierende verbal, sie seien laut, hinterließen Müll, urinierten vor oder benutzen die Toiletten im Gebäude. "Ich glaube, die Ästhetik stört mache Leute auch", vermutet Lisa Herbein. "Manche meinen wohl, dass die Menschen vor der Tür einen schlechten Eindruck hinterlassen, wenn Gastprofessoren aus Harvard kommen."

Die Uni gibt an, das Dekanat der juristischen Fakultät habe regelmäßig Beschwerden erhalten – von Studierenden wie auch von Mitarbeitern und Verwaltungspersonal. Wie viele Vorfälle welcher Art es auf dem Platz tatsächlich gegeben habe, sei jedoch nicht dokumentiert. Der u-asta zumindest konnte bei Nachforschungen keine Fälle ermitteln. "Wir haben in den Fachschaften nachgefragt und von absolut keinen konkreten Belästigungen gehört", sagt Anna Tenberg vom Vorstand des u-asta. Lisa Herbein schätzt, dass sich vielleicht die Hälfte der Jurastudierenden an den Menschen auf dem Platz störe: "Die fühlen sich wahrscheinlich nicht wohl, wenn sie da vorbeilaufen, oder haben Angst."

Studierende des Fachs VWL, die ebenfalls ihr Seminar im KG II haben, scheinen keine derartigen Erfahrungen zu machen: Deren Fachschaft wird erst an diesem Donnerstag - ausgelöst durch die Initative der Juristen - erstmalig über das Problem der Belästigung durch die zum Teil wohnungslosen Menschen auf dem Platz diskutieren.

Rektor Hans-Jochen Schiewer sieht jedoch Handlungsbedarf: „Wir können über das negative Verhalten, das wir auf dem Platz der Alten Synagoge leider beobachten, nicht einfach hinwegsehen. Es ist unsere Pflicht sicherzustellen, dass alle Lehrenden, Lernenden und Beschäftigten dem Studium und der Arbeit an der Albert-Ludwigs-Universität in Ruhe und Sicherheit nachgehen können.“

Wasserbomben- und Eier-Würfe aus dem Juristischen Seminar
 
Willibert Bongartz leitet die Pflasterstub’ in der Herrenstraße, ein Angebot der Caritas für wohnungslose Menschen. "Ich habe grundsätzliches Verständnis für alle, die etwas ertragen müssen, was ihnen unangenehm ist", sagt er. "Die Menschen auf dem Platz der Alten Synagoge sind jedoch keine homogene Gruppe.“ Es gäbe nicht 'die Wohnungslosen' auf dem Platz, vielmehr seien dort mehrere Gruppen anzutreffen, zwischen denen differenziert werden müsse und mit denen unterschiedlich umgegangen werden sollte. Tatsächlich nächtigen nur ein oder zwei Personen ganzjährig dort; im Winter sind tagsüber vier bis sechs Menschen anzutreffen, im Sommer manchmal ein Dutzend.

„Der Unrat, der dort herumliegt, kommt nicht immer von diesen Personen“, sagt Bongartz. Wohlmeinende Studierende würden den Menschen am Platz Sachen bringen, die sie nicht benötigen und die dann dort liegen blieben. „Und überall, wo Nischen sind, urinieren auch Partygänger hin.“

Das sagt auch Jackie, die am Mittwochmittag mit ihrem Hund am Platz sitzt: „Es ist so eklig, dass hier immer hingepinkelt wird.“ Und es wird nicht nur gepinkelt: Im Sommer 2011 sollen Studierenden aus dem Juristischen Seminar im zweiten Stock des KG II Wasserbomben und Eier auf die Wohnungslosen geworfen haben.

Wie könnte die Situation entspannt werden? Der akj hat noch keinen konkreten Lösungsvorschlag erarbeitet. Lisa Herbeins persönliche Meinung: "Der erste Schritt wäre immer Kommunikation auf Augenhöhe - im Dialog zwischen den Betroffenen, der Fakultät und Streetworkern."

Konkret tätig geworden ist die Uni noch nicht; bei der Freiburger Stadtverwaltung weiß man zumindest von nichts. Jackie will nur eins: Dass man mit ihr und den anderen fair umgeht. „Wir sind Menschen, und wir sollten wie Menschen behandelt werden.“

Egal, was aus der Initiative der Jurastudierenden wird: Spätestens im Herbst 2014 wird sich die Situation ohnehin ändern. Dann wird mit der baulichen Neugestaltung des Platzes begonnen.


 


[Bild: Ingo Schneider]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 97
Mittwoch, 05.12.12 18:55
 

Noch kein Abschluss, aber schon ganz Arschloch.

Mittwoch, 05.12.12 19:34
 

Die Gruppe angehender und abgeschlossener Rechtsverdreher und Paragrafenreiter, die hinter dieser dieser Aktion stehen, sollten sich was schämen. Solche Positionen kann ich nur traurig finden : ((

bak
Mittwoch, 05.12.12 19:46
 

macht mich gerade sprachlos.
****
elitaer sagts!!

;-)
Mittwoch, 05.12.12 19:54
 

Sprachlos #2

Mittwoch, 05.12.12 19:58
 

Als ehemaliger Student der VWL kann ich nur sagen, dass es mit diesen Personengruppen kaum Probleme gab, da kann ich auch für meine Kommilitonen sprechen.

Allerdings haben die Volkswirte auch den östlichen Teil des Gebäudes, die Juristen den anderen. Und die Obdachlosen befinden sich wegen der Wiese nur nach Westen hin.

Zu meinen Studienzeiten war das schon Thema, allerdings ausschließlich aus Gründen der Lärmbelästigung (von den wir nichts mitbekommen haben). Wenn man lernen will, und unter einem gröhlt es rum und die Flaschen fliegen (insofern gegröhlt wird und Glasbehältnisse durch die Lüfte segeln), dann kann das mit Sicherheit nerven.

Die freilaufenden Hunde haben mich manchmal nervös gemacht, ist aber wohl eher ein individuelles Problem meinerseits.
Alle anderen Gründe sind für mich erstmal keine.

Mittwoch, 05.12.12 20:04
 

Leuten die nichts haben noch was wegnehmen wollen, zum Kotzen.

Mittwoch, 05.12.12 20:12
 

"Wie könnte die Situation entspannt werden?"

Exmatrikulation und Hartz IV.

Mittwoch, 05.12.12 20:23
 

Sind die Hunde angemeldet und versichert ?

Mittwoch, 05.12.12 20:55
 

ich denke, dass sich die juristen schon alle ordnungsgemäß bei der stadt angemeldet haben und versichert sind

Mittwoch, 05.12.12 20:59
 

Es muß traumatisch für die Studenten sein, plötzlich auf das reele Leben zu treffen, welches man vorher nur aus dem TV kannte....

Mittwoch, 05.12.12 21:14
 

Ich finde das elitäre und hipsterette Verhalten vieler Studenten weit belästigender als die Damen und Herren, die da rumhocken. Hab nur einmal mitgekriegt, dass einer der Obdachlosen etwas lauter wurde, weil ein passant einen unnötigen Kommentar abgelassen hat.

Mittwoch, 05.12.12 21:17
 

Welche gerechten Urteile wird wohl ein Richter fällen, der schon im Studium Eier auf Obdachlose geworfen hat?

Mittwoch, 05.12.12 21:28
 

http://www.youtube.com/watch?v=jD7hlbgE4TE

Leben verboten!

Mittwoch, 05.12.12 21:50
 

mich als Arbeitnehmer mit Büro in der Innenstadt stören die Studenten in der Nachbarschaft, insbesondere die pseudo-elitären Jurastudenten.. sollte ich auch mal ein paar Eier werfen.....!

Mittwoch, 05.12.12 22:05
 

Hier:
http://akj-freiburg.de/index.php?page=vertreibung-wohnungsloser
könnt ihr die Stellungnahme des AKJ unterstützen!

Mittwoch, 05.12.12 22:34
 

Nach dem Lesen dieses Artikels bleibt nur eine Frage offen: Geht's noch?


wg-erprobt hat den Kommentar am 05.12.2012 um 22:35 bearbeitet
Mittwoch, 05.12.12 22:37
 

..ach, schön, dass die Welt so monochrom ist. Asi-Elitär-Juratten beschweren sich über den schmarotzenden Sozialpöbel, der seine letzte Zuflucht in den zugigen Arkaden des KG II fristen muss.

Immer wieder nett anzulesen, wie einseitig publizierte Titel einseitige Reaktionen hervorrufen.

Wie immer besteht die Welt aus vielen Farben, auch in Freiburg.

In meinen Uni-zeiten in den 90ern gab es die Denkmalpunks, die ihr Essen und Alk im Penny geholt haben und teils friedlich bis akzeptabel beim KG II gelebt haben und teils rumgeschrien die Pullen zerschlagen und das grad sanierte Klo untem im KGII traditionell zerlegt haben.

Ach, trotz KG II bin ich weder Hartzer noch Jurist geworden...

Mittwoch, 05.12.12 22:53
 

Meine Fresse, bin ja wirklich sehr pro Uni und pro Studenten. Aber wenn ich sowas lese kommt mir dermassen die Galle hoch dass jeder weitere Kommentar wohl von fudder gelöscht werden würde. Da ich das vermeiden möchte..gute Nacht. Ich kann nur hoffen, dass möglichst viele den Aufruf der akj unterzeichnen.

Mittwoch, 05.12.12 23:12
 

Ich bin ja für eine Initiative der Punks, die sich von elitären Jurastudenten in der Nachbarschaft gestört fühlen. Diese Menschen gehören für mich zum intakten Stadtbild und haben meiner Meinung nach ein Anrecht darauf, das öffentliche Gut nach ihrer Façon zu nutzen, solange sie dadurch Niemandem Schaden zufügen (was in diesem Fall nicht gegeben ist).

Wer ein Problem damit hat soll doch bitte in München studieren.

Mittwoch, 05.12.12 23:17
 

seit 6 jahren bin ich nun an der uni und bin noch kein einziges mal belästigt worden....

im wahrsten sinne ein asoziales verhalten, das die jurastudenten hier an den tag legen! die aktion mit den eiern und wasserbomben ist wirklich beschämend...

Mittwoch, 05.12.12 23:27
 

Hab mir gerade die Links zum Thema angesehen. Die Stellungsnahme des AKJ spricht mir aus dem Herzen.

Dann war ich noch auf der FB-Seite von Justus und wurde überrascht - die Leutchen auf dem Foto sehen gar nicht soo fies und elitär aus wie ich es erwartet hatte...

Donnerstag, 06.12.12 02:04
 

@wtf

12 Semester ! Biste dir unschlüssig ? Studierste Taxifahrn ?
Oder biste ehrenwerter Hausmeister oder Prof ?

Ansonsten pflichte ich Dir bei !


gedoens hat den Kommentar am 06.12.2012 um 02:30 bearbeitet
EK
Donnerstag, 06.12.12 05:39
 

feige wasserbomben-und eierwürfe? unfassbar, was sich für ein asoziales klientel an der uni aufhalten und studieren darf. solch ein verhalten macht mich tief betroffen. schlimm, wenn man sich vorstellt, was für berufe solche hetzer und brandstifter später einmal ausüben. das rektorat sollte a priori gegen seine studierenden vorgehen.


den kommentar von ag666 hat kalashnikitty bestens gekontert.

Donnerstag, 06.12.12 07:43
 

Es ist anstrengend und nervig beim älter werden festzustellen, dass halt viele Dinge nicht nur schwarz und weiß sind, sondern dass das Leben aus vielen unterschiedlichen Grautönen besteht. Da tut es auch mal wieder richtig gut wenn uralte Klischees, wie zum Beispiel das, dass es unter den Jurastudenten einen überproportional großen Anteil an Arschlöchern gibt, so eins zu eins erfüllt werden. Danke dafür!

Donnerstag, 06.12.12 08:01
 

Ich hätte nicht gedacht, dass sich so viele fudder User bei diesem Thema einig sind. Find ich gut.

Irgendwie stört sich die Bevölkerung in FR ja zur Zeit an kleinen und grossen Details. In der Innenstadt sei es zu laut, im Kino wird zu viel geredet und geknutscht, die Punks und Obdachlosen stören ja auch nur noch. Irgendwie stört und nervt ja alles auf einmal. Die Welt ist doch gerade so interessant weil sie bunt ist und jede Menge Abwechslung bietet.

Donnerstag, 06.12.12 08:25
 

Was genau ist an Pennern bunt und bietet Abwechslung ?


Donnerstag, 06.12.12 08:29
 

Das mit der bunten Welt zielte jetzt auch nicht speziell auf die Story hier ab, ich meinte das eher allgemein. Und ja, ich hatte auch schon mit einem obdachlosen Päarchen aus Freiburg ein sehr angenehmes und nettes Gespräch. Habe den beiden im vergangenen Winter einfach mal einen heissen Kaffee spendiert und konnte mich mit beiden verdammt gut über Gott und die Welt unterhalten. Also...

Donnerstag, 06.12.12 09:12
 

Gibts den endlich mal eine Stellungnahme von Justus zu dieser Sch...-Aktion?
Wer wollte sich den da profilieren?

Donnerstag, 06.12.12 09:14
 

Der Kommentar von kalashnikitty lohnte schon das aufstehen ;)

Donnerstag, 06.12.12 09:15
 

Oh wie sehr ich dieses Pseudotoleranz in Freiburg liebe. Mich würde interessieren, was ihr sagen würdet, wenn Obdachlose bei euch vor der Tür sitzen und dort alles voll pinkeln würden. Dann würde jeder aufschreien, genau so wenn es darum geht, dass solche Leute durch den Staat gefüttert werden, weil sie einfach keine Lust haben zu arbeiten. Aber jetzt wird hier auf den Jurastudenten rumgehackt - klar, alles andere wäre ja auch nicht passend für unsere ach-so-super-tolerante Stadt. Ich wurde auch schon dumm angemacht vor dem KG II, mir wurden sogar Prügel angedroht.
Ganz ehrlich: niemand hat was dagegen, wenn die Obdachlosen dort friedlich sitzen würden, aber Obdachlose, die überall hinpinkeln (und das Argument, dass das die Feiermeute auch macht... naja, die zahlen aber 20 Euro Bußgeld, wenn sie erwischt werden), rumpöbeln und ihren Dreck einfach liegen lassen... Ich kann schon verstehen, dass man sich da aufregt. Es gibt einfach Regeln, an die man sich halten soll/muss - ob Obdachlos oder Jurastudent oder Vorbildsbürger a la fudderleser, das ist im Endeffekt ganz egal. Aber jetzt so tun, als wären die armen Obdachlosen unsere Lieblingsbürger, die von den schlimmen Jurastudenten missachtet werden... Übertreibt es mal nicht, würde ich sagen...
Ich bin der Meinung, dass die Obdachlosen mit Sicherheit auch einen Teil dazu beizutragen haben, dass ein freundliches, problemloses Miteinander möglich ist, genau so wie die Jurastudenten, die mit Selbstjustiz jegliche Grenzen überschritten haben.

Das Problem ist doch immer nur, dass sich erst etwas ändert, wenn es Schlagzeilen macht.

Donnerstag, 06.12.12 09:24
 

Seit wann ändert sich etwas, nur weil es mal ein paar laute Stimmen gibt? Hmmm. Und es gibt auch genügend Nicht Obdachlose die ihren Müll überall liegen lassen. Genauso wie es sicher genügend Obdachlose gibt die sich wirklich wie die letzten Säue aufführen. Es sind nicht immer alle gleich. Und ja, sicher werden viele Leute, nein nicht nur Obdachlose, vom Staat durchgefüttert.

Donnerstag, 06.12.12 09:41
 

Eigentlich war das schon immer so... Oder welchen Sinn und Zweck haben Demonstrationen? Es muss erst Leute geben, die etwas ansprechen und zum Thema machen, bevor sich etwas ändert.

Und klar sind nicht alle gleich, darum sag ich ja: Es würde sich ja niemand beschweren, wenn es da keine Probleme geben würde, sprich sich die Obdachlosen anständig benehmen würden etc. Es gibt genügend Obdachlose, die das hinbekommen und niemand regt sich auf... Nur wenn sie rumpöbeln, Dreck machen und einfach irgendwo hinpinkeln... Dann müssen sie sich nicht wundern... Dann würde man sich genau so drüber aufregen, wenn ich das machen würde, oder du oder sonst wer...

Donnerstag, 06.12.12 09:43
 

Die meisten Leute leben die meiste Zeit ihres Lebens von Transferleistungen. Alle Kinder, Rentner, Kapitalisten, nicht Erwerbstätige ...
Um so wichtiger, daß Leute in der (finanziell) produktiven Zeit ihres Lebens bereit sind zu geben.
Und, unabhängig vom Einkommen und Dach über dem Kopf kann man seinen Dreck wegräumen. Manche Obdachlose (und auch andere) räumen sogar anderer Leute Dreck weg (Pfandflaschensammler).
Und jeder darf anderer Leute Dreck wegräumen, das ist nicht verboten. Wenn ich eine Flasche irgendwo auf einer Mauer stehen sehe, reg ich mich erst furchtbar über diese Deppen auf, dann nehm ich sie mit und werf sie entweder in den Glascontainer oder wenistens in den Müll, damit sie nicht herunterfällt und Hunde und Radfahrer schädigt.

Donnerstag, 06.12.12 09:56
 

"Und, unabhängig vom Einkommen und Dach über dem Kopf kann man seinen Dreck wegräumen."

Genau.

Donnerstag, 06.12.12 10:03
 

Ein paar Sachen noch zusätzlich, die ich vielleicht nicht deutlich genug geschrieben habe:

* Der akj bestreitet nicht, dass Studierende von Menschen auf dem Platz verbal aggressiv angegangen werden - gerade weibliche Studierende würden derartig belästigt. Von wem genau die Belästigung ausgeht - von der kleinen Anzahl an Menschen, die auf dem Platz der Alten Synagoge leben, oder von Menschen, die ihren Tag dort verbringen, und von welcher Gruppe, das ist jedoch unklar. Im Sommer sind manchmal drei verschiedene Gruppen vor Ort: am Denkmal, an der Waltari-Hauswand, am Mäuerchen Richtung Bertoldstraße.

* Ich habe von Dienstagvormittag bis Mittwochnachmittag versucht, die Fachschaftsvertreterinnen und -vertreter von Justus für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Erstgewählte reagierte auf wiederholte Telefonanrufe nicht, auf meine schriftliche Anfrage habe ich erst am Mittwochabend eine Antwort erhalten - und diese erst jetzt gesehen. Eine Stellungnahme von Justus folgt also noch.

Donnerstag, 06.12.12 10:07
 

@ DieKuh
Es ist ja auch nicht die verständliche Tatsache, dass sich Studenten an herumliegendem Müll und Pissgeruch vor der Uni stören, die mich an der Sache so ärgert. Sondern vielmehr eine fehlende Bereitschaft zur Kommunikation und ein elitäres Machtgehabe von Priviligierten Menschen. Warum nicht einfach mal die Punks freundlich zu einem gemeinsamen Gespräch einladen? Ich wette, kein Mitarbeiter der Uni oder Student hat je versucht, die Sache mit dem nötigen Respekt zu klären, der jedem Menschen gebührt. Und wenn schon speziell nach negativen Erfahrungswerten unter den Studierenden gesucht wird, dann bitte auch die andere Seite befragen. Würde mich nicht wundern, wenn Pöbeleien der Punks gegen Studenten auch teilweise als Reaktion auf vorherige asoziale und respektlose Aktionen der "anderen Seite" erfolgten. Und gerade Jurastudenten sollten Mittel der Mediation und Kommunikation gut beherrschen und ihre Priviligation durch bessere Bildung dann auch einsetzen. Ansonsten bitte SOFORT exmatrikulieren, solche Menschen will ich nicht im Rechtssstem unseres Landes wissen!!


chocochunk hat den Kommentar am 06.12.2012 um 10:08 bearbeitet
Donnerstag, 06.12.12 10:17
 

caro, du hast doch auch mal Jura studiert, wie hast du das dort empfunden?

Donnerstag, 06.12.12 10:21
 

Außerdem könnt ich kotzen weil ich immer wieder diesem Stereotyp vom "Sozialschmarotzer" begegne, auf den die arbeitende Bevölkerung runterspuckt, weil sie mit ihrem eigenen Leben nicht zufrieden ist. Klar ist eine 40+-Woche anstrengend und klar ist die Vorstellung, einfach aufs Arbeiten zu verzichten, für viele Grund genug für Neid auf Arbeitslose. Aber was soll das???! Es gibt Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Geschichte einfach nicht in der Lage sind, ein Studium zu absolvieren, obwohl sie warscheinlich die besseren Anwälte wären. Und ich habe absolutes Verständnis dafür, dass jemand, der schon in Kindheit und Jugend aus dem Gesellschaftlichen Raster gefallen ist und nie in den Genuß der nötigen Fürsorge gekommen ist, die für eine gesunde Entwicklung notwendig ist, keinen Bock hat für unter 1000 Euro im Monat zu buckeln und sich dabei von besser situierten Menschen schlecht behandeln zu lassen. Ich würde es dann auch vorziehen, vor der Uni zu sitzen. Das hat nichts mit Schmarotzen zu tun sondern vielmehr mit menschlicher Würde.

Donnerstag, 06.12.12 10:41
 

@stifler

Ich habe auch viele Jahre im Bermudadreieck gelebt - und mit fudder sind wir ja auch nur ein paar Häuser weiter.

Ich glaube ein jeder und eine jede sieht oder erlebt in der Innenstadt manchmal Dinge, die er oder sie nicht mag. Irgendwo liegt immer Müll herum, im Gemeinschaftskeller meiner ehemaligen Wohnung hat regelmäßig jemand übernachtet, der so starken Körpergeruch hatte, dass man es drei Stockwerke höher riechen konnte, und wenn ich durch die Stadt gehe, bellt mich mal ein Hund an, oder ich höre einen doofen Spruch, und vor Diskotheken, die ich nicht besuche, prügeln sich Dorfteenies und schreien rum. Am liebsten wäre mir ja eine Welt, in der alle ihren Müll ordentlich recyclen, niemand auf der Straße lebt (aus welchen Gründen auch immer), alle ihre Hunde im Griff haben, und niemand sexistische Sprüche macht. Diese Welt gibt es aber nicht, und so halte ich diese Sachen als erwachsener Mensch eben aus - als Preis für das Leben in der Innenstadt.

Und so sehe ich auch die Lage auf dem Platz: mir persönlich ist im Rahmen meiner Recherche nicht klar geworden, wie genau sich die Menschen auf dem Platz negativer auf die Studierenden auswirken, als es in der Innenstadt eben typisch ist. Da liegt nun mal Müll (und wenn da zu viel liegt, wird er schnell weggeräumt - Dienstag waren da Möbel, Mittwoch waren sie weg), es gibt Lärm (und alle paar Minuten fahren Straßenbahnen vorbei und im Sommer demonstrieren da nicht-wohnungslose Leute oder hängen rum und spielen Hackysack zu Trommelmusik) und es stinkt nach Pisse. (Am schlimmsten ist das ja im Durchgang zwischen Bermudadreieck zum Kontakthof - und ich vermute, dass so mancher Studierender, der da Montags drüber meckert, Freitags- und Samstagsnacht selbst hinuriniert hat.)

Wenn Studierende tatsächlich so massiv belästigt werden würden - und da schliesse ich verbale Belästigungen ein - dass ein Tätigwerden der Uni dringend nötig wäre, dann würde ich erwarten, dass das zumindest irgendwo dokumentiert ist, bzw. die betroffenen Studierenden Anzeige erstattet hätten. Dem ist allerdings nicht so.


caro hat den Kommentar am 06.12.2012 um 10:48 bearbeitet
Donnerstag, 06.12.12 10:41
 

Kann man einem Obdachlosen vorwerfen daß er irgendwo hinpinkelt?
Ich meine er muss auch "irgendwo" schlafen. Darf er bei euch mal kurz aufs Klo? Soll er in einer Gaststätte freundlich fragen ob er mal eben die Sanitären Einrichtungen in Augenschein nehmen darf? Oder soll er schnorren "Hast mir mal 50 Cent fürs Klo?"

Die Gesellschaft sollte sich nicht über ihre Erzeugnisse beschweren.

Donnerstag, 06.12.12 10:45
 

Ich habe noch ein paar konstruktive Vorschläge für die weitere Arbeit der Fachschaftsgruppe Ju§tu§:


1. Eine Änderung des Aufnahmeverfahrens für den Studiengang Jura: Nicht der Notendurchschnitt entscheidet über die Aufnahme, stattdessen müssen schriftliche Empfehlungen von Gesellschaftsmitgliedern mit einem festgelegten Mindesteinkommen eingereicht werden. Umso höher die Zahl der Kontakte in priviligierten Kreisen, desto besser sind die Chancen auf eine Zulassung zum Studium.

2. Eine Debatte über die Einführung eines kommunikationslosen Rechtsverfahren: Angeklagte werden nicht mehr angehört, sondern dem Richter vorgeführt. Dieser entscheidet dann anhand des Auftretens über die Schuld.

3. Lacostepflicht für Jurastudenten: Wer sich nicht das richtige Hemd leisten kann, darf nicht Jurist werden.

4. Einführung neuer, innovativer Strafen, zum Beispiel anwendbar bei Vortäuschen falscher Tatsachen, weil ein Jurist das Studium mit aufgenähtem Krokodil absolviert hat: Der schuldig Gesprochene wird auf dem Marktplatz an einen Pranger gestellt. Dort darf er von den Bürgern mit Eiern und Wasserbomben beworfen werden.

Sorry, dass ich euch so volltexte aber das Thema trifft mich als Mitglied einer nicht priviligierten Familie sehr...

tuC
Donnerstag, 06.12.12 10:48
 

@DieKuh: "genau so wenn es darum geht, dass solche Leute durch den Staat gefüttert werden, weil sie einfach keine Lust haben zu arbeiten."

Ist das deine Sichtweise? Würde mich interessieren wie du dazu kommst :)

Die Juristen könnten sich Southparkmäßig so rein aus Protest mit einem Katapult gegen das KG II schießen lassen...

Donnerstag, 06.12.12 10:52
 

Ich finde die Diskussion hier auch viel zu schwarz weiß.

Das klingt so als würden die Studis grundlos versuchen irgendwelche Obdachlosen zu vertreiben.

Ich weiß übrigens aus eigener Erfahrung auch, dass eine der Personen auf dem oben gezeigten Bild regelmäßig Leute ziemlich harsch anpöbelt und dann auch nicht mehr locker lässt.

Donnerstag, 06.12.12 10:52
 

@ Macsorzist

Vor allem wurde in der Beschwerde ja auch angebracht, dass Obdachlose die sanitären Einrichtungen der Universität nutzen würden.

Wenn ihnen das Benutzen der Uni-Toiletten freundlich angeboten würde, wären die Punks vielleicht bereit, auf das Urinieren vorm KG zu verzichten. Aber wie gesagt, Kommunikation ist wohl nicht die Stärke von Akademikern, vor allem nicht von Jurastudenten. Aber diese Fähigkeit brauchen sie ja auch nicht, sie werden ja später eh nur im Labor stehen und nie in Kontakt mit Menschen aus anderen Schichten und Kreisen kommen. Geht also völlig in Ordnung!!

Donnerstag, 06.12.12 10:56
 

Und noch eine Sache:

Ich habe Mitgefühl für jeden und jede, die auf dem Weg zur Arbeit/Uni angemosert, beschimpft wird oder irgendwas aushalten muss, was er nicht aushalten will. Mag ich auch nicht. Ist unangenehm.

Es gibt einzelne Menschen, die im Freiburger Stadtbild präsent sind, deren Verhalten ich persönlich unpassend bis unerträglich und manchmal auch beängstigend finde. Aber: das sind eben einzelne Menschen. Und nicht 'Die Wohnungslosen' - die gibt es nicht. Eine differenzierte Betrachtung ist hier zwingend notwendig.

Donnerstag, 06.12.12 10:57
 

Ja klar kann man einem/ einer Obdachlosen vorwerfen daß er irgendwo hinpinkelt.

Er / sie hat mehr Zeit als Leute die fast rund um die Uhr ins Arbeitsleben eingespannt sind. Er/sie kann die paar Meter zum nächsten Busch, oder Baum, oder an die Dreisam, oder and die Anlaufstellen für Wohsitzlose http://is.gd/wp6DXP , oder ins KG II oder an eine der anderen kostenlosen Möglichkeiten laufen anstatt es einfach irgendwo laufen zu lassen.


christianhauck hat den Kommentar am 06.12.2012 um 11:00 bearbeitet
Donnerstag, 06.12.12 11:04
 

@halbsodoppelt

Ich finde, diese Pöbeleien kann und sollte man als erwachsener und gesunder Mensch in dieser Gesellschaft locker ertragen - aus Mitgefühl für einen Menschen und seine persönliche Geschichte und Situation.


Re: Klo/Urinieren

Die Toilette auf dem Platz ist gebührenpflichtig - und so benutzen die Männer und Frauen eben die Klos im KG II. Jemand, der meiner Meinung nach die Situation auf dem Platz sehr gut einschätzen kann, sagte mir sinngemäß, dass das Piss-Thema mittlerweile eigentlich durch sei, weil alle die Toiletten benutzen würden - außer in Momenten, in denen es (aus welchen Gründen auch immer) einfach nicht anders gehe. Aber dann gehe es in die Hose, nicht gegen das KG II.


caro hat den Kommentar am 06.12.2012 um 11:07 bearbeitet
mza
Donnerstag, 06.12.12 11:06
 

Das geschnorrte Geld kann man auch zum Pissen benutzen, da hats doch ein ultramodernes Teil dort stehen oder irre ich mich? Einfach mal ein Ratskrone weniger...

Donnerstag, 06.12.12 11:11
 

Ich meinte zumindest die Toilette im KG II und nicht die privatwirtschaftliche Stadtmöblierungs-Luxusvariante.

Halt benutzen, nicht demolieren (das war ja wohl auch mal ein Vorwurf gewesen).

Donnerstag, 06.12.12 11:24
 

"Wenn mir ein Fremder durchs Schlafzimmer läuft, pöbel ich ihn auch an."
Ironiemodus aus.

Donnerstag, 06.12.12 11:30
 

@caro

Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass jemand im Seminar sitzend eine andere Wahrnehmung der Dinge hat, die um ihn rum passieren.

Wer dort lernt /lernen muss, der muss sich konzentrieren. Das ist natürlich nochmal was anderes als in der Innenstadt nur rumzulaufen oder zu leben.

Wer sich konzentrieren muss aber aufgrund äußerer (akustischer) Einflüße nicht kann, der wird - möglicherweise - in der Ausübung seines "Berufes" gehindert.

Daher meine Frage wie du das als Studentin im Seminar erlebt hast - vielleicht hast du aber auch in der UB oder woanders gelernt.

Donnerstag, 06.12.12 11:31
 

@caro

ich sage ja nicht, das es sich nicht aushalten lässt.

Ich sage nur das es bestimmt schon seine Gründe gibt, warum manche Studenten Probleme mit den Obdachlosen vor dem KG II haben.
Und wenn ich mich bei Ankunft bei meiner Arbeit auf dem Parkplatz jeden morgen erst anpöbeln lassen müsste würde ich mich nach gewisser Zeit vllt. auch mal irgendwo beschweren.

Trotzdem hat kein Mensch das Recht andere einfach so anzupöbeln und zu beleidigen, mir eigentlich egal ob derjenige obdachlos ist oder nicht.
Manche Räumen Menschen die obdachlos sind dieses Sonderrecht anscheinend ein.

Pauschalisieren sollte man sowieso nie.
Nicht bei den Obdachlosen, aber genau so wenig bei den Studenten bzw. Jura Studenten.

Donnerstag, 06.12.12 11:36
 

Zum Thema Pissen: Nachts hat das KGII zu. Andere Unigebäude ebenfalls und soweit ich weiß ebenfalls die öffentlichen Toiletten auch. Zumindest macht die am August irgendwann dicht. Ums KGII herum gibt es auch kein Gebüsch, in das man einfach mal so urinieren könnte - außer man wollte an den Gedenkstein für die alte Synagoge pissen...

Donnerstag, 06.12.12 11:45
 

"Die Menschen auf dem Platz [..] urinierten vor oder benutzen die Toiletten im Gebäude." Es ist also aus Sicht der Fachschaftsgruppe keine Lösung des Problems, wenn die Leute anständig die Toilette benutzen.

Übrigens wollte ich mal festhalten, dass ich schon allzuoft von gut gekleideten Menschen angepöbelt wurde, oder diese beim zumüllen von öffentlichen Plätzen beobachten konnte. Einprägsamstes Erlebnis: ein Benzfahrer mit Schlips und Kragen, der meiner Mutter den Stinkefinger zeigt. Ich war damals 6 Jahre alt und saß neben ihr im Auto. Dieses Erlebnis hat mich stark beinflusst und ich muss heute aufpassen, nicht alle Anzugträger und Benzfahrer in einen Stereotypen zu packen.

Und wie Caro schon geschrieben hat, bin ich sicher dass viele Studenten nachts im betrunkenen Zustand hinpinkeln, wo es ihnen gerade passt. Aber in unserer Gesellschaft ist schlechtes Benehmen leider nur geduldet, wenn man unter der Woche arbeitet und sich am Wochenende ordentlich volllaufen lässt.

Donnerstag, 06.12.12 11:46
 

@halbsodoppelt

Diese Gründe hätte ich eben gerne genau benannt und quantifiziert - das zu tun liegt an Justus.

Angepöbelt werden ist doof, ja, aber so lange dieses Anpöbeln keinen Straftatbestand erfüllt, habe ich keinen Anspruch auf ein Leben "ohne", auch wenn ich den vielleicht gerne hätte.


caro hat den Kommentar am 06.12.2012 um 11:47 bearbeitet
Donnerstag, 06.12.12 12:02
 

"Das Dekanat der juristischen Fakultät plant nun, in Verhandlungen mit der Stadt zu treten, um eine Vertreibung der Wohnungslosen zu erreichen." (Zitat vom akj)

Wikipedia versteht unter dem Begriff Vertreibung ein "staatliche Maßnahme gegenüber einer ethnischen, religiösen, sozialen oder politischen Gruppe, die diese zum Verlassen der Herkunftsregion zwingt." Außerdem werden als zwar mehrdeutige, jedoch weitgehend synonyme Begriffe "Deportation" und "ethnische Säuberung" angegeben.

Ich weiß nicht, ob der Begriff nur vom akj oder auch von Vertretern der juristischen Fakultät verwendet wurde. Falls zweites der Fall ist, finde ich die Wortwahl äußerst bedenklich. (und ich bin kein Mensch, der ständig auf Politische Korrektheit hinweist. Es ist weniger ein sprachliches Problem, dass sich mir hier darstellt.)

Donnerstag, 06.12.12 12:33
 

Die meisten Kommentare hier zeugen leider ebenso von Intoleranz und grausamer Naivität! Die Meinung vieler Leser hier scheint zu sein, dass da ein paar versnobte Jurastudenten einige arme Obdachlose aus ihrem Revier verdrängen wollen. So einfach ist das aber leider nicht!

Ich studiere selbst seit einigen Jahren Jura und sitze oftmals im KG II zum Lernen. Wenn man derart unter Druck steht wie wir (etwa in der sehr langwierigen Examensvorbereitung), dann in einem unklimatisierten Raum sitzt, sich mit komplexen Themen auseinandersetzt und dabei permanent Hundegebell, Gegröle und "Die Arschgef... Gummifo..." aus einem Ghettoblaster akustisch inhalieren muss, dann will man da natürlich am liebsten mal "für Ordnung sorgen".
Selbstverständlich neigen einige bei derartigen Konflikten auch zu Überreaktionen: Eierwurfaktionen, etc.. sind natürlich absolut indiskutabel.

Aber Fakt ist nunmal: Im Sommer besteht eine deutliche Lärmbelästigung bedingt durch die geöffneten Fenster (das hat mit dem normalen Stadtlärm nichts mehr zu tun), es stinkt nach Urin, man hat je nach Outfit beim Vorbeilaufen eine gute Chance massiv angepöbelt zu werden und gelegentlich muss auch mal die Polizei einschreiten.

Dieses Problem gilt es nun zu lösen! Dabei liegt es doch nur nahe, dass einige einfach die Verbannung der "Störenfriede" fordern! Das hat nichts mit Intoleranz oder Versnobtheit zu tun, schließlich will man nur den Lärm und die Belästigungen abstellen und von seinem Hausrecht Gebrauch machen. Ist diese Forderung denn für keinen hier nachvollziehbar? Wenn der eigene Nachbar permanent lärmt und pöbelt, reißt den meisten Kommentatoren hier doch auch irgendwann der Geduldsfaden! Die Lärmquelle mögen woanders Verbindungsstudenten oder Schnösel sein - hier sind es nunmal Obdachlose.

Ich selbst bin dabei gegen eine solche Verbannung (mit dem lärmenden Nachbarn muss man sich ja auch oft anders arrangieren), aber das Problem muss nunmal diskutiert werden. Mit konstruktiven Vorschlägen glänzt dabei leider keiner: entweder es heißt "Die müssen weg!" oder "Wie könnt ihr diese armen Menschen vertreiben wollen?!"

Auch Prof. Hefendehl hat gut reden, denn er sitzt schließlich in seinem ruhigen Büro in der Erbprinzenstraße, während einige seiner Kollegen sich direkt am Brennpunkt befinden.

Meines Erachtens müsste unter Vermittlung durch Sozialarbeiter der Dialog gesucht und Mediation betrieben werden. Bspw, dass man wenigstens für die Sommermonate oder Hausarbeitszeiten einvernehmlich einen anderen Standort aushandelt, verbindliche Regeln für den Umgang mit den Hunden aufstellt, den Lärm vermindert, dafür aber auch gelegentlich eine warme Suppe anbietet...

Klar ist jedenfalls, dass sich die Fronten weiter verhärten werden und eine Lösung immer schwieriger wird, je länger der Konflikt noch ungelöst schwelt. Dabei möchte ich nicht leugnen, dass es einigen Jurastudenten ganz gut täte, sich einmal mit der Situation der Menschen vor der Uni auseinanderzusetzen. Etwas mehr Empathie für die Situation der Juristen täte einer konstruktiven Diskussion dabei aber auch ganz gut!

Donnerstag, 06.12.12 12:34
 

"Und wenn ich mich bei Ankunft bei meiner Arbeit auf dem Parkplatz jeden morgen erst anpöbeln lassen müsste [...]" (von halbsodoppelt)
hab ich da was verpasst?
Es gibt ja eben KEINE konkreten Berichte über ein Anpöbeln. Und das schon gar nicht regelmäßig jeden morgen. So negativ gestimmt sind die nicht, im Gegenteil, ich ernte öfters ein nettes "guten morgen" oder auch mal "schön` Feierabend", (bin auch 3 mal die Woche im KG2).
Okay und wenn man dann innerhalb 2 Jahren mal n blöden Spruch abbekommt kann man das doch ignorieren, das kommt woanders auch mal vor.
Ich denk auch eher dass manche Leute unsicher im Umgang mit, in ihren Augen, "minderbemittelten" Mitmenschen sind und sich deshalb von vielleicht nicht böse gemeinte Kommentare angegriffen fühlen.

EK
Donnerstag, 06.12.12 13:08
 

@quasi07
du armes studierendes wesen.

ich wohne selbst seit vielen jahren in direkter nachbarschaft zu einer studentenverbindung(zu 90% jurastudis),habe zwei kleine kinder und sitze oftmals nach der arbeit mit der familie im hinterhof zum entspannen. wenn man derart viel erledigen muss(zwei kinder,2 vollzeit arbeitende erwachsene)wie wir und dabei permanent von bis tief in die nacht saufenden, später auch gröhlenden studenten in seiner nachtrughe gestört wird, dann will man da natürlich am liebsten mal "für ordnung sorgen". als antwort wird man dann aufs übelste beleidigt und hat am nächsten morgen den ganzen unrat(inkl. kaputter bierflaschen !!!) im hinterhof.
und gelegentlich muss auch mal die Polizei einschreiten.

dieses problem gilt es nun zu lösen! dabei liegt es doch nur nahe, dass wir einfach die verbannung der "störenfriede" fordern!bringt nur leider nichts.
von daher habe ich null verständnis für die o.g. ansprüche der jurastudenten.





es wäre mal interessant die obdachlosen direkt in den dialog zu integrieren.


EK hat den Kommentar am 06.12.2012 um 13:11 bearbeitet
mza
Donnerstag, 06.12.12 13:30
 

Mal ganz ehrlich wieso sollen Obdachlose (wobei ich gern zwischen gewollten (garstige Punker) und schicksalhaften (gescheiterte Existenzen) unterscheiden will) zum urbanen Stadtbild gehören?
Menschen die sich selbst aufgegeben haben, sind somit das Wegwerfprodukt der urbanen Gesellschaft? Ein anderer hätte da jetzt gern noch kapitalistisch gelesen, aber fuck off.

Freiburg ist doch grün, sozial und offen, dann hat sich verdammt noch mal die Stadt darum zu kümmern, dass die Obdachlosen (die Zweiteren) versorgt und wieder ins Leben zurückintegriert werden.
Mit den Ersteren habe ich kein Erbarmen oder das geringste Mitleid, da sie diesen Weg selbst gewählt haben um ihre Sauferei, Pöbelei, Drogensucht und ihren "Ichbingegenalles"-Style weiterfahren zu können...

so, steinigt mich!

Donnerstag, 06.12.12 13:33
 

@ EK
Sie armes Hinterhof besitzendes Wesen ;-)

Dann müssten Sie die Situation ja eigentlich bestens nachvollziehen können! Nur anstatt sich Ihrem eigenen Problem anzunehmen, mit der störenden Verbindung einen (gerichtlichen) Vergleich zu schließen und Ihre eigenen Rechte durchzusetzen, wünschen Sie Ihren ungeliebten Nachbarn die gleiche Erfahrung in leicht veränderter Form tagsüber an den Hals. Der Punkt ist nur, dass vielleicht 90% Ihrer Nachbarverbindung Jurastudenten sein mögen. Bei der Gruppe der Jurastudenten machen diese aber nur einen sehr kleinen Anteil aus!

Das mit dem direkten Dialog würde wohl schon deshalb nicht funktionieren, weil sich die Obdachlosen dann wohl (zu Recht) unterrepräsentiert fühlen würden. Ein einfaches "freundlich um Ruhe bitten" ruft hingegen auch hier die von Ihnen sehr schön beschriebene Reaktion hervor.

EK
Donnerstag, 06.12.12 13:58
 

ich wünsche mir nicht einen gerichtlichen vergleich, sondern akzeptiere das nun als in der innenstadt lebender bürger. ist halt so. wer so nicht leben möchte, soll aufs land ziehen. es gibt auch städte, in welchen der campus am stadtrand liegt....ich wollte nur darstellen,dass das nicht ein "obdachlosen"-problem ist, sondern das auch aus dem kreis der sich beschwerenden ebensolche "delikte" hervorgehen. ich/wir haben allerdings noch nicht zu eiern oder wasserbomben gegriffen. und ich möchte auch nicht zitieren, was dort alles an verfassungsfeindlichem liedgut gegröhlt wird. ein hinweis darauf hat wenigstens in einer nacht für ruhe gesorgt.

am rande:ich besitze keinen hinterhof...ich darf ihn als mieter nutzen.

Donnerstag, 06.12.12 14:47
 

was konkret haben sie verfassungsfeindliches gesungen?

Donnerstag, 06.12.12 14:57
 

Kurze Stellungnahme:

- Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Keine Rolle spielt es, ob sie Wohnungslos/ Wohnungssuchend/ Ärzte/ Alkoholabhängig/ Deutsche Staatsbürger / Keine deutschen Staatsbürger/ Drogenabhängig / Lehrer / Arbeitslose/ Arbeitssuchende/ Juristen/ Verkäufer/ Schüler/ Politiker / Studenten, Busfahrer oder irgendetwas Anderes sind.

- Alle Menschen sollen sich daran beteiligen, ein ordnungsgemäßes/ friedliches Miteinander zu ermöglichen.

- Nicht akzeptabel sind Beleidigungen/ Sachbeschädigungen / Körperverletzungen und Rücksichtslosigkeit jeder anderen Art. Das gilt sowohl für Würfe von Wasserbomben und Eiern als auch für das Urinieren an öffentliche Gebäude oder an/in das Eigentum Anderer/ Beleidigungen/ Bedrohungen von Passanten und häufigen Ruhestörungen.

- Die Diskussion darf nicht darauf heruntergebrochen werden, dass sich "Jurastudenten" gegen "Wohnunglose" auflehnen. Vielmehr geht es um einen Konflikt zwischen einem Teil der Nutzer des KG2 und einer Personengruppe, die sich unter diesem aufhält.

- Stellt sich heraus, dass die genannten Probleme tatsächlich vorliegen, so muss eine Lösung gefunden werden. Ein Platzverweis kann, muss aber nicht als taugliche Lösung in Betracht gezogen werden.

- Meiner Meinung nach ist es offensichtlich, dass man sich über Lösungen und Probleme Gedanken machen muss. Das hat absolut nichts damit zu tun, dass "Randgruppen" aus dem Stadtbild entfernt werden sollen.

EK
Donnerstag, 06.12.12 15:02
 

@schwarzkommando:
wie bereits geschrieben:das möchte ich hier nicht zitieren und sprengt auch den thread bzw. tangiert das eigentliche thema des threads nicht.

Donnerstag, 06.12.12 15:05
 

@ quasi07:
"Dieses Problem gilt es nun zu lösen! Dabei liegt es doch nur nahe, dass einige einfach die Verbannung der "Störenfriede" fordern! Das hat nichts mit Intoleranz oder Versnobtheit zu tun, schließlich will man nur den Lärm und die Belästigungen abstellen und von seinem Hausrecht Gebrauch machen. Ist diese Forderung denn für keinen hier nachvollziehbar?"

Für wen soll es nachvollziehbar sein, dass man die eigenen Interessen (Ruhelosigkeit) rücksichtlos auf Kosten anderer durchsetzt? Schon klar, dass du das gewöhnt bist, aber warum sollten das alle für normal und gut halten?? Und natürlich ist es vollkommen inakzeptabel und rücksichtslos, wenn man bedenkt, dass auf der einen Seite Ruhebedürfnisse stehen und auf der anderen Seite Leute ihr Umfeld verlieren und das Weite suchen müssen.

@chocochunk: Wenn jemand durch gesellschaftliche Vorurteilsstrukturen und Ausgrenzungsmechnismen zur Aufgabe seines Wohnorts und ständigem Ausweichen gegen seinen Willen veranlasst wird, kann man durchaus von Vertreibung sprechen...

@ Maximilian Baum
Wer sagt, dass es ein Problem gibt? Du? Deine Jurafreunde?
Ich habe kein Problem damit, dass die Leute da rumhocken! Alles andere wurde hier schon breit dargelegt. Geruchs- und Lärmbelästigungen gehören zur Stadt dazu. Suck it up!

Da nach konstruktiven Lösungen gefragt wurde:
1. Jurafakultät in den Wald verlegen!
2. Gespräch mit Jurastudierenden suchen, um sie bei der Integration in die Gesellschaft zu betreuen!

Donnerstag, 06.12.12 16:18
 

@quasi07
"Die Meinung vieler Leser hier scheint zu sein, dass da ein paar versnobte Jurastudenten einige arme Obdachlose aus ihrem Revier verdrängen wollen. So einfach ist das aber leider nicht!"

"Das hat nichts mit Intoleranz oder Versnobtheit zu tun, schließlich will man nur den Lärm und die Belästigungen abstellen und von seinem Hausrecht Gebrauch machen."

Nich so einfach?Klingt halt schon so. Rechte kann man Menschen auch einräumen.

Donnerstag, 06.12.12 16:32
 

Der einzelne Student hat jedenfalls nicht das Hausrecht.

btw: zum Thema Freiburger Jurastudenten - ich les es gerade, sehr interessant: http://is.gd/6ysnGA


christianhauck hat den Kommentar am 06.12.2012 um 16:34 bearbeitet
Donnerstag, 06.12.12 16:49
 

@ Magnolia
Du hast recht und darauf wollte ich auch gar nicht hinaus. Es ist wie gesagt kein sprachliches Problem, dass ich sehe. Ich meinte eher, dass eine Vertreibung als Aktion für mich in diesem Fall keine zulässige Maßnahme darstellt und nicht als Lösung des Problems in Frage kommt.
Darüber könnte man erst nachdenken wenn eine respektvolle und beide Seiten einschließende Vermittlung stattgefunden hat und die betreffenden Personen nicht bereit sind, etwas an der Situation zu ändern.

Ich bin selbst nicht an der juristischen Fakultät und weiß deshalb nicht, ob Versuche dahingehend schon unternommen wurden.

Donnerstag, 06.12.12 17:34
 

Kleines Update:

Justus möchte am Freitag eine Stellungnahme zur Sachlage abgeben. Auch Uni und Polizei haben sich noch mal zur Situation geäußert - einen ergänzenden Beitrag gibt's höchstwahrscheinlich am Freitagnachmittag.

Donnerstag, 06.12.12 17:38
 

@ magnolia:

die jurafakultät in den wald legen ist keine lösung, da kacken fuchs und reh hinter den baum, das könnte auch riechen...

abgesehen davon ist das ganze ja mal wieder ein elfmeter ohne torwart fürs schubladendenken.
die bösen konservativen juratten und die lichtgestalten vom akj.

mit pöbeleien sollte man als zukünftiger jurist allerdings umgehen können, ist ein kleiner vorgeschmack auf das berufsleben und die reaktionen von unzufriedenen mandanten oder gegnern.
mit den obdachlosen verhält es ich mit ziemlicher sicherheit so wie mit den jurastudenten, auf beiden seiten gibt es arschlöcher.
nur ist das eine arschloch nicht das bessere weil es obdachlos ist oder das andere weil es jurist ist....

wie wärs denn mit einem dixieklo, gesponsort von der fachschaft und mit einem schlüssel für die obdachlosen.
würde wenisgstens den geruch ein wenig eindämmen.

Donnerstag, 06.12.12 17:57
 

Ich fühle mich diskriminiert und ausgegrenzt.
Denn wenn ich dort an die Hauswand pinkeln würde, Lärm machen oder Müll verteilen hätte das sicher massiv Folgen für mich.

Mal ehrlich: Ist all das eine unvermeidbare Folge wenn man sich dort aufhält ?

Zitat Caro: "Ich finde, diese Pöbeleien kann und sollte man als erwachsener und gesunder Mensch in dieser Gesellschaft locker ertragen..."

Nein !!! Weil auch das keine zwangsläufige Folge der Obdachlosigkeit ist. Und weil man ja nie weiss, wie weit das dann doch gehen könnte. Ich würde es einfach ignorieren, aber meiner Liebsten würde es zum Beispiel Angst machen.

Und ausserdem ist es kontroproduktiv - Unterstützer macht man sich so sicher nicht !

Und zum ziemlichen schrägen Vergleich "urbaner Lärm - auch im Kino: Warum um alles in der Welt muß jemand ins Kino gehen um sich gerade dort lautstark zu unterhalten und den anderen den Genuß zu verderben ?" Ich gehe ja auch nicht in die Raucherecke und rege mich dann auf. Alles hat seinen Raum, aber nicht alles überall, sonst ist überhaupt kein Miteinander mehr möglich

Der ganze Artikel ist jedenfalls sehr einseitig und hat ja offenbar auch die beabsichtigte Resonanz ausgelöst - da hat dts... den Nagel auf den Kopf getroffen


Biber hat den Kommentar am 06.12.2012 um 17:59 bearbeitet
Donnerstag, 06.12.12 19:38
 

Früh übt sich, was ein Arschloch werden will.

Freitag, 07.12.12 00:46
 

Vorneweg: Jeder Mensch hat das recht respektvoll behandelt zu werden und um Obdachlose sollte die Gesellschaft sich besonders kümmmern.

Jedoch haben Obdachlosen nicht das außerordentliche Recht, sich wie Barbaren aufzuführen, nur weil sie eben obdachlos sind. Das ist die Sache, was die Studenten stört, und nicht die allgemeine Existenz von Obdachlosen im Stadtbild.

Beispiele aus diesem Jahr:
- ich fahre jeden Tag an Menschen vorbei, die ständig Passanten und Studenten anpöbeln.
- dabei muss ich mit meinem Fahrrad über zahlreiche Scherben fahren, die von den zerbrochenen Flaschen der Obdachlosen stammen.
- 1m neben mir erbricht sich um 10:00 morgens eine Obdachloser aufgrund seines Alkoholkonsums
- Ein anderer Obdachloser zieht sich mitten am helllichten Tag, mittags, auf der Wiese vor dem KG2 seine Hose runter um in aller Öffentlichkeit zu urinieren...man muss sich schnell abwenden um nicht all zu intime Details zu Gesicht zu bekommen
- Im Sommer kann bei lautem Gesang und gegröle nicht an Konzentration gedacht werden.

Ich denke, dass es hier nicht darum gehen soll, dass die Existenz der Obdachlosen ein Schandfleck darstellen, sonder dass dieses Benehemen, dass von niemand toleriert werden sollte, unterbunden werden muss. Warum sollten Obdachlose sich dermaßen daneben benehmen dürfen???

Freitag, 07.12.12 00:46
 

Vorneweg: Jeder Mensch hat das recht respektvoll behandelt zu werden und um Obdachlose sollte die Gesellschaft sich besonders kümmmern.

Jedoch haben Obdachlosen nicht das außerordentliche Recht, sich wie Barbaren aufzuführen, nur weil sie eben obdachlos sind. Das ist die Sache, was die Studenten stört, und nicht die allgemeine Existenz von Obdachlosen im Stadtbild.

Beispiele aus diesem Jahr:
- ich fahre jeden Tag an Menschen vorbei, die ständig Passanten und Studenten anpöbeln.
- dabei muss ich mit meinem Fahrrad über zahlreiche Scherben fahren, die von den zerbrochenen Flaschen der Obdachlosen stammen.
- 1m neben mir erbricht sich um 10:00 morgens eine Obdachloser aufgrund seines Alkoholkonsums
- Ein anderer Obdachloser zieht sich mitten am helllichten Tag, mittags, auf der Wiese vor dem KG2 seine Hose runter um in aller Öffentlichkeit zu urinieren...man muss sich schnell abwenden um nicht all zu intime Details zu Gesicht zu bekommen
- Im Sommer kann bei lautem Gesang und gegröle nicht an Konzentration gedacht werden.

Ich denke, dass es hier nicht darum gehen soll, dass die Existenz der Obdachlosen ein Schandfleck darstellen, sonder dass dieses Benehemen, dass von niemand toleriert werden sollte, unterbunden werden muss. Warum sollten Obdachlose sich dermaßen daneben benehmen dürfen???

Freitag, 07.12.12 02:27
 

Ich studiere Jura und gehöre definitiv nicht zu den Snobs und trotzdem gehen mir die Obdachlose dort auf die Nerven. Das mit den Wasserbomben und Eiern war natürlich ne Schweinerei, sowas geht nicht. Aber ich frage mich manchmal schon, wieso müssen die gerade da wohnen? Das Problem ist doch, dass die meisten alkohol- und drogenabhängig sind. Ich hab schon einige Male Blut verspritze Waschbecken und Toiletten im KGII gesehn. Wer will sowas an seinem Arbeitsplatz? Das juristische Seminar ist direkt an der Front, wo die tagtäglich ihren Rausch feiern. Ich arbeite auch gerne mal abends und die Geräusche, die man dann in der Jurabib vernimmt, das hat schon was Barbarisches und stört natürlich auch. Hundegebelle und -gejaule, aggressives Geschrei, wüste Beleidigungen, Musik aus diesem Flimmerradio und aufprallende Glasflaschen. Auto- und Straßenbahnlärm lenkt im Gegensatz dazu ncht ab. Keine andere Fakultät ist derartigem Krach ausgesetzt. Und ich wette niemand von den Toleranzbolzen hier würde sich das täglich geben wollen. Manchmal hat man das Gefühl, da draußen raufen sich die Neandertaler. Und es ist ja wohl auch kein Geheimnis, dass Jura mit viel Arbeitsaufwand verbunden ist. Wenns einen aber nicht gerade nervt, dann kommt man schon auch mal ins Schmunzeln bei den Ausdrücken.
Meiner Meinung nach müssen die zwar jetzt nicht dringend weg, allerdings kann ich sehr gut verstehn, weshalb einige Jurastudenten die gerne loswerden wollen.


marigold hat den Kommentar am 07.12.2012 um 02:31 bearbeitet
Freitag, 07.12.12 09:06
 

Übrigens ist schon die Überschrift zum Artikel falsch !

Man stört sich nämlich nicht "an den wohnungslosen MENSCHEN" (die in einem wohlhabenden Staat wie unserem, wo für alles andere Geld da ist) ohnehin ein Skandal sind), sondern an deren VERHALTEN !

Kleiner, aber feiner (und wesentlicher)Unterschied !

Ich begegne denen - wie jedem Menschen - mit Respekt.
Aber wenn ich durch Glasscherben laufen muß, könnte mir durchaus auch schon mal der Gedanke an Wasserbomben auf die Verursacher kommen.

Und - btw. - ich benehme mich ja auch nicht in einer Kirche daneben und rechtfertige das damit dass meine Vorgeschichte als eines jener misshandelten Heimkinder mich geprägt hat.

Wenn jetzt das Argument gekommen wäre: "Warum sollten sich eigentlich Menschen, die von der Gesellschaft aus dieser ausgeschlossen werden an deren Regeln halten?" wäre das wenigsten ehrlich, aber hier Schwarz/Weiss-Feindbilder aufzubauen ... nee !

Und es trifft ohnehin in den allermeisten Fällen die Falschen ..


Biber hat den Kommentar am 07.12.2012 um 09:11 bearbeitet
Freitag, 07.12.12 09:56
 

Lesenswert:

Freitag, 07.12.12 09:59
 

@ caro

???

Freitag, 07.12.12 10:11
 

Liebe Mitbürger,

die Kapazitäten des Verteidgungsetats sind momentan leider mit externer Ressourcenakquise und Plagiatsvorwürfen ausgelastet. Ein Einsatz der Bundeswehr zur Verteidigung der Demokratie am KGII ist in absehbarer Zeit nicht realisierbar.

Aufgrund akuter Aktualisierung des Transfersmodells unter neoliberalen Kriterien sind außerdem die Deportationskosten nicht finanzierbar.

Zur Gewährleistung des störungsfreien Zugangs zu höheren Einkommensklassen empfiehlt das Reichssicherheitshauptamt der Universität Freiburg die Installation von Selbstschussanlagen und Terminator Drohnen.

Freitag, 07.12.12 10:13
 

Ehrlich gesagt ärgert mich auch ein bisschen, dass es sich hier viele Leute sehr einfach machen!

Feindbild: Juristen
Ist ja wohl offensichtlich....begründet durch die allgemein bekannten Vorurteile und der reißerischen Aufmachung des Artikels. Da kann man es sich ja einfach machen. Wie soll es denn auch anders sein.

Die Guten: Die armen Obdachlosen(deren Schiksal wirklich schrecklich ist!!). Es bleibt ja keine andere Partei übrig.

Aber sich mal wirklich die Mühe zu machen und den Sachverhalt differenziert zu betrachten, das tuen die Wenigsten. Es ist aber nun mal nicht so einfach, jeder trägt seinen Teil zu der Situation bei. Um den Konfilkt zu lösen sollte man mal ganz schnell aufhören die Beteiligten dermaßen tief in eine Schublade zu stecken und dabei eine Pseudotoleranz zur Schau zu stellen. Das bringt hier keinen weiter.
Es ist nun mal nicht jeder gleich. Auch wenn er Jurist ist...

bak
Freitag, 07.12.12 10:26
 

Byte gefällt mir ;-)

Ich glaube ja, dass die Pöpelei einen Grund haben muß, ich bin noch nie von denen blöd angemacht worden und auch ne Weile oft an ihnen vorbei gelaufen (ein Gespräch mit den Leuten kam auch vor ;-)
Kann mir vorstellen, dass dies ein Grund sein könnte:
"Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus", funktioniert auch averbal, einfach als Haltung anderen Menschen gegenüber....

Freitag, 07.12.12 10:34
 

Wie mich das ganze Toleranzgenerve auf den Sack geht. Was hier am Gutmenschentum wieder am Start, einfach nervig.

Was würden diejenigen wohl machen, die so eine nette rumpissende, stinkende, rumgröhlende Truppe immer direkt vor der Nase haben, sei es an der Arbeit oder vor der eigenen Wohnung. Ich wette zu 90% geht dann der Anruf zum Vermieter, Chef, oder zur Polizei aber hier sind die Juristen die Arschlöcher nur weil sie was dagegen machen wollen.

Und ich kann es nicht leiden den Weg entlang zu gehen und mir das genöhle, geschrei, rumpöbeln mitanzusehen und zu hören. Oder was auch gut war vor ein paar jahren als meine Freunde und ich ausversehen eine Flasche zu Bruch gehen lassen ( Bierflasch von denen lauf dem Weg, Kumpel hat sie gestriffen ging kaputt ). Und so ein Penner rumgeschrien hat als hätten wir das mit Absicht gemacht, getobt wie ein Idiot, und geschrien hat "Ich stech euch ab".

Was will man den da bitte noch groß rumdiskutieren mit denen "Leute seid doch mal bitte ein wenig leiser, wiir wollen da drinnen studieren und lernen. Habt doch ein Verständnis. Supi, alles Liebe grüße und euch einen schönen entspannten Tag mit der Flasche Wodka".

Freitag, 07.12.12 10:35
 

Byte: :-))

Aber mein Einwand dazu: Die von dir vorgeschlagenen Mittel sind
1. zu teuer
2. nicht sicher genug bezüglich Kollateralschäden
(was, wenn es versehentlich einen Juristen trifft?)
3. verboten
4. Hygienisch nicht einwandfrei

;-)


"Haben sie etwas gegen Juristen/Obdachlose/... ?" Zutreffendes bitte streichen :-)

"Nein, wenn ich was hätte würde ich es auch anwenden!"

Freitag, 07.12.12 11:05
 

"Zur Gewährleistung des störungsfreien Zugangs zu höheren Einkommensklassen empfiehlt das Reichssicherheitshauptamt "

es hat zwar lange gedauert und auch wenn es nur eine klitzekleine nazikeule ist, sie hat ihren pflichtplatz bekommen....

bak
Freitag, 07.12.12 11:05
 

ähm, ich meinte "nonverbal" weiteroben...

also Loki und all die anderen zukünftigen SuperJuristen, dies wurde nun mal öffentlich, ist doch klar, dass dies Wellen schlägt...und man seine Meinung dazu schreibt. Gibt ja selbst in Deiner Zunft Leute - die, dieses Probleme nicht so sehen wie Du oder andere arme, geplagte Studenten. Ganz ehrlich ich habe in keinster Weise Mitleid mit Euch - bin aber zum Glück auch keine MediAtorIn :-)

MIch widerts nur an!!

Freitag, 07.12.12 11:36
 

Lieber Loki,

Du hast Recht, Demokratie, Menschenwürde und Pluralismus sind nicht nur ökonomisch, sondern auch privat, nervig.
Allein das ganze Genöhle, Geschrei und rumpöbeln im Vormittagsprogramm der Privatsender konnte Dich ja nur für neodarwinistische Einsichten sensibilisieren.
Zum Glück refinanziert wenigstens Hollywood diese parasitären Tendenzen des Grundgesetzes durch Werbungsträger wie Rambo und Universal Soldier (wer will manchmal nicht emotionale Belastungen nuklear kanalisieren?). Denn insofern also wäre zumindest die Finanzierung der Klassenspaltung weiter abgesichert.

Ein Grund mehr zur Hoffnung auf eine baldige, quasi natürliche, sozialstaatliche Selektion von Betriebsunfällen des Klassenmodells (Menschen) eröffnen Informatik und Robotik. Die lethale Behandlung menschlicher Fehlerquellen durch Industrieroboter und Militärdrohnen ist auch nur ein anti-entropischer Prozess der Produktionsoptimierung.

Besonders nämlich der Zugang zu optimalen Lern-, also Produktionsbedingungen ist momentan durch subversive Selbstzerstörungspropaganda wie Armut und Obdachlosigkeit gefährdet.
Die prozessierende Installation einer juristischen Bezahlschranke zur klassenorientierten Optimierung des Zugangs zu Grundrechten sollte bis zur endgültigen Serienreife elektronisch basierter Existenzkonzepte zumindest Risikopotential wie Sozialkompetenz und Menschenwürde minimalisieren.

Freitag, 07.12.12 12:02
 

exkurs: der hefendehl muhahaha der hatte schon mal mit dem rcds ärger
wegen andere sichtweise

hat sich der rcds auch schon zu wort gemeldet?

Freitag, 07.12.12 12:34
 

@Bak: So so meine Zunft, wusste gar nicht das ich Jura studiere, oder das ich überhaupt studiere. Aber gut, dass du mich auf den neuesten Stand bringst. Aus diesem Grund brauchst du mich nicht bemitleiden.

@Bye: Du hast den Text extra für mich geschrieben, das ist so süß. Ich hab ihn sogar angefangen zu lesen, aber irgendwie das Interesse verloren.

Freitag, 07.12.12 14:34
 

Lieber Loki,

Dein ehrliches Bemühen um Steigerung Deiner, auch sozialen, Aufmerksamkeitsspanne verifziert den Bedarf eines Austausches neurobiologischer DatenVerarbeitungs-Systeme (Menschen) durch elektronische Existenzträger.

Verhaltensauffälligkeiten wie Talk-Shows und Modezeitschriften der biologischen Vorgängermodelle potenzieren nämlich unrentable Reibungsverluste:
die Diskriminierung gesellschaftstragender Leistungen wie BtMG und AbgabenOrdnung durch akute Realität!

Deren existentialistische Interpretation über akkustische und pantomimische Stilmittel durch Laiendarsteller laut dem letzten Bundesarmutsbericht keinen leitwertkonformen Showgehalt mehr beiträgt.
Diese staatlich subventionierten Egozentriker sind ja nicht mal sexy, dabei hat gerade Post-Pop modisch so viel zu bieten, Tom Fords (Versace) Pornoschick oder Thierry Muglers Schultern.

Zur Überbrückung der Belastungssymptome bis zu Deiner sozialen Reifung empfiehlt sich vielleicht ein didaktischer Einsatz oben angeführter nietzschianischer Schulterpolster (Prototypen!) oder das Outsourcing der Lerninhalte an Dritte nach bewährtem bundespolitischen Konzept.
Anhand Deiner beschriebenen Erfahrungswerte nämlich - wie etwa die Morddrohung - scheint die Refinanzierung Deines Bildungskredites in Eigenleistung nur durch diese, nicht konsumentengerecht aufbereitete Realtiät gefährdet.

/edit: commercial break: Identität ist ein Interaktionskonzept!


Byte hat den Kommentar am 07.12.2012 um 14:58 bearbeitet
Freitag, 07.12.12 21:02
 

Byte... Deportationskosten.... es gibt Städte in Bayern und Franken, die ihre Obdachlosen regelmäsig aus den Innenstädten in die Walachei abschieben... weit weg von der nächstgelegenen S-Bahn-Stelle.

Samstag, 08.12.12 17:43
 

Ist doch lustig wie die Obdachlosen auf einer Seite bloß nicht als homogene Gruppe dargestellt werden sollen aber gleichzeitig bei mir das Gefühl aufkommt, dass jetzt mal gegen die Juristen gehetzt werden soll. Ich bin beileibe kein Jurist und auch mitunter stimme ich zu dass es den einen oder anderen arroganten Gesellen gibt. Nichtsdestotrotz hat das Ganze einen Anklang von Arm gegen Reich oder Spießer gegen Revoluzzer, das stört mich an diesem Artikel.

Dieser ganze Rahmen prägt den ganzen Artikel und auch die Diskussionen. Es glaubt doch wohl keiner dass die armen, armen Penner ganz reinlich sind und ihr Geschäft natürlich nur auf dem öffentlichen Klo oder am hintersten Baum erledigt. Es handelt sich bei Obdachlosen eben um eine Randzonengruppe, ohne diese herabsetzen zu wollen.

Dass sich so mancher liebe Jurastudent darüber echauffiert stößt mir auch etwas auf, aber deshalb eine Hetzkampagne gegen die bösen bösen Juristen oder allgemein verwöhnten Studenten zu führen finde ich doch reichlich verquer.

Man wird wohl nie von DEM Jurastudenten oder DEM Prototypobdachlosen sprechen können, also was soll diese ganze Pseudoaufregung?

Abgesehen davon bin ich ebenfalls gegen eine Vertreibung der Obdachlosen vom KG2

Samstag, 08.12.12 18:14
 

Mit ein wenig Geduld wird sich dieses Thema von selbst erledigen: Wenn der Platz in den nächsten Jahren umgebaut und zur Dauerbaustelle wird, ist er kein angenehmer Aufenthaltsort mehr und die Juristen müssen sich auch nen neuen Platz zum Lernen suchen ;)

Montag, 10.12.12 19:53
 

Wasn mit dem Update?

Mittwoch, 26.12.12 22:19
 

ich bin VWLer und empfinde diese Personen auch eher als unangenehm, auch wenn offiziell von Seiten der VWLer noch nichts gekommen ist. Exkremente in jeglicher Art, sowie Pöbeleien von Seiten der obdachlosen Personen stören schon sehr, wobei sicherlich das allgemeine Partyvolk auch sein Übriges dazu beiträgt. Alles in allem muss eine Verlagerung statt finden, an einen Ort an dem diese obdachlosen Personen leben können. Bitte nicht länger an einer möchte gern "Elite"-Uni

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