Dem EU-Austauschprogramm 'Erasmus' droht das Geld auszugehen, und finanzielle Abhilfe scheint nicht in Sicht. Skandalös!, finden die fudder-Autoren Manuel Lorenz, Fabienne Hurst und Fabian Fechner, erzählen von ihrem Erasmus-Aufenthalt und erklären, warum das Austauschprogramm bleiben muss.






Komisch, immer wenn ich von Erasmusstudenten höre was sie so gemacht haben. Klingt es immer ähnlich "ich hab so viel party gemacht, gefeiert, neue Leute kennengelernt".
Ist für diejenigen bestimmt immer eine prima Zeit, aber das gleiche kann man auch auf eigene Faust machen per Work and Travel, aber eben halt nicht auf Staatskosten.
Aber mal davon ab, es wurde in der EU schon für anderen Mist schon Geld verbrannt.
Abschaffen!! Wer Auberge-Espagnole-Romantik sucht, kann das auch ohne EU-Gelder.
Für was soll das Geld denn alternativ ausgegeben werden? Ich hielt den Weg, damit jungen Menschen einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen, den sie sich sonst vielleicht nicht leisten könnten, bisher für eine recht gute Wahl.
Geld kann man immer besser ausgeben, als für Leute, die sich ein zwei Semester Party im Ausland subventionieren lassen. Der Effekt ist doch höchstens eine schöne Erinnerung, die sich im Lebenslauf als "Auslandserfahrung" verkaufen lassen kann.
ich dachte es geht um den interkulturellen austausch und nicht ums scheine machen? feiern und leute kennenlernen klingt für mich nach dem richtigen mittel dafür.
pro erasmus.
@Fabian: Meiner Kenntnis nach gibt/gab es auch Erasmus für Azubis. Ist also nicht nur für die "Elite". Und was die "proeuropäische Einstellung" anbelangt, gibt es auch schon früher die Möglichkeit sich zu europäisieren, bspw. beim Schüleraustausch, wo man wirklich in die Familien reinkommt. Bei Erasmus hängt man doch meist nur mit anderen Studis oder gleich unter seinesgleichen ab und lässt es krachen. Das ist sicherlich ne nette Sache, aber muss das subventioniert werden?
Ich frage mich, warum hier wieder alle in die gleiche Schublade gesteckt werden. Ich denke, es gibt genügend Menschen, die mit diesem Geld keine oder "nicht nur" Party machen.
Aber, ob mit Verboten oder Einstellungen von gewissen Dingen letztendlich das Problem behoben wird steht zur Debatte. Ich wag es zu bezweifeln. Da sollte man mal lieber den Soli abschaffen, der ursprünglich mal nur für 3 Jahre geplant war, der verschlingt bei weitem grössere Summen.....
Habe EXTREM wenig Geld bekommen, damals. Glaube, 90 Euro im Monat. Konnte man nicht so wirklich Party machen mit. Dann hab ich noch ein halbes Jahr lang Auslandsbafög bekommen, was so in Richtung 500 Euro pro Monat ging. Da ich aber ein ganzes Jahr in Pisa war, musste mehr Geld her - und Nebenjobs gab's vor Ort keine. Hatte zwei Jahre zuvor angefangen knallhart zu sparen. Und die Kohle ging dann halt nach und nach drauf.
Also nix von wegen EU-finanziertes Partyjahr. Jedenfalls nicht in meinem Fall. Drei Rumänen, die ich kannte, bekamen rund 900 Euro im Monat.
Es ist richtig, Erasmus is nur eines von mehrern Programme, die bereits verschiedene Gruppen abdecken und alle unter dem Programm "Lebenslanges Lernen" vereint sind. Erasmus, ist aber bei weitem das bekannteste und am besten geförderte, für andere Gruppen besteht da Nachholbedarf.
Da sich diese Programme aber ergänzen und so die Möglichkeit bieten, dass jeder Mensch mindestens einmal in seinem Leben, sei es in der Schule, im Studium oder in der Ausbildung, ins Ausland gehen, macht es keinen Sinn auch nur eines davon Abzuschaffen. Vllt sollte man sie besser koordinieren und verzahnen, daran wird gearbeitet: http://bit.ly/Wtxu5g
Also ich hab auch die Förderung bekommen (1000 € für 3 Monate) Ich habe allerdings ein unbezahltes Praktikum im Ausland gemacht und ich habe das Geld gebraucht für: Wohnung, Verpflegung, Anreise zur Arbeitsstelle und am Wochenende zum Reisen.
Ich hab daraus auch einiges mitgenommen aber auch den Spanier konnte ich ein neues Bild von den Deutschen übermitteln.
Was hier zum Teil geschrieben kann ich nicht nachvollziehen.
Ich bin einfach nur sehr froh, dass ich die Förderung erhalten habe...und dann lieber in solche Projekte investieren als in irgend ein Schwachsinn!
So, ich geh jetzt zur fudder-Redaktion und hol mir den versprochenen Biergutschein ab fürs gezielte Provozieren, um die die "Debatte" hier anzuregen... harhar...
der einwand "wofür kann man das geld sonst ausgeben" ist bizarr, man könnte das geld ja zb überhaupt nicht ausgeben und einfach mal dem steuerzahler überlassen, vielleicht möchte der auch mal verreisen oder einen saufen gehen.
ich weigere mich auch zu glauben dass breite massen von leuten derart verbohrt und/oder empathiebehindert sind dass sie sich in den ausländer erst dann einfühlen können wenn sie mit ihm einen saufen waren. das programm ist eine mischung aus arbeitsbeschaffungsprogramm für bürokraten und leerer völkerverständigungssymbolik.