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Tschüss Kami! Zehn Fotos, zehn Erinnerungen von Jan & Emmes

Am Samstag gibt's die Abschiedsparty für den Klub Kamikaze. Nach sechs Jahren schließen Jan Ehret und Markus 'Emmes' Gut den Club an Oberlinden, der das Freiburger Nachtleben in den vergangenen Jahre maßgeblich geprägt hat, und konzentrieren sich auf ihren neuen Laden 'Schmitz Katze'. Ein Blick der beiden Kami-Macher zurück auf die Kamikaze-Zeit - inspiriert von zehn Fotos, die auf fudder erschienen sind:

April 2007: DJ Phono



Jan: "Ja ja, die lieben Anwohner. Wie man sieht, haben wir uns stets bemüht, mit allen gut auszukommen und unser Bestes zu tun. Das hat aber leider nicht immer hingehauen."

Emmes:
"Was uns die Anwohnerproblematik in den vergangenen Jahren beschäftigt hat, ist unvorstellbar. Ich weiß nicht, wie viel Nerven, Zeit und Geld dieses immer wiederkehrende Problem gekostet hat, aber diesen festen Bestandteil des Kamikazes werde ich nicht vermissen.

Ich kann den Unmut der Anwohner teilweise verstehen und möchte mich auf diesem Weg für jede schlaflose Nacht, jedes Tag an der Hauswand, jeden vollgekotzten Hauseingang, jede herausgerissene Pflanze und jede Scherbe auf dem Gehweg - auch im Namen der Gäste! - entschuldigen.

Anfangs duften wir nur bis 3 machen und haben uns über jede Sperrzeitsonderregelung (daher das Schild) gefreut wie Bolle. Irgendwann ist das Sperrzeit-Gesetz geändert worden, was einiges vereinfacht hat."




Jan: "Emmes, damals noch ohne Augenringe bis zum Bauchnabel. Ich bin stolz auf uns. Nach über zehn Jahren gemeinsamem Business sind wir immer noch beste Freunde. Trotz krassen Ups und Downs hatten wir niemals große, ernstzunehmende Differenzen - und das obwohl wir so unglaublich verschieden sind."

Emmes: "Wie werd' ich es vermissen, im Kamikaze an der Theke zu stehen und selbst Hand anzulegen. Mein Personal hasst mich für den Satz 'Wenn man nicht alles selber macht' - aber hey, es war von Zeit zu Zeit nötig! :)

Muss zugeben, dass ich auf dem Foto noch recht fresh aussehe - heute sieht's ein bissel anders aus, verdammt. Geht nicht spurlos an einem vorüber, sechs Jahre Nachtleben.




Mai 2007 - Konzert: Kolkhorst



Jan: "Oh je, das war doch Kolkhorst oder wie der hieß. Dieser Kelch ging zum Glück an mir vorüber, ich hatte an dem Tag frei."

Emmes: "Oha, das legendäre 20-Minuten-Kalkhorst-Konzert. Ich hab bis heute nicht verstanden, was das Problem war und warum der Künstler so durchgedreht ist. Aber er ist durchgedreht, so was von. Klaus Kinksy voll bis obehin mit Koks hätte es nicht besser machen können, ehrlich. Wir haben wirklich Stunden gebraucht, um ihn wieder zu beruhigen. Der Unterhaltungswert für die Zuhörer war verdammt hoch - obwohl er sein Programm noch gar nicht wirklich angefangen hatte."



Juli 2008: Nackte Brüste




Jan: "Haha, unsere Band - Nackte Brüste. Das hat mega Bock gemacht damals. Bandmitglieder Beef Eater Wenz, Oliver Rath, Caspar Camaro und meine Wenigkeit. Legendär, die 'Brüste für Freiheit'-Demo durch die Freiburger Innenstadt. Zu sehen auf - ja die Webseite gibt es noch! - Myspace http://www.myspace.com/nacktebrueste. Wir hätten dran bleiben sollen. Da wir aber alle beruflich sehr eingebunden waren und Oli nach Berlin zog, hat sich das dann erledigt."

Emmes: "Ihr könnt mir glauben, ich hab in den vergangenen Jahren mit Jan einige Mal den Kopf geschüttelt bei den Ideen, die der Kerle ausgepackt hat. Das Projekt 'Nackte Brüste' war eine davon. Eins muß man den Jungs jedoch bei allem Wahnsinn lassen: Sie hatten Eier, das Ding wirklich durchzuziehen - und zwar richtig. Von 'ner Parade in voller Montur durch die KaJo über den legendären Auftritt im Kamikaze bis hin zum Auftritt im Universal D.O.G. auf der Mainstage. Meinen Respekt für das Projekt 'Nackte Brüste' hatten sie jedenfalls."

 
Februar 2009: I <3 Schnauzbart



Jan: "Mein Buddy Oliver Rath mit der Allzweck-Bad Taste-Waffe Alexander Hässler. Ein Dream-Team in Sachen schlechter Geschmack!"

Emmes: "Stelle den Oli und den Hässler an 'ner Bad-Taste-Party hinter das DJ-Pult, und du bekommst Bad Taste - und zwar den ganz harten. Hat 'ne Weile gedauert, bis uns Alex mit dem Konzept überzeugen konnte, war ja damals noch lange nicht so Gang und Gäbe wie heute. Wir hatten da schon etwas Befürchtungen, ob so was wirklich hinhaut. Da uns aber auch ein Großteil des Personals in den Ohren lag, dass so 'ne Bad Taste-Party doch ganz witzig wäre, und wir uns ja von Anfang an auf die Fahne geschrieben hatten, vor nichts zurück zu schrecken, haben wir's dann gemacht.

Und ja, es war witzig, die Tracks seiner Jugend, die man noch vom Radio auf Kassette aufgenommen hat, 15 Jahre später in seinem eigenen Laden zu hören - und sich nicht mal dafür schämen müssen!"

 
April 2010: Barty




Jan:
"Die Barty, eines der wohl abgefahrernsten Partykonzepte im Kamikaze. Zehn Jungs aus der Freiburg Nachtszene haben sich drei Monate  lang die Bärte nicht rasiert und dies auf einem Blog verewigt: http://bartypeople.makakee.de. Nach den drei Monaten endete alles in der Barty, bei dem uns der Barbier Memo, von Memo Hairstyle, die geilsten Bartfrisuren zauberte. Das Echo war unglaublich, Radio-, Zeitungs- und sogar Fernsehberichte brauchten uns bis zu 3000 Besucher auf das Blog - pro Tag!"

Emmes: "Oh Mann, was man nicht alles mitmacht ... Das war die Veranstaltung mit der längsten Vorbereitungszeit, definitiv. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Wochen und Monate wir uns nicht rasiert haben, aber es hat irgendwann abartig gejuckt. Das Konzept war eigentlich recht simpel und banal, hat aber unglaublich viele Menschen interessiert.

Wir waren mit der Barty in den unterschiedlichsten Medien vertreten und das eigens geschaffene Blog hatte in Spitzenzeiten mehrere tausend Besucher pro Tag.

Der gute Memo hatte es dann echt nicht einfach, unter Klubbedingungen sein Kunstwerk an uns zu präsentieren, hat's aber super hinbekommen. Und sich das erst Mal danach wieder richtig komplett zu rasieren war vielleicht ein Fest!"



Februar 2011: WG-Party




Jan: "Das war die WG-Party. Bei der war es den Gästen erlaubt, die Getränke selbst mitzubringen. Die Nummer war aber selbst fürs Kami zu hart - nach dem dritten Mal haben wir die Veranstaltung abgesetzt, weil es einfach zu wild war."


Emmes: "Puh, die WG-Party! Auch das war ein Konzept, bei dem wir etwas Bedenken hatten, und von dem wir uns überzeugen mussten. Letztendlich zu recht, denn nach der 2. oder 3. WG-Party haben wir's dann eingestellt. Ist einfach zu sehr ausgeartet, wenn sich die Gäste unbegrenzt selbst die Getränke mitbringen können. Wir haben's probiert - für uns war's aber abartig anstrengend und jede Mal 'ne Riesensauerei. Naja, man kennt's ja von WG-Partys. 
Februar 2011: Käthes Ballpalast



Jan:
"Käthes Ballpalast, meine absolute Lieblingsveransastaltung im Kamikaze - und auch die einzige, die wir in Schmitz Katze mitnehmen werden. Alle anderen Konzepte haben wir eingestampft, und neue für die Katz erarbeitet. Es war die erste Elektroswing Veranstaltung in Freiburg. Die erste "Käthes Ballpalast" in der Katz wird am 5.1. stattfinden!"

Emmes: "Eine der schönsten Veranstaltungen, die wir hatten! Wir waren die Ersten in Freiburg, die 'ne reine Elektroswing-Veranstaltung im Programm hatten, und unsere Gäste haben's gefeiert. War mal was anderes, sich aufzubrezeln für 'ne Partynacht - und nicht nur auf Auf-die-Fresse-Sound, sondern wirklich anspruchsvolle Känge zu hören. War wie 'ne Reise in die Vergangenheit, aber doch irgendwie aktuell und zeitgemäß.

Wir sind bis heute so begeistert von dem Konzept, daß wir diese Veranstaltung auch in Schmitz Katze wiederbeleben werden - was sonst bei keiner anderen klassischen Kamikaze-Veranstaltung der Fall sein wird."

 
April 2011: Tattoobus-Party



Jan:
"Die Tattoo-Party, wurde wohl von allen Veranstaltungen am kontroversesten diskutiert. Die Idee war, dass jeder, der sich eines der Kamikaze-Logos tätowieren lässt, auf Lebenszeit kostenlos reinkommt. Bevor sich hier die Kommentare überschlagen, darf ich bekannt geben, dass das tätowierte Kamikaze-Logo auch freier Eintritt in Schmitz Katze bedeutet."

Emmes: "Die Tattoo-Party - grenzwertig in vielerlei Hinsicht, ohne Frage! Sehr happig, den verständlich hohen Hygiene-Anspruch in 'nem Klub zu gewährleisten, aber wir haben unser bestes gegeben. Die Jungs vom Tattoo-Bus haben es sich zugetraut, also haben wir's durchgezogen.

Zunächst war die Sache mit dem Kamikaze-Logo stechen eigentlich eher als Gag gedacht, aber recht bald wurde uns klar, dass da wirklich Interesse besteht, sich unser Logo stechen zu lassen. ich glaube knapp 10 Logos wurden an dem Abend gestochen.

Dass man für so eine Aktion lebenslang freien Eintritt im Kamikaze bekommt, war aber meiner Meinung nach nicht der Grund, sondern eher das Design des Logos. An dieser Stelle muss ich noch ein Riesendankenschön an Daniel Binjohari rauslassen, der uns die ganzen sechs Jahre grafisch begleitet hat und auf dessen Konto alle KK-Logos nebst den beiden Webseiten geht. Hat er gut gemacht, der Bub!"

Oktober 2011: Real MashUp Rambo Crew




Jan: "Mega-Abfahrt mit der Mash Up Rambo Crew. Eine der abgefahrensten Shows, die ich jemals gesehen habe!"

Emmes: "Mein lieber Herr Gesangsverein, war das 'ne Show an diesem Abend! Die Jungs hatten die krasseste Deko, die wahnwitzigsten Gegenstände - ich erinnere mich an 'nen kleinen Elektrogrill und eine Konfettikanone - und ein unglaublich abwechslungsreiches Set am Start.

Zusätzlich zur Show, die sie abgeliefert haben, war das einer der Abende, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Dem Kamikaze-Boden übrigens auch, hat Wochen gedauert, bis der ganze Scheiß, den die Jungs in den Klub geblasen haben, wieder annähernd draußen war. Säckeweise Konfetti und Papierschnipsel erst rein - dann wieder raus. So was will man nicht monatlich machen.






Klub Kamikaze auf fudder

Foto-Galerien aus dem Kamikaze
Besuche des Nightlife-Guru im Kamikaze
Das Kamikaze im Netz
Der neue Laden der Kami-Macher - Schmitz Katze




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 2
Freitag, 23.11.12 09:51
 

ihr habt nackt im kamikaze vergessen: http://fudder.de/artikel/2007/09/17/nackt-im-kamikaze/

Freitag, 23.11.12 10:18
 

unvergessen!

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