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Roboter-Spaziergang durch Freiburg: Obelix auf Tour durch Freiburg

Heute war ein großer Tag für einen kleinen Freiburger Roboter namens Obelix. Nahezu ohne fremde Hilfe sollte er von der technischen Fakultät bis zum Bertoldsbrunnen rollen. Begleitet wurde er dabei von den Projektleitern und vielen neugierigen Zuschauern. Ob er angekommen ist:

Kurz vor 10 Uhr beginnt die Reise des Roboters namens Obelix. Bereits in den ersten 10 Minuten kommt auch schon das erste Problem auf ihn zu: Ein älterer Mann läuft ihm in die Quere. Der Passant guckt verwirrt und weiß nicht so recht, wie ihm geschieht. Obelix aber erkennt das menschliche Hindernis, und weicht sofort aus. Danach rollt er in gemütlichem Tempo weiter - ganz munter, wie es scheint.

Obelix ist einen guten Meter fünfzig groß, hat Augen aus Glühlampen, mit denen er aber nicht wirklich sehen kann, und bewegt sich auf Rollen. Auf Obelix' Rücken ist ein Monitor, der anzeigt, was Obelix gerade mit seinen Sensoren sieht. Reden kann der niedliche Roboter übrigens auch - allerdings versteht man ihn nur, wenn man ganz nah bei ihm steht.

Obelix ist Teil des Projekts European RObotic Pedestrian Assistant, kurz EUROPA. Er wurde von Forschern verschiedener Universitäten entwickelt und hat am heutigen Dienstag seinen ersten Praxistest. Ziel des Projekts ist es, die Navigation in Innenstädten voranzubringen, um diese unter anderem für Fußgänger, Rollstuhlfahrer und ältere Menschen zu erleichtern. Prof. Dr. Wolfram Burgard, der an der technischen Fakultät der Uni Freiburg doziert, ist ganz euphorisch während er von dem europäischen Projekt erzählt.



Die Strecke des Praxistests kennt Obelix bereits. Er hat sich auf Testfahrten schon mal eine Karte von seiner Route und den darin vorkommenden Hindernissen angelegt. Allerdings ist Obelix nicht ganz selbständig unterwegs. Das Überqueren von Straßen bereitet ihm immer noch große Schwierigkeiten. Bei jeder Ampel bleibt Obelix deswegen erst einmal stehen und lässt sich von seinen Assistenten sagen, wann die Lage sicher ist. Der Roboter kann Hindernisse nämlich erst auf 50 Meter Entfernung erkennen, vorbeirasende Autos überfordern ihn. Auch bei jedem Blatt, das auf dem Boden liegt, bleibt Obelix verwirrt stehen, um ihm dann aus dem Weg zu rollen.

Am Rektorat der Uni Freiburg macht Obelix dann noch eine kleine Pause. Die Hitze scheint wohl auch für ihn etwas anstrengend zu sein. Die herumstehenden Doktoranden der technischen Fakultät öffnen Obelix' Klappe, um zu sehen, was los ist. Innendrin ist Obelix - wie das bei Robotern so ist - ausgestattet mit unzähligen Kabeln. Das Problem ist schnell gelöst und nach etwa 10 Minuten setzt Obelix seine Reise fort.

Kurz vorm Rathaus biegt er noch einmal kurz falsch ab, denn zu viele Menschen stehen ihm im Weg, die ihn neugierig beobachten. Der kleine Roboter merkt schnell, dass er falsch ist und wendet. Gegen halb 12 hat er es dann endlich geschafft. Obelix fährt direkt auf die Zielgerade am Bertoldsbrunnen zu, die von zwei Projektleitern gehalten wird.

 
  [Fotos: dpa]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 4
Dienstag, 21.08.12 20:14
 

Danke für die weiterführenden Erklärungen! Guter Ansatz - wünsche den Machern viel Glück bei der Sache.

Mittwoch, 22.08.12 07:16
 

"Du Papa, krieg ich auch so´n Robter?"
"Nä, K****, des isch doch viel zu teuer!"
"Aber da könnt man so schön mit spielen, obe so Gewehr drauf montiere."

Ja, bei dem Projekt ist natürlich nur ein rein sozialer Gedanke dahinter...

Mittwoch, 22.08.12 08:17
 

Nummer 5 lebt!

http://www.youtube.com/watch?v=9UhniJwhTbI
(die Ü30 hier werden es noch kennen :-)


dada78 hat den Kommentar am 22.08.2012 um 08:24 bearbeitet
Mittwoch, 22.08.12 09:51
 

Und für alle Ü40, Disneys Antwort auf Star Wars:
http://www.youtube.com/watch?v=a5ySBeCV_zM &feature=related

Edit wegen Meldehäkchen...


Tatoocheck hat den Kommentar am 22.08.2012 um 09:54 bearbeitet
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