Zurzeit werden die ersten Zu- und Absagen für das kommende Wintersemester von den Freiburger Hochschulen verschickt. Für alle baldigen Neu-Freiburgerinnen und Freiburger hat fudder-Autorin Heng - ursprünglich aus Hamburg - neun Dinge aufgeschrieben, die sie in ihrem ersten Jahr in Freiburg gelernt hat:












Ich bin in der 6. Klasse den ganzen Sommer lang schwarz von der Schule nach Hause gefahren...weil es mir zu warm war, den ganzen Weg zu laufen...mitm Fahrrad durft ich damals noch nich fahren :D
schwarzfahren ist angesichts der größe dieser stadt faulheit. und die bereitschaft mitbringen, für konzerte auch einen angemessenen eintritt zu zahlen...
fakeedit: griptape beschwert sich grade, dieser kommentat wäre meiner nicht würdig.
Was mich ein wenig wundert ist das Fehlen kulinarischer Neuerlebnisse die gerade im Freiburger Umfeld gelernt werden können.
Es war in der ersten Zeit eine geschmackliche Neuaufstellung frischen Spargel und SEHR leckere Brägele kosten zu dürfen. Dazu die feinen Weine - für mich das wichtigste und leckerste Lernergebnis seit langem.
Viele feine Anbieter auf dem Wochenmarkt, Nähe zu Frankreich in vielen Restaurants spürbar - ich bin in Freiburg wegen der Geschmackserlebnisse geblieben.
Und es ist schön und gut wie entspannt die Menschen hier Umgang pflegen.
flammkuchen auch. ich hab jetzt eine hefeteigzubereitung entwickelt bei der einem die schamhaare ausfallen, PHWOAR
fakeedit: im übertragenen sinne
fakeedit: vielleicht bißchen komische metaphorik, naja egal
freiburg ist ein bischen wie ein schoko fondant.
sieht von aussen lecker aus, ist innen auch schön lecker,
verliert aber sehr schnell seine form(schein) wenn man es ansticht...
der größte vorteil freiburgs ist, dass man-egal wo man sich in fr befindet- in spätestens 10-radminuten mitten in der tiefsten natur bist. und kulinarisch ist man hier auch gut aufgestellt. als störend empfinde ich die bruddelige art der schwarzwälder. gut, dass es in fr viele hinzugezogene gibt.
der kritikpunkt mit zu wenig guten konzerten teile ich nicht. es gibt die guten konzerte(im grtt,im hasenbau,im swamp...), nur werden diese nicht sonderlich beworben. und für eine stadt mit +/- 200.000 einwohnern ist es völlig normal, dass nicht jede band in fr halt macht.
@EK
Aus zuverlässiger Quelle weiss ich, dass Heng großer Fan vom Bieber Justin ist. Und der ist jetzt echt nich besonders oft im swamp...;)
@nasenfahhrad:soll heißen,dass nicht die ganze stadt mit plakaten zugekleistert wird. und ein vernünftiges stadtmag gibbet auch nicht.man muss sich "die mühe machen" und auf deren website zu schauen. oder halt mit abstrichen bei fudder in den "wo rockt's-kalender".nicht zu viel verlangt.wenn man jeden abend die auswahl aus 3-13 konzerten haben möchte, muss man halt nach b,hh oder ny ziehen.
@laz:das bezweifele ich ;-)
oh,je.nee,die stören nicht.komme bloss mit der skepsis und reserviertheit,die mir tagtäglich begegnet,nicht so klar.verallgemeinern wollte ich nicht.
den freiburger oder schwarzwälder als solchen mit "bruddelig" zu bezeichnen, finde ich ein wenig überzogen. ich habe in der langen zeit, in der ich nun in freiburg lebe, sehr viele freiburger originale kennengelernt, die alles andere waren als bruddelig oder kauzig. letzteres finde ich allerdings gar nicht so unangenehm, da ich es selbst auch nicht mag, wenn mir die menschen oberflächlich bestgelaunt um den hals fallen wie ein us-amerikanisches rezeptionsgirl eines fitnessstudios. mich nerven dagegen sehr viele wieder-nach-freiburg-gezogene, so ab mitte vierzig, anfang fünfzig, die in dieser stadt "ihre" ruhe haben und möglichst das bild eines beschaulichen städtchens bewahrt wissen wollen.
davon abgesehen: im ersten jahr in freiburg habe ich gelernt, dass man cocktails eigentlich nur bei - damals - frankys le shaker, in der hemingway bar und im brasil trinken kann, alles andere ist mit leicht alkohol versetztes eiswürfelschmelzwasser; dass man in der innenstadt, zwischen bahnhof und schwabentor, nur selten eine gute pizza bekommt, sondern dafür in andere quartiere ausweichen muss; dass tausende kilometer nach australien und neuseeland fliegen, um dort windsurfing zu betreiben, ein moralisch-sittlich gutes freizeitvergnügen, hingegen ein ski-/snowboard-urlaub in den graubündner alpen ein moralisch-sittlich verwerfliches freizeitvergnügen ist; ausführungen zu letztem punkt erspare ich mir auf grund der uhrzeit.
Mir fällt es schon schwer genug, überhaupt zu differenzieren, was denn nun Original Freiburg ist und was nicht. Sind das Vauban-Viertel und dessen Bewohner repräsentativ für Freiburg bzw. schon immer da gewesen, oder handelt es sich hier zum Zugezogene? War Öko in Freiburg früher schlichtweg Bürgerpflicht, oder immer schon Lifestyle?
na, zwischen bruddeligkeit und "bestgelaunt um den hals fallen wie ein us-amerikanisches rezeptionsgirl eines fitnessstudios" gibt es ja durchaus noch eine respektable alternative... ;-) komme halt aus einem landstrich, wo die menschen eher aufeinander zugehen als hier in südbaden. daran musste ich mich gewöhnen bzw. damit arrangieren.hat eingermassen geklappt und andere vorteile dieser regio überwiegen.
Wer den Vergleich mit anderen Landstrichen in Deutschland kennt (hier speziell Schwaben und Franken) der empfindet die Badener und speziell die Freiburger als freundlich und durchaus offen.
Mit einer norddeutschen Offenheit und Freundlichkeit sicher nicht vergleichbar - aber im Vergleich mit Schwaben sehr viel angenehmer und lebenslustiger.
Die Vauban Bewohner sind eine eigene Sorte Mensch, dort überwiegt das Gut-Menschentum und sich selbst einer Überzeugung treu hingebenden Spezies (wird wohl zukünftig als Öko-Spiesser-Beamten-wtf-Mentalität bezeichnet werden).
In Schwaben gibt es sogar "Bruddelsupp Feiern", glaube das dort die Bruddeligkeit wesentlich stärker verbreitet ist.
Gewisse Anfangsschwierigkeiten hat aber so gut wie jeder Zugezogene - die legen sich im Lauf der Jahre und später erkennt fast jeder die Qualität der hiesigen Region!
Ich bin ja schon viel in Deutschland rumgekommen, aber meine im Raum Freiburg geschlossenen Freundschaften haben alles überlebt, während zum Beispiel im Ruhrgebiet, wo man nach einem Bier schon per "Du" ist die Parole galt "Aus den Augen - aus dem Sinn"
Hier dauert es vielleicht etwas länger, aber dafür ist das dann auch echt.
Und in Teningen habe ich mich nie als "Zugereister" gefühlt !
Und hier wurde schliesslich die Badische Revolution "erfunden", etwas, was mir die Region schon von vorneherein sympathisch machte
:-))
und natürlich hast du alles,wirklich alles dafür getan, dass die freundschaften aus dem ruhrgebiet bestand haben.nur die doofen ruhrpottler sind zu oberflächlich. aber von mir aus:hier sind die leute treu.punkt.zumindest die leute,die biber hier kennengelernt hat.selbst in teningen!
Interessant, wie unterschiedlich das wahrgenommen wird. Ich habe viele Jahre lang im Pott gewohnt und alle dort geschlossenen Freundschaften haben gehalten. Und gerade der Südwesten hier erinnert mich was Oberflächlichkeit angeht eher an meine alte Heimat (CA), wo zwar alles superharmonisch und superfreundlich ist, man aber große Mühen hat, Anschluss zu finden, wenn man nicht nur auf ein bisschen Small Talk scharf ist.
Ich habe ja auch nicht "in Freiburg" behauptet, sondern ich schrieb von der "Region". Und Offenburg (und Rastatt) liegt ja auch noch deutlich im Ländle.
Und EK: Mein Umgang mit den Freunden da oben vor/nach Abwesenheit war naturgemäß nicht anders als der hier unten.
Ostfriesland ist noch weiter weg, trotzdem haben sich da stabile Freundschaften erhalten. Vom Ruhrgebiet kam da einfach nichts mehr. Natürlich hätte ich einseitig dranbleiben könnnen, aber was soll das dann bringen?
Muß ja nicht generell so sein, aber bei mir war es nun mal diese Erfahrung
Dieser selbstverliebte Ökohauptstadttitel.... wenn man ein bischen der Sache auf den Grund geht verliert Freiburg total.
Stuttgart z. B. hat vor Freiburg ein Klimaschutzkonzept entwickelt.
Die Solarbundesliga hat schon lange andere Tabellenführer.
Münster und Greifswald haben Freiburg in Sachen Fahrradhauptstadt abgehängt....
Die Freiburger glauben ganz vorne in allem zu stehen und merken gar nicht wie weit sie abgeschlagen sind. Diese in Massen auftretende Autosuggestion verblendet die Bobbele.
das thema vom Artikel find ich super.
leider hat mich dann das geschriebene etwas enttäuscht.
da fand ich den kommentar von kid interessanter. "davon abgesehen: im ersten jahr in freiburg habe ich gelernt, dass man cocktails eigentlich nur bei - damals - frankys le shaker, in der hemingway bar und im brasil trinken kann, alles andere ist mit leicht alkohol versetztes eiswürfelschmelzwasser; dass man in der innenstadt, zwischen bahnhof und schwabentor, ....."
"Die Freiburger glauben ganz vorne in allem zu stehen und merken gar nicht wie weit sie abgeschlagen sind"
Wie war das beim Wettlauf "Chinesischer gegen amerikanischen Staatschef" ?
Der Amerikaner siegte, in den chinesischen Zeitungen war dann zu lesen: "Der amerikanische Präsident kam nur auf den vorletzten Platz, während unser Ruhmreicher Führer den zweiten Platz erreichte"