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Nur ein Mensch: Wie ein Mädchen mit angolanischen Wurzeln in Deutschland aufwächst

Wie lebt man als schwarzer Mensch in Deutschland? Minusch Afonso, 22, hat für das Freiburger Schülermagazin F79 genau darüber eine Reportage geschrieben. Ihr berührender Text ist in der vergangenen Woche beim renommierten Schülerzeitungswettbewerb des Nachrichtenmagazin Der Spiegel in der Kategorie Reportage unter die Top Ten gekommen. Minuschs preisgekrönter Text:



Ein achtjähriges schwarzes Mädchen wird vom Sportunterricht für ein Fotoshooting befreit.Sie soll eine Deutsche Mark direkt an die Linse des Apparates halten und „neutral“ in die Kamera gucken. Vier Jahre später dient die Kleine als Werbegesicht für eine Hilfsorganisation – obwohl sie nie Hilfe benötigt hat. Es ist das erste Mal, dass sich das Kind im eigenen Geburtsland fremd fühlt. Bei diesem Mädchen handelt es sich um mich, Minusch Afonso.

Vor 21 Jahren sind meine Eltern von Angola nach Bayern gezogen. Inzwischen lebe ich mit meiner Mutter und meinen Geschwistern in Freiburg. Auch wenn ich mein ganzes Leben in Deutschland gelebt habe, fühle ich mich als Angolanerin.

Wahrscheinlich, weil ich nie das Gefühl bekommen habe, hier wirklich dazuzugehören. Im bayerischen Städtchen Dinkelsbühl, wo ich bis zur dritten Klasse gewohnt habe, war Rassismus täglich am Start. Sei es im Kindergarten, beim Bäcker, bei dem wir unsere Brötchen holten, oder eben in der Schule. Leute zeigten mit dem Finger auf uns oder scheuten sich nicht, negative Bemerkung wie „Ihhh Schwarz“ oder „Guck mal,das sind ja Afrikaner“ mitzuteilen. „Habt ihr schon einmal etwas von Rassismus gehört?“ Diese Frage hat meine Geschichtslehrerin beim Thema Kolonialismus neulich erst in den Raum geworfen

Als sei Rassismus ein Mythos, ein Märchen,das sich irgendjemand ausgedacht hat. Keiner gab darauf eine Antwort, Woran das lag, kann ich nicht sagen. Ob es Unwissenheit ist oder das Thema Rassismus als Tabu gilt? Ich selbst habe nicht geantwortet, weil ich die Frage lächerlich fand. Rassismus war immer da und ist immer noch da!

Bevor ich in den Kindergarten gekommen bin, gab es für mich nur meine Eltern und meinen älteren Bruder.
Wir lebten in einem Asylwohnheim, und da dort ebenfalls nur Schwarze gelebt haben, sagte mir der Unterschied zwischen „Schwarz“ und „Weiß“ zunächst nichts. Im Kindergarten angekommen, musste ich feststellen, dass „etwas nicht mit mir stimmte“. Fragen wie: „Wieso bist du hier weiß und da braun?“ oder „Warum hast du keinen Pony und krauses Haar?“ gehörten zum Tagesprogramm. Als Dreijährige können einem Fragen, die einen selbst betreffen, auf die man aber keine Antwort weiß, ganz schön zu schaffen machen. Nach einigen Monaten gewöhnten sich die anderen Kinder an mich, mir fiel ein Stein vom Herzen. Mein Bruder, der vor mir schon den Kindergarten besuchte, war bereits von den anderen akzeptiert. Ich musste sie erst noch überzeugen, dass auch ich „nur“ ein Mensch bin.

Ähnliche Situationen, gibt es bis heute noch.
Viele weiße Deutsche sind mir gegenüber schlicht unsicher – manche sind sich dessen bewusst, andere nicht. Wenn etwa eine weiße Deutsche mit einer Schwarzen befreundet ist, fällt es ihr oft schwer, weitere Dunkelhäutige als „Menschen“ anzunehmen. Konkret: Wenn ich Freunde zu mir nach Hause einlade und diese feststellen, dass es „mehr von mir“ gibt, merke ich an der Häufigkeit weiterer Besuche, ob sie mit anderen Schwarzen zurechtkommen oder sie ganz einfach mit der Situation überfordert sind. Sätze wie „Gehen wir morgen zu mir?“ oder die Erkenntnis, dass ich öfter bei ihr bin als sie bei mir, geben mir die indirekte Bestätigung.

Die Grundschule war für mich anfangs ein reiner Ort der Demütigung. Schüler, die mich als „Neger“ beschimpften und Lehrer, die nichts Besseres zu tun hatten, als sich sinnlose Ausreden für diese Kinder, die ich teilweise nicht einmal kannte, auszudenken. „Sei nicht traurig, es ist ja nicht böse gemeint.“ Ein Verbot für solche Beschimpfungen haben sie hingegen nicht ausgesprochen. Wandertage und Schulausflüge waren eine Qual. Das berühmte Händchenhalten war angesagt, viele wollten mich, aus Angst „schmutzig“ zu werden, nicht anfassen. „Dann lauf eben allein“, bekam ich von einer Lehrkraft zu hören. Während ich da so einsam schlenderte, hörte ich das Getuschel der Mädchen, die vor mir liefen: Wie froh sie doch seien, dass sie sich haben und mich nicht an die Hand nehmen müssen. Auf dem Heimweg von der Schule wurde ich dann oft von Kindergartenkindern beschimpft.

Sie bezeichneten mich als „Hundescheiße“ und alles Widerliche, was braun ist und ihnen einfiel. Ihre Betreuerinnen hatten – wenn sie mal was sagten – immer denselben Satz parat: „Nein, ihr dürft nur so was wie Schokolade sagen, weil die schmeckt gut.“ Als ob das viel besser wäre.

"Neger" – ein Wort das gerne verwendet und in Deutschland bei vielen nach wie vor nicht als schlimmer Ausdruck angesehen wird.
Bei gewöhnlichen Sätzen schleicht es sich gerne ein: ,,Boa, seit meinen Urlaub bin ich schwarz wie ein Neger!“ „Hol doch deine Sachen selber, bin ich denn dein Neger?“ Nicht umsonst wurden Begriffe wie „Negerkuss“ oder „Mohrenkopf“ verbannt. Mohr ist eine seit dem Mittelalter verwendete Bezeichnung für Menschen mit dunkler Hautfarbe und wurde genau wie Neger in Zeiten der Sklaverei verwendet – also in Zeiten, die offensichtlich vorbei sind. Es ist ungefähr so, als würde man alle Deutsche nach wie vor als „Nazis“ bezeichnen. Neger und Mohr sind Begriffe, die definitiv einen rassistischen Nachklang beinhalten. Sollte sich also ein Schwarzer aufregen, wenn die sogenannte ,,N-Bombe“ geworfen wird,ist das kein Wunder, oder?

Nach jahrelangen Ausgelachtwerden
wegen neuer afrikanischer Frisuren aller Art, die mir meine Mutter in den Ferien machte, stellte ich nach unserem Umzug in einen anderen Landkreis fest, dass viele dort meine Haartracht sehr cool fanden und überaus glücklich waren, ein schwarzes Mädchen in ihrer Klasse zu haben. Plötzlich gehörte ich sogar zu einer Spicegirlscoverband.

In der neuen Stadt Gunzenhausen war und ist die „Schwarze Kultur“ durch Basketball und Black Music bei den jungen Leuten sehr beliebt, weswegen ich dort von Gleichaltrigen nie eine rassistische Äußerung hörte. Wohl aber während meiner Ausbildung und im sechsten Schuljahr.

Dass mich Arbeitskollegen fragten, ob wir zu Hause Rhinozerosse oder Zebras essen, darüber konnte ich ja fast noch lachen. Sätze wie: „Ich muss mal nen Neger abseilen!“ habe ich meistens einfach ignoriert. Aber manche Patienten trieben es dann doch sehr weit: Sie machten mir deutlich, dass sie nicht von mir behandelt werden wollten oder ich ihnen besser gesagt ein Dorn im Auge war. Ältere Patienten löcherten mich, ob ich ein Flüchtling bin, mutmaßten, dass ich keine Zulassungspapiere habe und erklärten, dass in Deutschland jemand wie US-Präsident Barack Obama niemals eine Chance gehabt hätte.

Im sechsten Schuljahr kamen neue Schüler vom Nachbardorf in meine Klasse, zu dieser Zeit wechselten viele meiner Schulkameraden auf Gymnasien oder Realschulen; es war für mich sehr schwer, neuen Anschluss zu finden. Als ich nach wenigen Wochen eine vermeintliche „Beste Freundin“ fand, musste ich feststellen, dass sie böse Absichten hatte. Sie hetzte die ganze Klasse auf mich. Die Schüler spielten verrückt, sie riefen Sätze wie „Ausländer raus!“ und beschimpften mich grundlos. Ich fühlte mich so allein.

Meine Klassenlehrerin erkrankte zu dieser Zeit
, und aufgrund unzähliger Vertretungslehrer ergab sich nicht die Möglichkeit, ihr von den Anfeindungen zu erzählen. Ein Vertretungslehrer wurde hellhörig und benachrichtigte sofort meine Lehrerin. Erst meinte sie, ich solle versuchen, mit meinen Problemen selbst klarzukommen, letztendlich entschied sie sich aber für einen Schulpsychologen. Dieser sprach zur ganzen Klasse und versuchte Lösungen für das schlechte Klassenklima zu finden. So schnell wie die plötzlichen Anfeindungen meiner Klassenkameraden da waren, waren sie auch wieder weg. Bis heute kann ich mir nicht erklären, warum meine Schulkollegen sich damals anfangs gegen
mich gewendet haben.

Solche und ähnliche Erlebnisse hat auch eine Freundin von mir in Nordrhein-Westfalen gemacht. Genau wie ich fühlt auch sie sich nicht deutsch, sondern jamaikanisch. Auch in ihrem Leben gab es Momente, in denen sie sich nicht dazugehörig gefühlt hat. Auf die Frage, wie sie mit den Problemen zurechtkommt, sagt sie, dass es sie eigentlich nicht stört. Weder ich noch sie sind jemals aus rassistischen Gründen körperlich angegriffen worden – worüber wir sehr froh sind.

Trotzdem: „Jede Form von Rassismus ist Gewalt“, sagt auch die Buchautorin Noah Sow, und der Meinung bin ich auch. Noah Sow ist eine in Deutschland lebende Musikerin und Produzentin. Ihr Buch „Deutschland Schwarz Weiß – der alltägliche Rassismus“ entdeckte ich zufällig bei einem Büchereibesuch. In dem Buch schildert sie verschiedene alltägliche rassistische Begegnungen. Obendrein macht sie deutlich, dass Rassismus noch existiert und wie man ihn bekämpfen kann. Wenn mich heute einer mit dem N-Wort bezeichnet, spreche ich ihn darauf an. Die Welt wird  oderner, Barack Obama ist US-Präsident und Sara Nuru ist „Germanys next Topmodel“.

Traurig machen mich solche Sachen
seit meinen Erlebnissen in der Schulzeit nicht mehr. Ich habe gelernt, mit diesen Situationen umzugehen. Ich lebe seit September nicht mehr auf dem bayrischen Land, sondern in Freiburg, einer etwas aufgeklärteren Stadt. Auch das macht mein Leben in dieser Hinsicht einfacher. Deutschland ist ein schönes Land, und durch „Multikulti“ ist es etwas ganz Besonderes. Ich bin gerne hier.






Minusch Afonsos Artikel, der im September 2011 im Freiburger Schülermagazin f79 erschienen ist, ist Ende Juni beim Schülerzeitungspreis des Nachrichtenmagazins Der Spiegel in der Kategorie Reportage auf dem 7. Platz gelandet - ein großer Erfolg für die 22-jährige Berufsschülerin. Der Wettberwerb ist der „Oscar der Schülerzeitungen“; über 1200 Einreichungen hatte es in diesem Jahr gegeben.

"Wer denkt, dass Rassismus der Vergangenheit angehört, wird von ihr ohne Umschweife eines Besseren belehrt: Rassismus ist nach wie vor präsent – er wird nur oft von den meisten gar nicht als solcher wahrgenommen", sagt Redaktionsleiter Felix Holm (Bild oben recht) von f79 über Minuschs Story. "Die Geschichte macht betroffen und rüttelt zugleich wach. Sie geht im wahrsten Wortsinn unter die Haut."

Das kostenlose Schülermagazin f79 erscheint seit 2009 vierteljährlich; Schülerinnen und Schüler aller aler Schularten ab 13 Jahren arbeiten an ihm mit. Das f79 liegt an über 300 Schulen und mehr als 70 Jugendeinrichtungen im Raum Freiburg sowie den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach, Emmendingen und Ortenau aus.





    [Bild 1: Felix Holm, Bild 2: Daniel Weber]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 49
Montag, 02.07.12 17:59
 

wahnsinnig offener text, respekt!

hier ein sehr interessanter radio-beitrag, nicht zum selben, aber einem verandten thema (diskriminierung): http://v.gd/UVPz4o rechts oben "sendung zum anhören", ca 30 min.


ja/nein hat den Kommentar am 02.07.2012 um 18:01 bearbeitet
bim
Montag, 02.07.12 20:41
 

So einen Schwachsinn hab ich lange nicht mehr gelesen. Ich bin selbst (halb)schwarz und kann Minusch Afonso überhaupt garnicht zustimmen. In Kindergarten und Grundschule wurde ich nie wegen meiner Hautfarbe beleidigt oder ausgegrenzt. Auch auf dem Gymnasium fühlte ich mich nie von meinen weißen Klassenkameraden ausgegrenzt.
Natürlich gibt es Rassismus in Deutschland, vorallem unter der alten Bevölkerung. Allerdings ist dieser lääängst nicht so schlimm wie Minusch Afonso ihn darstellt.
Vielleicht ist es bei mir aber auch anders da ich halb weiß halb schwarz bin und evtl. weil ich in einer besseren Umgebung aufgewachsen bin.

Montag, 02.07.12 20:59
 

es wäre vielleicht freundlicher, den letzten satz an den anfang zu stellen und auf den ersten zu verzichten?

edit: @bim


why this world hat den Kommentar am 02.07.2012 um 21:01 bearbeitet
Montag, 02.07.12 21:18
 

Eine starke junge Frau, die ihren Weg geht und sich offensiv zu Wort meldet!

Respekt und alles Gute!

Montag, 02.07.12 21:21
 

Minusch sollte sich vom "aufgeklärten" Freiburg nicht täuschen lassen.... irgendwie hängt Rassimus latent überall über den Dingen, oder?

Montag, 02.07.12 21:33
 

@Tatoocheck Auch wenn es beschämt, so ist es leider.

Montag, 02.07.12 22:19
 

Ich möchte dazu gerne noch eine andere Überlegung zur Diskussion stellen:

Ist es in dieser Breite durchgängig Rassismus oder ist es nicht eher eine Ur-Ablehnung von Menschen die als Fremd empfunden werden weil sie von außen in eine als bestehend empfundene Gemeinschaft kommen?

Eine Reihe von Beispielen die in der Dimmension ansteigen soll das mal verdeutlichen:

-Der hohe Zaun, die hohe Mauer/Hecke um das eigene Grundstück soll Fremde (nicht zur Familie gehörende) fern halten.
- Die Existenz des (badischen) Begriffs "Neigschmäckte" (Zugezogene) in Dörfer. Gibt es nicht nur im Badischen, nur hier kenne ich diesen eigens entstandenen Begriff.
- Die betonung einer Abgrenzung zu anderen Regionen innerhalb eigener Landesgrenzen (Bsp: Niederbayern, Franken, Schwaben)
- Das Lästern über die Bewohner anderer Bundesländer (Bsp. Pfälzer vs. Saarländer, in Frankreich übrigens Lothingen vs. Elsaß)
- In größerem Maßstab die Vorurteile und Ablehnung gegen über den Menschen der DDR kurz nachdem die Mauer fiel.
- Eine ähnliche Verhaltensweise über Nationalgrenzen hinweg
(Deutsche vs. Schweizer, Franzosen vs. Engländer; auch das ist weltweit)
- Transkontinental (Europäer - Afrikaner)

Die Unterscheidungsmerkmale sind dabei ebenso unterschiedlich (Sprache, Hautfarbe, Mentalität)

Natürlich wären die Erlärungsmöglichkeiten für jedes einzelne Beispiel vielfältig (historisch, politisch).
Aber könnte da am Ende jeder Kausalkette nicht eine Ur-Angst vor dem Fremden stehen; vor dem Hintergrund einer jeweils individuell empfundenen Gemeinschaft?

Und ich betone, es geht um die Breite. Das es da auch Extreme gibt ist unbestreitbar. Und das es irrational ist ebenfalls. Und über die Definition von "Rassismus" muss dann auch noch gesprochen werden.

Ich habe in beispielsweise meiner Kindheit (Dorf, ländlicher Raum) erlebt dass da viel Ausländerfeindlichkeit herrschte (derbe Aussagen, Sprüche, Witze). Komischerweise gab es im Umkreis von 15 Km keine Menschen mit Migrationshintergrund. Und im weiteren Umkreis nur vom Hören-Sagen.


Mikey hat den Kommentar am 02.07.2012 um 22:23 bearbeitet
Montag, 02.07.12 22:40
 

Ich hab es gedacht, du hast es formuliert.

Montag, 02.07.12 22:45
 

dazu fällt mir norbert elias' 'Etablierte und außenseiter' ein. Ich habe es leider nur in Auszügen gelesen. Die 'Etablierten' der Stadt haben einen Wertekanon entwickelt und jeder 'Fremde' passt da erst mal nicht rein.

Montag, 02.07.12 22:52
 

Es lebten einmal einige Weiße in Simbabwe. Diese Weiße wurden diskriminiert, beschimpft, vertrieben, enteignet und ermordet. Es war ein stiller Völkermord, denn die Medien in Deutschland berichteten nicht darüber. Robert Mugabe nannte es "Landreform" als seine Häscher in die Häuser der weißen Menschen gingen und sie brutal abschlachteten.

Momentan werden die Weißen in Südafrika diskriminiert, beschimpft, vertrieben, und es kommt wieder zu Farmermorden, die Regierenden in Südafrika haben auch schon zur Enteignung aufgerufen. Wieder berichtet niemand darüber. Über Morde an "Whiteys" zu berichten, würde bedeuten Rassismus wäre gar nicht einseitig. Würde vielleicht sogar die Spenden nach Afrika verringern.
Die Medien in Deutschland berichten lieber darüber, wie ein kleines Mädchen sich das Wort "Neger" anhören durfte.

Es waren einmal Stadtteile in Großbritannien, wie Tottenham, in denen Weiße irgendwann die Mehrheit waren. Heute sind dort Schariagerichte , die Mehrheit schwarz und/oder islamisch, und Weiße werden beim Betreten der Stadtteile mindestens schief angeschaut wenn nicht angegriffen und schlimmeres. Ähnliches gilt für Stadtteile in den USA.

Es war einmal Quannell X, der Führer der "New Black Panther Party", der der Meinung ist, dass weiße Vergewaltigungsopfer selbst Schuld an ihrem Unglück sind, wenn die Täter schwarz sind. Ist im übrigen alles auf seiner Wikipediaseite nachzulesen. Quannel X ist auch der Meinung dass schwarze Verbrechen in Ordnung sind, wenn sie gegen Weiße gehen. Ist ja ein Aufstand gegen die Unterdrücker. Niemand in Deutschland berichtet darüber.

In den Vereinigten Staaten wurden im Jahre 2005 37.460 weiße Frauen von Schwarzen vergewaltigt. Währenddessen wurden null bis zehn Schwarze von Weißen vergewaltigt.

Ich freue mich darauf wenn die Zuwanderer endlich in der Mehrheit sind. Wird eine lustige Zeit.

Montag, 02.07.12 23:10
 

@Dreistaberfroh

Sorry aber dein Beitrag ist Bockmist. Du bringst hier extremste Beispiele, ziemlich polemisch und in keiner Weise exemplarisch.

Du drehst grade die Thematik von Ablehung Fremdens hin zu Rache an Unrecht (ist beides sch...).

Die folgende Erklärung schreibe ich nicht für dich, denn ich bin mir bewusst, dass du sie nicht verstehen wirst weil du nicht willst:
Das Mädel schildert ihre Erlebnisse als Fremde in der Fremde.

Du allerdings schilderst die Folgen (Unterdrückte vs. Unterdrücker) als eine normale Tatsache. Die Vorfahren der Menschen afrikanischer Abstammung in den USA sind nicht dort weil sie dahin wollten, sie wurden dahin verschleppt:

"Wir sind nicht auf der Nina oder der Pinta hier her gekommen, wir sind nicht auf Plymouth Rock gelandet, Plymouth Rock ist auf uns gelandet" (Malcolm X)

Du erwähnst natürlich nicht wie sich Deutsche Minderheiten im Ausland verhalten haben. Der Herero-Aufstand (Afrika), der Boxer-Ausftand (China) und über Polen und Russland will ich gar nicht erst anfangen.
Und in deinem letzten Satz entlarvst du dich gleich noch als einer der Irrationalsten dieses Themas.


Mikey hat den Kommentar am 02.07.2012 um 23:31 bearbeitet
Montag, 02.07.12 23:13
 

rassismus ist uncool egal wen er trifft du hupe. wenn wir so tun als gebe es hier keinen geht es in zimbabwe deswegen niemandem besser.

edit: @dreistaberfroh. beaten, aber meine antwort ist konziser :)


why this world hat den Kommentar am 02.07.2012 um 23:14 bearbeitet
Montag, 02.07.12 23:18
 

@ Dreistaberfroh Hey, hey, hey, das ist hier weder ein Feldzug noch der Kalte Krieg. Es gilt für alles der jeweilige Blickwinkel; die Erfahrung, das Recht zu reden. Alles hat seinen Grund und von nichts kommt nichts. Ne Tatsache lässt sich ganz sicher nicht mit ner Tatsache neutralisieren! Also nimm das Tempo raus und mach mal halblang, bitte!

bim
Montag, 02.07.12 23:21
 

@Dreistaberfroh

In Südafrika werden die weißen diskriminiert?! Warst du schon mal dort? Hast du die Villen gesehen in denen die Weißen leben, während die schwarzen in prekärster Lage in schäbigen Wohnungen leben? Hast du miterlebt wie die schwarzen Schüler in der Schule benachteiligt werden? Auch noch nach der Apartheid haben Schwarze in Südafrika sogut wie keine chancen auf einen guten Job.
Das die weißen in Südafrika diskriminiert werden ist zwar richtig, aber aufgrund der unfairen Umstände ganz klar nachvollziehbar.
Dein Beitrag hört sich an wie ein Auszug aus irgendwelchen NPD Wahlkampfstatistiken. Deine Angst vor Zuwanderern erinnert mich an Anders Breivik.

Montag, 02.07.12 23:29
 

Ein Unterschied zwischen "erstmal nicht reinpassen" und "ein Leben lang nicht rein passen" könnte allerdings in der Hautfarbe bestehen, die sich halt nunmal nicht anpasst. Rassismus geht also über Fremdheit hinaus, nicht? Zumindest für diejenigen, die er betrifft. Zumal ich meinen würde, das Menschen mit unterschiedlichsten Hautfarben, Namen, Gerüchen und so weiter für den Durchschnittsschwarzwälder eigentlich nichts wirklich Fremdes sein dürften, denn die Unterschiede gibt es schließlich überall. Ich kann das behaupten, denn ich habe in mindestens 10 Städten und Dörfern der näheren Umgebung gelebt :) Und trotzdem sind rassistische Sprüche offenbar normal und an der Tagesordnung, Stichwort Public Viewing Deutschland:Italien (oder habt Ihr das anders erlebt?). Für jemanden mit dunkler Hautfarbe muss das ungeheuer anstrengend sein und das klingt ja auch aus der Reportage heraus.

Montag, 02.07.12 23:34
 

Lieber Bim, du verherrlichst die Morde an Weißen in Südafrika und bist nicht besser als Breivik. Danke

Montag, 02.07.12 23:49
 

Vorschlag an alle die am Thema wirklich ernsthaft interessiert sind: Nicht weiter drauf ein gehen und beim Thema "Ablehung" basierend auf den Erfahrungen der jungen Frau in obrigem Artikel bleiben. ;-)

Ich fand king_pansens Beitrag mit dem Stichwort "Aussenseitertum" sehr gut. Das ist sowas das mir dabei auch oft durch den Kopf geht. Und wie Rabbuki schon so treffend gschrieben hat: Die Hautfarbe ist da ein unveränderliches Merkmal.


Mikey hat den Kommentar am 02.07.2012 um 23:54 bearbeitet
Montag, 02.07.12 23:57
 

rabukki, der Vergleich mit Public Viewing hinkt aber sowas von extrem! Ich habe ein paar WM-Spiele (PV) der letzten Jahre in Frankreich, Spanien und Italien miterleben dürfen - alter Falter, da ist das bisher in Deutschland erlebte echt Kindergeschwätz!

Rassismus ist scheiße, egal ob weiß gegen schwarz, schwarz gegen weiß, Ossi gegen Wessi oder wie auch immer - ich hoffe doch, dass wir uns da alle einig sind...


Dori hat den Kommentar am 02.07.2012 um 23:59 bearbeitet
Dienstag, 03.07.12 00:01
 

Das sind wir!

Dienstag, 03.07.12 08:21
 

Ist der Titelbild das rassistischste Graffiti das in Freiburg aufzutreiben war ?

Dienstag, 03.07.12 09:17
 

Dreistaberfroh, soso niemand berichtet...
Focus Nr 32, 2000
Spiegel 22.08.2002
Wiener Zeitung http://tinyurl.com/8xwgv34

Ich könnte jetzt noch Seitenweise weiter machen....
Aber klicke doch bitte selbst...
http://tinyurl.com/7jsnhxw

Ich will die Geschichte da unten nicht gut heißen, aber es wird sehr wohl darüber berichtet....

Dienstag, 03.07.12 09:56
 

Also es geht doch um bzw. gegen den Rassismus im Allgemeinen, wie heißt es doch so schön: "Alle Rassisten sind Arschlöcher, überall"

Was jetzt diesen Vollpfosten Dreistaberglücklich dazu bewegt vehement auf den Rassismus gegen Weiße (ich bin selber weiß!) hinzuweisen erschließt sich mir nicht. Und wenn man halbwegs objektiv versucht in die Geschichte zu schauen kommt dann vielleicht schon zu der Erkenntnis, dass der Rassismus von Weißen gegenüber Andersfarbigen wie auch immer dann doch öfter und vor allem mit weitaus schlimmeren Konsequenzen daherkam als andersrum. Das soll jetzt kein Leid relativieren, aber so einen Unfug kann man ja nicht unkommentiert stehen lassen.

Dienstag, 03.07.12 10:22
 

rassismus kommt letztendlich aus der selben ecke wie diskrimimierung aufgrund von religion, sex. ausrichtung etc....

weil man angst hat, etwas nicht versteht, oder weil es einfach nur praktisch ist und man einen sündenbock benötigt.

ob er sich nun von weiss gg schwarz,gelb gg.schwarz und umgekehrt richttet ist egal.

das große problem daran ist das selbst in einer modernen aufgeklärten gesellschaft wie unserer ( ich glaube trotz vieler probleme ist sie das ) rassismus nie ganz verschwinden wird.
er wird immer irgendwo schlummern wie bei einer infektion die immer dann wieder ausbricht wenn der körper durch andere einflüsse geschwächt wird.
ist also quasi der herpes der gesellschaft wobei der virus in jeder gesellschaftsschicht vertreten ist.

und meiner meinung nach sind die wirklich gefährlichen rassisten nicht diejenigen dummen deppen die z.b bei einer em rumproleten, sondern die, denen man es eben nicht ansieht das sie einer sind.

Dienstag, 03.07.12 10:32
 

ist das mit dem herpes von dir? gutes bild.

Dienstag, 03.07.12 10:40
 

"Deutschland ist ein schönes Land, und durch „Multikulti“ ist es etwas ganz Besonderes. Ich bin gerne hier."

Ich glaube, diese zwei Sätze sind weitaus wichtiger als ein Großteil des Artikels. Sie kommen so als "versöhnliches Ende" daher, aber im Grunde bieten sie den einzigen wirklichen Lösungsansatz für ein Problem, das im ganzen restlichen Artikel nur dargelegt wurde.

So wie ich das momentan sehe, ist eine der größten Ursachen dafür, dass in Deutschland immer noch ziemlich starke Fremdenfeindlichkeit - oder vielleicht eher Xenophobie - besteht, darin, dass wir im Bezug auf Ausländer immer noch mehr auf "Melting Pot" denn auf "Multikulti" gehen.

Das ist mir so eigentlich erst aufgefallen, nachdem ich für ein Jahr nach Kanada gereist bin. Nicht nur ist der Einwandereranteil in Kanada sowieso ungleich höher als in Deutschland (technisch gesehen ja an die 99%), ich habe auch noch in einer multinationalen Firma gearbeitet, die Übersetzungen für Videospiele angeboten hat. Viele meiner Freunde waren also auch Ausländer, wenn auch aus ganz anderen Gegenden als ich.

Wenn wir dann am Wochenenden auf Hausparties waren, auch auf solchen von Kanadiern, hätte aber eben niemand gewollt, dass wir uns besser integrieren, dass wir untereinander Englisch oder Französisch sprechen, wenn keine Einheimischen dabei sind, dass wir versuchen uns "anzupassen". Ganz im Gegenteil: "I LOVE when I hear you speak German, because you sound so non-angry… I always thought Germans sound always angry.", war so ein Satz, den ich tatsächlich hin und wieder gehört habe. Sowas hat mich gefreut.

Mein Job hatte mit Übersetzungsarbeit zu tun, weshalb das Wort "Grammar Nazi" ziemlich häufig gebraucht wurde. Natürlich wurde ich früher oder später auch mal so genannt. "My Grandpa DIED in a concentration camp! …fell from the watchtower." - Kurzes Gelächter und dann war das auch gegessen. (Zugegeben, bei Leuten, die tatsächlich noch alt genug waren um den Holocaust mitzuerleben funktioniert die kruder-Humor-Schiene wahrscheinlich nicht so gut, aber allzu viele sind das ja bald auch nicht mehr…)

Bei Potluck dinners wurde dann praktisch geradezu darum gebeten, dass doch jeder was aus seinem Herkunftsland mitbringen solle, und es war fucking köstlich. Ich wurde nie gezwungen, mich in irgend einer Weise zu assimilieren, und ich habe mich so deutsch und gleichzeitig so kanadisch gefühlt wie nie - nach nur einem Jahr!

Klar: Wer hier in Deutschland leben will, der sollte halbwegs deutsch sprechen können und jegliche Art von Fremdenhass ablegen. Aber mehr als diese Voraussetzungen muss er meiner Meinung nach nicht erfüllen. Sollen sie doch mit ihren Schleiern rumlaufen, das hält mich auch nicht davon ab sie auf der Straße nach dem Weg oder auf einer Party nach einem Bier zu fragen.

Klar, Fremdenfeindlichkeit gibt es immer noch, aber Multikulti kann funktionieren - das nehme ich aus diesem Artikel mit.

Dienstag, 03.07.12 10:49
 

@ ja/nein: ja hatten gerade meinen "hellen" moment für heute :-)

Dienstag, 03.07.12 10:52
 

MultiKulti wird immer dann zum Erfolg, wenn die einwandernde Kultur die gastgebende Kultur bereichern und nicht unterwandern bzw. beherrschen will.

Dienstag, 03.07.12 11:08
 

"multi" impliziert doch, dass es nicht "die" einwandernde kultur gibt, weil es eben viele sind.
ich würde sogar behaupten, dass es im fall von deutschland nicht "die" gastgebende* kultur gibt, sondern verschiedenste "deutsche kulturen". ich habe an ganz unterschiedlichen orten in deutschland gelebt und diese als sehr verschieden zu freiburg erlebt. da freiburg mein ausgangspunkt (heimat) ist, habe ich mich ein paar hundert km weiter nördlich doch eher fremd gefühlt.

*die formulierung wiederum impliziert, die einwanderer wären nur auf besuch. stimmt aber nicht. wenn du das "verschiedene menschen unter einem dach"-bild nehmen willst, würd ich ne wg vorschlagen.

es geht also nicht um einen gast mit falschen absichten, sondern um viele menschen, die zusammen "wohnen" und im idealfall leben (um es mit einem bekannten schwedischen möbelhaus zu sagen zu sagen).

Dienstag, 03.07.12 11:18
 

Rookie, die Einwanderungsländer, Canada, USA, Australien und Neuseeland sind trotzdem Rosinenpicker... sie nehmen nicht jeden. Sprache muß beherrscht werden, für Einkommen bzw Jobs muß gesorgt sein, evtl. ein nicht unerhebliches Vermögen in der Hinterhand vorhanden....
So mancher Hippietraum endete in einer Botschaft in Berlin, weil die Testergebnisse niederschmetternd waren, bzw es genug Schaffarmen in Neusseland gibt...

Dienstag, 03.07.12 12:39
 

@onlinemous: Vielleicht rechne ich auch einfach mit zu viel Intelligenz, um mal arrogant zu klingen. Dass Einwanderer Deutschland und die Deutschen "unterwandern" könnten ist einfach so realitätsfern, dass ich diese Möglichkeit wahrscheinlich gar nicht als etwas begriffen habe, was Einwanderer tatsächlich als Ziel haben könnten.

@ja/nein: Das ist richtig, nicht nur im Fall von Deutschland. Meine Erfahrung in Kanada war auch, dass die kleineren, nennen wir sie "lokalen" Unterscheidungen innerhalb einer Nationalität verschwinden. Du bist kein Freiburger mehr, du bist nur noch "Deutscher", kein Chihuahua mehr, sondern nur noch Mexikaner. Man erhält eigentlich so eine leicht "weichgespülte" Version einer Kultur. Ich hoffe, das klingt nicht missverständlich: Mir gefällt diese "weichgespülte" Version. Ich kann nicht viel mit Tradition um der Traditionen Willen anfangen. Wenn in Deutschland morgens mehr oder weniger traditionell Brot gefrühstückt wird und mich Leute wie meine Oma schief angucken, weil ich lieber was mit Reis esse, dann geht mir das auf den Keks.

@Tatoocheck: Das stimmt auf jeden Fall! In den USA ist es zum Beispiel nicht einmal möglich, ein working holiday visa zu bekommen, und unheimlich schwer, ein Arbeitsvisum zu ergattern - selbst wenn man eine sehr hochwertige Ausbildung hat. Ähnlich sieht es ja in Deutschland aus. Hier kommt niemand besonders einfach rein.
Nicht, um was ich bisher gesagt habe zu relativieren, sondern einfach als pikantes Detail: Wusstest du eigentlich, dass die USA keine offizielle Landessprache haben? Wenn du einwandern möchtest, kannst du den Test auch auf Chinesisch ablegen. Hat mich ganz schön überrascht, dass ich in einigen Ecken New York Cities mit Spanisch weiter kam als mit Englisch. ^^

Dienstag, 03.07.12 12:43
 

Die Frage ist dann aber, ob ein Kanadier ein Kanadier oder nicht doch ein Quebecois oder eion Torontonian oder ... ist.
Übrigens: auch auf englisch wird dieser Witz mit dem KZ nicht geschmackvoller.
Einfach mal in einer ruhigen Minute darüber nachdenken.
Ich habe nichts gegen schwarzen Humor, beißen darf er, kitzeln, (ein bißchen) wehtun, aber nicht komplett grenzenlos sein.


luegemol hat den Kommentar am 03.07.2012 um 12:44 bearbeitet
Dienstag, 03.07.12 12:46
 

seh ich auch so: kein guter joke

Dienstag, 03.07.12 13:07
 

Kommt auf's Publikum drauf an. Hier in Deutschland würde ich damit niemanden amüsieren wollen, dafür stecken die Schrecken des Holocaust noch zu tief im Nationalbewusstsein. Aber vor allem in Nordamerika wird mehr über das dritte Reich gewitzelt, als vielen Deutschen lieb wäre. Denke da an die Kommunisten-Nazis der Simpsons oder so ziemlich jede existierende South Park Folge.

EDIT: Anstößige / schockende Witze um der Schockwirkung Willen zu machen finde ich im Übrigen eigentlich immer okay, so lange es im Kontext eindeutig erkennbar ist, dass es ausschließlich um Schockwirkung geht und nicht darum, irgendeine Message zu transportieren. Ich habe zB über eine ganze Menge dieser Witze hier schmunzeln müssen, auch wenn ich mich nie hinter ihr jeweiliges "Gedankengut" stellen könnte. http://www.reddit.com/r/AskReddit/comments/uessk/can_you_oneup_me_in_most_offensive_joke_you_know/


rookie hat den Kommentar am 03.07.2012 um 13:16 bearbeitet
Dienstag, 03.07.12 13:17
 

Oh, ich wusste nicht, dass eine Geschmacklosigkeit geniessbar wird, weil das Auditorium keinerlei Geschmack hat.
Ich dachte eigentlich der Unterschied zwischen dem Dritten Reich und seinen Opfern sei gerade in den USA sehr wohl bekannt.

Aber ich hör jetzt auch schon wieder auf. Versprochen.

Dienstag, 03.07.12 13:24
 

du solltest deine späße vll nicht nur vom publikum abhängig machen, sondern dir auch überlegen, was du selbst ok findest.


ja/nein hat den Kommentar am 03.07.2012 um 13:53 bearbeitet
Dienstag, 03.07.12 13:49
 

Gerade weil die Länder Rosinenpicker sind gibt es dort weniger Probleme mit Fremdenfeindlichkeit.

Kanada und NZ haben eben Zugewanderte die sich integrieren und sich auch das Land in das sie gegangen sind gezielt ausgesucht haben, genauso wie sich die Länder die Leute gut ausgesucht haben.

Bei Einwanderern wird einfach darauf geachtet das sie kompatibel zum "Bestand" sind.

Eine ausgebildeter Person mit Berufserfahung und Cash wird in Kanada höchstwahrscheinlich nicht zu einem Problemfall.

In Europa hatte man die Idee es andersrum zu machen, das Ergebins kann jeder selbst beurteilen.



Dienstag, 03.07.12 13:58
 

@luegemol: Oh, ich wusste nicht, dass man ein logisches Argument gegen eine Aussage bringen kann, indem man die Aussage einfach in ironischem Ton wiederholt.

@ja/nein: Ich glaube hier einen feinen Unterschied zu erkennen. Erst einmal, nur um es noch einmal zu betonen: Wenn Schocks nur gebraucht werden, um eine Schockwirkung zu erzielen - *dann* finde ich es in Ordnung. Etwa wie in Horrorfilmen. Oder (nicht immer, aber häufig) bei Tarantino. Der "Schock an sich", ob im Bereich des dunklen Humors oder sonstwo ist eine Art der Triebbefriedigung, die man nicht durch Intellektualismus wegdiskutieren kann, ein Mensch WILL hin und wieder geschockt werden, WILL daran erinnert werden, dass es Tabus gibt, und will diese Tabus ab und an austesten. Nennen wir es Triebbefriedigung. Ich denke, dieser Trieb existiert in jedem Menschen.
Geschmack kann es nur als Abgrenzung gegen Geschmacklosigkeit geben. Und wenn ich nicht weiß, was "Geschmacklosigkeit" eigentlich ist… wie soll ich dann wirklichen Geschmack erkennen?
Nun noch einmal speziell zum Thema "dunkler Humor": Wichtig ist natürlich immer (auch @luegemol), dass sich Erzähler sowie Publikum darüber im Klaren sind, was denn nun "geschmacklos" ist. Es gibt kaum etwas schlimmeres, als bewusst einen geschmacklosen Witz zu reißen, den Leute dann Ernst nehmen, egal ob anerkennend oder ablehnend. Eine Art "Labeling" muss bestehen: "Das ist jetzt ein wirklich geschmackloser Witz, und nur darum erzähle ich ihn, nicht, weil ich mich für seine "Grundaussage" einsetze, sondern weil mir die Schockwirkung gefällt." Das kann aus dem Kontext heraus geschehen, wenn ich eine Person sehr gut kenne, und weiß, dass sie so einen "Witz" nicht als meinen Standpunkt verstehen wird. Oder das kann aus einer Erklärung heraus passieren, wie es zB in der Einleitung zum verlinkten Reddit Thread passiert ist.

Ach so, und ja/nein: Ich kenne dich gar nicht, und habe keine Ahnung, inwiefern wir uns in vielen Dingen nicht einig sein sollten.

Dienstag, 03.07.12 14:18
 

geschmack kann sich auch gegen beliebigkeit abgrenzen, dazu brauchts keine negativbeispiele. geschmack kann man haben - wozu erkennen? es gibt viele menschen, die weder horror-, noch tarantino-filme mögen.
alles in allem sehr viel text, um nen "witz" zu rechtfertigen...

ich kenne dich auch nicht, hab aber gelesen, was du geschrieben hast. da ich aber selbst der meinung war, dass so ein sehr allgemeiner persönlicher eindruck [zur erklärung: ich hatte geschrieben, dass wir uns wohl in vielen dingen nicht einig sind] hier nix zur sache tut und die falsche ebene ist, hab ich den absatz auch gelöscht.

Dienstag, 03.07.12 14:39
 

Ohje… ist die Frage jetzt: "Was ist Geschmack?" :P

Ich schreibe gerne viel, ist vielleicht meiner Arroganz zu schulden: Ich habe das Gefühl, viel sagen zu müssen. Der Text da oben hat nur noch wenig mit einem "Witz" zu tun, mehr mit folgender Frage: "Darf der alleinstehende Schock, sofern er als solcher gekennzeichnet ist, zu einer Art Triebbefriedigung genutzt werden?"

Aber das hat wohl schon so gut wie nichts mehr mit dem Thema des Artikels hier zu tun. :/

Dienstag, 03.07.12 14:55
 

ich denke einfach nicht, dass es in diesem fall sinn macht, so abstrakt über "humor-geschmack" und konstrukte zur rechtfertigung des eigenen zu debattieren. du hast ein konkretes bsp genannt und zwei menschen, die das gelesen haben, fanden dieses konkrete bsp fragwürdig und haben das angemerkt. den patchwork-diskurs zur rettung des lachens über den holocaust hast du angezettelt, bist aber offensichtlich einverstanden, wenn wir die offenen fragen als solche belassen. im idealfall zugunsten des eigentlichen themas.

Dienstag, 03.07.12 15:03
 

Wer über den Holocaust lacht gehört vor Gericht.

Dienstag, 03.07.12 15:08
 

um was gings im o.g. "scherz"?

Dienstag, 03.07.12 15:08
 

"Darf der alleinstehende Schock, sofern er als solcher gekennzeichnet ist, zu einer Art Triebbefriedigung genutzt werden?" Nimm das als Thema für Deine Doktorarbeit.

Könnten wir versuchen uns zu einigen auf Kategorien wie etwa:
1. Assimilation 2. Akkulturation 3. Diskriminierung 4. Segregation 5. Pluralismus/Multikulturalismus?!? Das war Kraut und Rüben bisher.

Dienstag, 03.07.12 15:22
 

hey, ich hab mir mühe gegeben >:(

Dienstag, 03.07.12 15:47
 

@ja/nein: Um den Holocaust.
Aber keiner hat über den Holocaust gelacht, sondern über die Tatsache, dass hier ein unheimlich geschmackloser Witz gerissen wurde, wobei allen Beteiligten die Geschmacklosigkeit bewusst war. Das meinte ich vorhin mit "feiner Unterschied".

@Björn: Ist noch'n bisschen hin, schätze ich, aber danke für den Tipp, ich notier's mir :P
Mit der Begriffsdefinition kann ich ja schonmal anfangen.

1. Sehr gut möglich, dass "assimilieren" falsch verwendet wurde, guter Einwand. Das ist vielleicht am Einfachsten aufzuklären: Was ich meinte, war, dass ich nicht dazu gezwungen wurde, Gewohnheiten oder Verhaltensweisen aufzugeben, die ich aus Deutschland gewohnt war.
Im restlichen Kraut schaffe ich gerne nachher noch den Anschein von Ordnung, jetzt bin ich etwas beschäftigt, aber vllt kannst du auch schonmal so loslegen? Ich muss gestehen, ich weiß nicht viel über, ahm, Soziologie :/

Dienstag, 03.07.12 16:01
 

sorry rookie, aber diese haarspalterei nervt mich zu sehr, mach das mit dir selbst aus.

Dienstag, 03.07.12 19:32
 

Um es mit den Worten der berühmten "BILD-Leser beschimpfen Titanic-Redakteure"-Omi zu sagen: ich bin fünfundzwanzig Jahre, ihr Witz war sehr gut!

Auch die Amis und Kanadier kennen den Unterschied zwischen "black humor" und "sick humor". ;)

Starker Text! Wobei ich mit den Ansichten der Noah Sow schon vor vielen Jahren nichts anfangen konnte. Sie sensibilisiert zwar (z.B. dafür, dass Schwarze nicht = Ausländer sind. Etwas, das leider viel zu viele Leute jeden Tag auch ohne böse Absicht immer wieder vergessen. Siehe "positiver Rassismus"), aber ihre Texte sind teilweise so enorm destruktiv und nicht-anerkennend, was den Fortschritt bzw. den generellen Stand der Dinge beim Thema Rassismusbekämpfung angeht, dass es auf mich oft polemisch wirkt. Wenn sie anklagt, dass es lt. deutschen Medien bzw. der Öffentlichkeit keinen Rassismus in Deutschland gäbe, geht das meilenweit an der Realität vorbei, unabhängig davon, dass es durchaus ne ganze Menge zu tun gibt in diesem Land.

Was m.E. viel wirksamer und ergreifender ist: Berichte wie dieser hier.

Dienstag, 03.07.12 20:07
 

"Viele weiße Deutsche sind mir gegenüber schlicht unsicher"

Die ständige Sensibilisierung für Minderheiten fördert glaube ich bei mir genau das.

Dienstag, 03.07.12 20:12
 

Yo Tom! Wo liegt der Unterschied zwischen schwarzem und krankem Humor? Das ist mein voller Ernst. Ich kenne ihn nicht und will das ändern.

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