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Nightlife-Guru: Tagtraum-Festival im Strandbad Gifiz, Offenburg

Schön warm und sonnig war's am vergangenen Samstag - perfektes Wetter, um in Badekleidung im Strandbad Gifiz zu elektronischer Musik die Tanzbeine zu schwingen. Klar, dass unser Nightlife-Guru sich das nicht entgehen lassen konnte. Wie's war:

Die Jungs an der Tür...

... haben vermutlich mit einem größeren Andrang gerechnet und sind jetzt froh, dass es doch nicht so voll ist. Zügig aber gewissenhaft kontrollieren sie Ausweise und Taschen, Getränke dürfen natürlich nicht mit aufs Gelände. Drinnen teilen sie sich ihren Job mit den Jungs und Mädels von der DLRG, die den Wasserspaßbereich fest im Blick behalten.

Wer war da?

Bikini-Mädchen und Beach-Boys aus der Region. Sprachlich klingt es hier mehr nach Karlsruhe als nach Freiburg. Vereinzelt ein paar Franzosen. Der Altersdurchschnitt liegt bei kanpp über 20 Jahren, die Frauen/Männer-Quote ist ausgeglichen. Insgesamt erscheint das Festival nicht gerade überlaufen, es gibt genügen Platz für alle.



Außeneinrichtung & Deko

Die Höhenzüge des Schwarzwalds, dazu der See geben eine hübsche Kulisse für das Event. Die Strände sind mit Kies aufgeschüttet. Das piekst zwar zwischen den Flip-Flops, dafür hat man hinterher nicht die halbe Sahara in den Schuhen. Vor der Seebühne ist Sand ausgeschüttet, eine Einladung zum Tanz auf nackten Füßen. Im Wasser findet sich allerlei Spielzeug, wie etwa ein Trampolin oder ein mit Luft gefüllter, schwimmender Kletterfelsen. Das Strandbad hat auch eine Rutsche, die aber leider für das Event gesperrt ist.

Catering & Getränke

Nervig, aber von solchen Großveranstaltungen wohl nicht mehr wegzudenken ist das Bon-System. Man kauft für jeweils 10 Euro eine Bonkarte, von der dann entsprechend der Wert per Kugelschreiber gestrichen wird. Getränke bekommt man an jeder Ecke, das Thekenpersonal arbeitet flott. Bier gibts für drei Euro, Redbull mit Schuss für vier fünfzig.

Auch zu Essen gibt es genug, hier kann man sogar mit echtem Geld bezahlen. Die Auswahl ist nicht ganz so üppig wie auf anderen Festivals, die Elektrolytversorgung ist aber durch das vorhandene Angebot von Pizza und Pommes in jedem Fall gesichert.





Partyatmosphäre und Klangwaren-TÜV

Der erste Eindruck: Das kommt mir alles irgendwie bekannt vor. In der Tat ist das Tagtraum-Festival das, was die Sea of Love vor einigen Jahren mal gewesen ist: eine gemütliche und familiäre Elektroparty. Selbst das Lineup ist ähnlich: Karotte, Turntablerocker und Moonbootica sind auch auf der Schwesterveranstaltung am Tunisee regelmäßige Gäste. Das Zirkuszelt, die größte Stage auf dem Tagtraum-Festival, kennt man ebenfalls von dort.

Die interessanteren Acts legen hier allerdings auf der Seebühne auf, vor der schon zur Mittagszeit einige Kids das Tanzbein schwingen. Mir ist es in der prallen Sonne noch zu heiß, deshalb gehe ich erstmal eine Runde schwimmen und teste die angebotenen Bespaßungsmöglichkeiten im Wasser. Das schwimmende Trampolin ist lustig, der Kletterfelsen eher gefährlich, da seine Seitenwände sehr glitschig sind und man leicht herunter fällt, zum Leidwesen der von unten nachkommenden Gipfelstürmer.

Nach dem erfrischenden Bad wird erstmal ein bisschen in der Sonne gechillt. Als am Nachmittag &Me mit seinem Set beginnt, füllen immer mehr Menschen die sandige Tanzfläche vor der Seebühne. Allgemeines Sonnenbrillenschaulaufen. Der Sound ist gut, die Sonne lacht, das Bier läuft. Zwei Stunden dauert das Set, dann kommen die Turntablerocker.

Leider können sie nicht an das Niveau ihres Vorgängers anknüpfen. Der ständige Wechsel zwischen House, Techno und Dubstep wirkt unentschlossen und ist ein bisschen langweilig. Vor der Bühne lichten sich die Reihen, wer es etwas konkreter haben möchte geht jetzt zu Karotte ins Zirkuszelt. Dort bläst mir vor den Boxen der Bass förmlich die Klamotten vom Leib. Leider stehen sie so niedrig am Boden, dass ein paar Reihen weiter hinten der fette Sound von der Menge geschluckt wird. Es ist viel zu heiß im Zelt, also wieder raus, Getränke besorgen.



Endlich: Moonbootica. Die Jungs aus Hamburg geben Vollgas. Plötzlich ist es wieder voll vor der Seebühne. Deichkind-Remix: Leider geil. Es riecht nach Kifferkraut und guter Laune. Moonbootica drehen auf, das Publikum geht ab. Die Zeit verfliegt, plötzlich ist es halb zehn, die Sonne ist längst hinter den Bäumen verschwunden. Moonbootica verabschieden sich, Feierabend auf der Seebühne. Im Zelt gibts noch eine Gnadenfrist von einer halben Stunde, pünktlich um zehn ist aber auch hier Schluss.

Mittags um halb vier auf dem Klo...

...muss man zum ersten Mal wirklich anstehen: Es gibt kostenloses Trinkwasser aus dem Hahn.

Aufheiterle

Menschen, die bis knapp über die Gürtellinie im Wasser stehen und kurze Zeit später mit entspanntem Gesichtsausdruck wieder herauskommen. Führte zu Verzicht auf zweiten Badegang.

Aufregerle

Handtuch verloren. Weitere Reisen durch die Galaxie waren für diesen Tag aber nicht mehr vorgesehen, insofern hielt sich der Schaden in Grenzen.




Fazit

Zugegeben, Offenburg ist nicht gerade der Nabel der Welt und hat sich bisher auch nicht als Mekka für Freunde elektronischer Tanzmusik hervorgetan. Was aber an diesem Samstag im Strandbad geboten wurde, kann sich durchaus sehen lassen und darf (noch) als Geheimtipp fürs nächste Jahr empfohlen werden. Wer keine Lust hat, 80 Euro für die Sea of Love auszugeben, kann das Gleiche in Offenburg für ein Drittel des Preises haben. Dafür bekommt man eine gemütlichere Atmosphäre, ein anständiges Lineup, mehr Badespaß und eine gut funktionierende Organisation. Mehr braucht es nicht.





   
Foto-Galerie: Paul Gengenbach

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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 7
Montag, 04.06.12 13:20
 

"Der Altersdurchschnitt liegt bei kanpp über 20 Jahren"

fuck - ich bin ein alter sack .....

Montag, 04.06.12 19:53
 

wenn der jogi bild 16 sieht, dann macht der gomez kein spiel bei der EM

Dienstag, 05.06.12 22:14
 

@binksi: HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA

Donnerstag, 07.06.12 16:41
 

...dann treibt bela gurath sein unwesen jetzt also in offenburg

Donnerstag, 07.06.12 16:45
 

hauptsache chris liebing groß aufs poster geschrieben und dann nur zur aftershow-party in einer anderen location auflegen lassen...zu zusätzlichen kosten versteht sich...erinnert mich doch seeehr stark an SOL'11 mit underworld

Donnerstag, 07.06.12 16:51
 

@ Placebos_Muse: Bevor Du nicht eindeutig belegen kannst, dass es sich beim Veranstalter des Tagtraum Festivals um Endless Event handelt, würde ich an Deiner Stelle so einen Kommentar nicht veröffentlichen.


Bernhard hat den Kommentar am 07.06.2012 um 16:52 bearbeitet
Freitag, 08.06.12 00:50
 

yep sorry, war etwas voreilig: sollte besser heißen "klingt alles sehr nach der handschrift von endless events"

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