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Der mit dem James-Blake-Cover: Daniel Bortz im KGB

Mit seiner Coverversion vom James-Blake-Hit "Limit To Your Love" begeisterte Daniel Bortz 2011 unzählige Clubgänger. Vor seiner US-Tour im Juni schaut er diesen Freitag im KGB Klub vorbei. Wir stellen den Augsburger DJ und Produzenten vor und verlosen zweimal zwei Gästelisteplätze.

Daniel Bortz Suol Records


"Ich hoffe, dass ich als Produzent nicht nur auf diese eine Nummer beschränkt werde." Der Augsburger Daniel Bortz überlegt kurz, bevor er weiterspricht. "Ich denke nicht, dass dieses Stück mein bestes Werk ist." Er meint seine Coverversion - in der Szene Edit genannt - zum Song "Limit To Your Love" vom britischen Elektronikmusiker James Blake. Blake veröffentlichte ihn Ende 2010, und kurze Zeit später machte eine White-Label-Pressung mit einer clubtauglichen Version die Runde.
 
Eine Hymne zum Mitsingen

Für diese hat Bortz das Original zunächst von seinem melancholischen Gewand befreit und den Gesangs- und Klavierpart auf swingende Bassdrums gesetzt. Zwei, drei Dreher an der Temposchraube, und aus einem milden Depressivum für nebelverhangene Herbsttage ist eine eingängige Hymne zum Mitsingen entstanden. Ein Track, der auch heute noch für strahlende Gesichter auf den Tanzflächen vieler Clubs sorgt.

Mit dieser Arbeit beweist Daniel Bortz sein Talent und Können, die oftmals eintönige Clubmusik mit bunten Pop-Momenten aufzuheitern, ohne dabei in ein seichtes Mash-up- oder Electro-House-Fahrwasser abzudriften. Durch seine Stücke, die auf Label wie Pastamusik, Souvenir oder SUOL - Heimstätte von Künstlern wie Fritz Kalbrenner - erscheinen, zieht sich eine fröhliche Unbekümmertheit als Leitmotiv. Es ist Musik für die kleinen Augenblicke aufrichtiger Glückseligkeit im Club. "Ich war schon immer der musikalisch Vielseitige und Harmonieverliebte, auch als DJ", so Bortz.

Daniel Bortz Suol Records

Das Nachtleben hat er in München kennen und lieben gelernt, eine Stadt, deren Disco-, House- und Techno-Szene weitaus besser ist, als ihr Ruf. Er legt zunächst auf Veranstaltungen von Freunden auf, erarbeitet sich sehr schnell ein achtbares Ansehen in der Szene und bekommt schon bald zwei Residencies - feste Spielzeiten - angetragen: Zum einen im Club Schwarzes Schaf in Augsburg, zum anderen in der Roten Sonne in München. Bortz dazu: "Heute sind diese Clubnächte mein Rückzugsgebiet und Wohlfühlort. Ich kann den Abend musikalisch eröffenen und langsam zur Peaktime hinarbeiten."

Brachialgewitter liegen ihm nicht

A propos Peaktime: Brachialgewitter "in die Fresse" liegen ihm nicht. "Wenn der Typ vor mir zu heftig losballert, muss ich für mich erst einmal das Tempo rausnehmen und die Atmosphäre neu aufbauen", sagt er. Dies macht er mit einer abwechslungsreichen Mischung aus House, Garage und Disco, in die er immer wieder die eigenen Edits von Soul- oder Rhythm-and-Blues-Klassikern einfließen lässt.

Und die eigenen Stücke? "Wenn ich auswärts auflege, wird von mir oft erwartet, dass ich das eigene Material spiele", sagt Bortz. Doch vieles davon könne er nicht mehr hören, zu lange und intensiv habe er sich mit den eigenen Tracks im Studio auseinandergesetzt. Und er fügt hinzu: "Natürlich spiele ich den einen oder anderen Track von mir als Crowdpleaser für mein Publikum. Dennoch lege ich so auf, dass ich selbst mich nicht langweile."

Daniel Bortz: SUOL Mates Podcast
Quelle: Soundcloud


Last-Minute-Verlosung:

fudder verlost zweimal je zwei Gästelisteplätze für Daniel Bortz im KGB Klub am Freitag, 25. Mai 2012. Wer gewinnen möchte, schickt eine E-Mail mit seinem Namen und dem Betreff 'Bortz' an gewinnen@fudder.de. Einsendeschluss ist Freitag, 25. Mai 2012, 12 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt.



Was: Weekends w/ Daniel Bortz (SUOL). Support: Eiskaltes Händchen, Hubatsch, Valentin Pau
Wann: Freitag, 25. Mai 2012, 23 Uhr
Wo: KGB Klub

[Fotos: Maximilian Becker]




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 4
Donnerstag, 24.05.12 18:03
 

Coverversion, Edit oder Remix?
Das sind schon 3 verschiedene Sachen.

"The limit to your love" ist im Original von Feist (2007er Album " The reminder") und nicht von James Blake.

Aber sei's drum: mir gefallen alle 3 Versionen.

Donnerstag, 24.05.12 18:35
 

Die Grenzen zwischen Edit und Remix liegen in der elektronischen Musik teilweise so nahe beieinander, und speaking of Cover: eine Coverversion ist letzten Endes nur eine zeitlich nachfolgende Neufassung eines bereits vorhandenen Stückes. Insofern stimmt's ja dann auch: Feist > Blake > Bortz. :)

Donnerstag, 24.05.12 22:24
 

an was ihr euch hier wieder aufhängt...

was das wesentliche angeht:
großartiger künstler, punkt.

Freitag, 25.05.12 12:56
 

UPDATE: Je zwei Gästelisteplätze gehen an:

- Christina K.

- Mark R.

Viel Spass!

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